TITLE: Aqueous casting solutions for the production of light-polarising foils or films based on polyvinyl alcohol. European Patent Application EP0374654 A1 ABSTRACT: Abstract not available for EP0374654 Abstract of corresponding document: US5093401 Casting solutions for the production of light-polarizing films or sheets contain, relative to the sum of weights (A)+(B)+(C)+(D)=100% by weight, (A) 30-95% by weight, preferably 40-75% by weight, of water, (B) 1-40% by weight, preferably 4-30% by weight, of vinyl, alcohol polymer, (C) 0.01-5% by weight, preferably 0.02-2% by weight, of the dichroic dyestuff, (D) 0.1-75% by weight, preferably 0.5-50% by weight, of one or several organic compounds from the group consisting of aliphatic polyols having 2-6 C atoms, aliphatic ether polyols having 2-6 C atoms, C1-C4-alkyl ethers of aliphatic polyols having 2-6 C atoms, aliphatic aminoalcohols having 2-4 C atoms, amides of aliphatic C1-C4-carboxylic acids, and, if desired, a C1-C4-monoalcohol, and, if desired (E) further additives customary for casting solutions, for example stabilizers, and wherein if using glycerol solely, the weight ratio of glycerol: vinylalcohol polymer is about 0.2-1:1, preferably 0.3-0.5:1. INVENTORS: Claussen, Dr. Uwe Krock, Dr. Friedrich W. APPLICATION NUMBER: EP19890122772 PUBLICATION DATE: 06/27/1990 FILING DATE: 12/09/1989 ASSIGNEE: BAYER AG (DE) INTERNATIONAL CLASSES: G02B5/30; C08K5/00; C08K5/053; C08L29/04; C09K3/00; (IPC1-7): C08K5/00; C08L29/04; C09K19/60 EUROPEAN CLASSES: C08K5/00P4+L29/04; C08K5/053+L29/04 OTHER REFERENCES: DATABASE CHEMICAL ABSTRACTS, (HOST:STN), 1988, ref. Nr. 112(12): 100242e, Columbus, Ohio, US; & PL-A-145 151 (POLITECHNIKA WARSWAWSKA) 31-08-1988 CLAIMS: 1. Giessl·osungen zur Herstellung lichtpolarisierender Filme oder Folien enthalten, bezogen auf die Summe der Gewichte (A) + (B) + (C) + (D) = 100 Gew.-%, (A) 30-95 Gew.-%, vorzugsweise 40-75 Gew.-%, Wasser, (B) 1-40 Gew.-%, vorzugsweise 4-30 Gew.-%, Vinylalkoholpolymer, (C) 0,01-5 Gew.-%, vorzugsweise 0,02-2 Gew.-%, dichroitischen Farbstoff, (D) 0,1-75 Gew.-%, vorzugsweise 0,5-50 Gew.-%, einer oder mehrerer Verbindungen aus der Gruppe aliphatische Polyole mit 2-6 C-Atomen, aliphatische Etherpolyole mit 2-6 C-Atomen, C1-C4-Alkylether von aliphatischen Polyolen mit 2-6 C-Atomen, aliphatische Aminoalkohole mit 2-4 C-Atomen, Amide von aliphatischen C1-C4-Carbons·auren, und gegebenenfalls zus·atzlich einen C1-C4-Monoalkohol, sowie gegebenenfalls (E) weitere, f·ur Giessl·osungen ·ubliche Zus·atze, z.B. Stabilisatoren, wobei bei Verwendung von Glycerin allein das Gewichtsverh·altnis Glycerin:Vinylalkoholpolymer etwa 0,2-1:1 betr·agt. 2. Giessl·osungen gem·ass Anspruch 1, enthaltend (A) 40-75 Gew.-% Wasser. 3. Giessl·osungen gem·ass Anspruch 1 oder 2, enthaltend (B) 4-30 Gew.-% Vinylalkoholpolymer. 4. Giessl·osungen gem·ass einem oder mehreren der Anspr·uche 1 - 3, enthaltend (C) 0,02-2 Gew.-% dichroitischen Farbstoff. 5. Giessl·osungen gem·ass einem oder mehreren der Anspr·uche 1 - 4, enthaltend 0,5-50 Gew.-% (D). 6. Giessl·osungen gem·ass einem oder mehreren der Anspr·uche 1 - 5 enthaltend eine Verbindung aus der Reihe Glycerin, Ethylenglykol, Trimethylolethan, Trimethylolpropan, Tetramethylolethan, Sorbit, Mannit, Diethylenglykol, Triethylenglykol, Ethylenglykolmono- und -dimethylether, Ethylenglykolmono- und diethylether, Diethylenglykolmono- und -dimethylether, Diethylenglykolmono- und diethylether, Propanolamin, Ethanolamin, N,N min -Dimethylformamid, Acetamid, N-Methylpyrrolidon, Pyrrolidon, epsilon -Caprolactam, Methanol, Ethanol, Propanol. 7. Giessl·osungen gem·ass einem oder mehreren der Anspr·uche 1-6, enthaltend ein Glycerin-DMF-, Glycerin-Methanol-, Glycerin-Ethylenglykolmonomethylether- oder Glycerin-Ethylenglykoldimethylether-Gemisch. 8. Giessl·osungen gem·ass einem oder mehreren der Anspr·uche 1-7, enthaltend einen Polyvinylalkohol, der in w·assriger L·osung eine Viskosit·at > 4 m Pa.sec<2> bei 20 DEG C aufweist. 9. Giessl·osungen gem·ass einem oder mehreren der Anspr·uche 1-8, enthaltend einen Polyvinylalkohol, der durch Verseifung von Polyvinylacetat hergestellt worden ist und einen Verseifungsgrad > 80 Mol-% aufweist. DESCRIPTION: W·assrige Giessl·osungen zur Herstellung lichtpolarisierender Folien oder Filme auf Polyvinylalkohol-Basis Die Erfindung betrifft w·assrige Giessl·osungen zur Herstellung lichtpolarisierender Folien oder Filme auf Polyvinylalkohol-Basis. Es ist bekannt, ganz oder teilverseiftes Polyvinylacetat mit dichroitischen Chromophoren zu versetzen, um daraus Polarisationsfolien herzustellen. Technische Verwendung haben bislang ganz ·uberwiegend die iod-haltigen Polarisatoren auf der Basis von Polyvinylalkohol-Folien gefunden, die beispielsweise in den passiven Fl·ussigkristall-Displays zur Sichtmarmachung der Information eingesetzt werden. Das wirksame Agens dieser Filme ist der Iod-Polyvinylalkohol-Komplex [M. M. Zwick, J. Appl. Polym. Sci.; 9,2393-2424 (1965)], der das Tageslicht zwar breitbandig, aber nicht vollst·andig absorbiert. Im kurzwelligen (orange-gelben) Bereich ist ein "Loch", d.h. ein Bereich verminderter Extinktion, weswegen die Folien eine blaue Eigenfarbe zeigen. Eine wichtige kritische Gr·osse eines Displays ist die Ablesbarkeit bei verschiedenen Beleuchtungsverh·altnissen, sie wird ·ublicherweise als "Perceived contrast ratio" (PCR) angegeben. Aus diesem folgt, dass die Transmission einerseits in der Sperrstellung so klein wie m·oglich (Ablesbarkeit bei Dunkelheit), andererseits in der Durchgangsstellung so gross wie m·oglich (Ablesbarkeit bei Helligkeit) gemacht werden muss. Dies erfordert eine ganz gleichm·assige, m·oglichst hohe Polarisationsleistung des Filters ·uber den gesamten spektralen Bereich, welche mit der Iodfolie prinzipiell nicht erreicht werden kann. Es hat nicht an Versuchen gefehlt, Iod durch Farbstofftripel dichroitischer Farbstoffe zu ersetzen, um ein Neutralgrau mit gleichm·assigem Dichroismus zu erzeugen. Hierzu ist nicht nur eine Gamme leistungsf·ahiger Farbstoffe notwendig, sondern auch ein Verfahren, um den im Molek·ul vorhandenen Dichroismus wirksam werden zu lassen. Bei dem gew·ohnlich verwendeten Iod f·arbt man auf konventionelle Art und Weise eine zuvor gereckte Polyvinylalkoholfolie an, wobei der Ordnungszustand des Polymers durch den Chromophor abgebildet wird. Der Ordnungszustand wird gew·ohnlich durch das dichroitische Verh·altnis (DV) A PARALLEL /A ORTHOGONAL angegeben, wobei A PARALLEL die Extinktion im Sperrzustand, A ORTHOGONAL die Extinktion im Offenzustand bedeuten (G. Baum: Optical Engineering 16, 291, 1977). Das gleiche F·arbeverfahren l·asst sich in Gegenwart dichroitischer Farbstoffe anwenden, wobei man nur m·assige Ordnungsgrade erreicht (US-4 514 559). Die alternative M·oglichkeit besteht darin, die ungereckte Folie mit dem Farbstoff zu versehen. Entweder geht man von einer ungereckten Polyvinylalkohol-Folie aus (JP 61-255 304), oder man f·arbt das Polymer in der Masse an. Letzteres ist wegen der Temperaturempfindlichkeit des Polyvinylalkohols nur durch Zugabe eines Farbstoffs zu einer L·osung des Polymeren m·oglich. Bei dem L·osungsmittel handelt es sich gew·ohnlich um Wasser oder wasserhaltige Mischungen org. L·osungsmittel. Man erh·alt nach dem Giessen gef·arbte Folien, die gereckt dichroitisch sind. Allerdings ist der so erzielte Dichroismus f·ur eine technische Verwendung nicht ausreichend hoch. Der Polyvinylalkoholfilm ist wasserfrei steif, z·ah und relativ hart. Es ist bekannt, dass Zus·atze von Verbindungen mit hydrophilen, stark polaren Gruppen weichmachende Eigenschaften haben. So sind Versuche bekannt geworden, durch Zus·atze von 5 - 17 Gew.-% Glycerin, bezogen auf die Summe der Gewichte von Glycerin und Polyvinylalkohol, die Eigenschaften zu beeinflussen. (Derwent 32 063 D/18, Derwent 86-257 411/39, US-PS 4 440 541). Indessen lieferten alle Herstellungsvarianten bisher nur m·assige dichroitische Ergebnisse, weswegen sich die Polarisationsfolien auf der Basis von Farbstoffen gegen die Iodfolie bisher nicht durchsetzen konnten, obgleich sie bei W·arme- oder Feuchteeinwirkung deutlich best·andiger als die Iodfolien sind. Es sind keine Versuchsergebnisse bekannt geworden, in denen ·uber die Ver·anderung des Dichroismus der Farbstoffe in der Matrix durch Zusatzstoffe berichtet wird. Es wurde nun ·uberraschenderweise gefunden, dass sich die erfindungsgem·assen Giessl·osungen zur Herstellung farbstoffhaltiger lichtpolarisierender Folien oder Filme auf Polyvinylalkohol-Basis eignen, die einen verst·arkten Dichroismus der Farbstoffe in der Matrix aufweisen. Die erfindungsgem·assen Giessl·osungen zur Herstellung lichtpolarisierender Filme oder Folien enthalten, bezogen auf die Summe der Gewichte (A) + (B) + (C) + (D) = 100 Gew.-%, (A) 30-95 Gew.-%, vorzugsweise 40-75 Gew.-%, Wasser, (B) 1-40 Gew.-%, vorzugsweise 4-30 Gew.-%, Vinylalkoholpolymer, (C) 0,01-5 Gew.-%, vorzugsweise 0,02-2 Gew.-%, dichroitischen Farbstoff, (D) 0,1-75 Gew.-%, vorzugsweise 0,5-50 Gew.-%, eines oder mehrerer Bestandteile aus der Gruppe aliphatische Polyole mit 2-6 C-Atomen, aliphatische Etherpolyole mit 2-6 C-Atomen, C1-C4-Alkylether von aliphatischen Polyolen mit 2-6 C-Atomen, aliphatische Aminoalkohole mit 2-4 C-Atomen, Amide von aliphatischen C1-C4-Carbons·auren, sowie gegebenenfalls zus·atzlich einen C1-C4-Monoalkohol sowie gegebenenfalls (E) weitere, f·ur Giessl·osungen ·ubliche Zus·atze, z.B. Stabilisatoren, wobei bei Verwendung von Glycerin allein das Gewichtsverh·altnis Glycerin:Vinylalkoholpolymer etwa 0,2-1:1, vorzugsweise 0,3-0,5:1 betr·agt. Der Anteil des C1-C4-Monoalkohols in den L·osungen betr·agt vorzugsweise 0,5 -60 Gew.-%, besonders bevorzugt 3 - 50 Gew.-%, bezogen auf die Summe der Gewichte (A) + (B) + (C) + (D) = 100 Gew.-%. Bei den eingesetzten Polyvinylalkoholen handelt es sich vorzugsweise um Polymere, die durch vollst·andige oder teilweise Verseifung von Polyvinylacetat hergestellt worden sind, insbesondere um Typen, die in 4 %iger w·assriger L·osung eine Viskosit·at > 4 m Pa.sec<2> bei 20 DEG C, vorzugsweise 20 - 70 m Pa.sec<2> bei 20 DEG C, und einem Verseifungsgrad > 80 Mol-%, vorzugsweise 85 - 100 Mol-%, aufweisen. Bei den dichroitischen Farbstoffen handelt es sich um solche, die ·ublicherweise in lichtpolarisierenden Filmen oder Folien eingesetzt werden. Solche Farbstoffe sind z. B. aus den folgenden Publikationen bekannt: W. Hanle, H. Scherer, Zeitschrift f·ur Naturforschung 6 a (1951), S. 437 - 439; US 4 514 559; EP 182 632; JA 59-145 255; JA 60-156 759; JA 60-159 705; JA 60-168 743; JA 60-230 606; JA 61-255 304; JA 61-275 703; JA 61-275 704. Insbesondere lassen sich auch Farbstoffe, die in Form der freien S·aure der Formel EMI5.1 entsprechen, einsetzen, in der Z H oder -SO3H und X,Y -N=N-R, -CF3, -CONH2, -CONHR<1>, -CONR<1>R<2>, -COOH, -COOR<1>, -CN, -NH2, -NHR<1>, -NR<1>R<2>, -OH, -OR<1>, -NHCOR<1>, Halogen, -OCOR1, NO2 oder einen gegebenenfalls substituierten heterocyclischen Rest, R einen Aryl- oder heterocyclischen Rest , vorzugsweise den Rest einer carbocyclisch aromatischen oder heterocyclischen Kupplungskomponente, vorzugsweise der Benzol-, Naphthalin- oder Pyrazolon-Reihe und R<1>, R<2>, gegebenenfalls durch O und/oder S unterbrochenes Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder Aralkyl, wobei die f·ur R, R<1> und R<2> genannten Reste substituiert sein k·onnen, bezeichnen, mit der Massgabe, dass wenigstens ein Rest X oder Y eine Gruppe der Formel -N=N-R ist. Die Farbstoffe werden vorzugsweise in solchen Konzentrationen eingesetzt, dass die erhaltenen Filme oder Folien, bezogen auf das Polymer, 0,025 - 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 - 6 Gew.-%, Farbstoff und 1-20 % Glycerin enthalten. Als aliphatische Polyole (Diole, Triole) mit 2 - 6 C-Atomen seien beispielhaft genannt: Ethylenglykol, Trimethylolethan, Trimethylolpropan, Tetramethylolethan, Sorbit, Mannit, Clycerin. Als aliphatische Etherpolyole mit 2 - 6 C-Atomen seien beispielhaft genannt: Diethylenglykol, Triethylenglykol. Als C1-C4-Alkylether der genannten Polyole seien beispielhaft genannt: Ethylenglykolmono- und -dimethylether, Ethylenglykolmono- und diethylether, Diethylenglykolmono- und -dimethylether, Diethylenglykolmono und -diethylether. Als aliphatische C2-C4-Aminoalkohole seien beispielhaft genannt: Propanolamin, Ethanolamin. Als Amide von aliphatischen C1-C4-Carbons·auren seien beispielhaft genannt: N,N-Dimethylformamid, Acetamid, N-Methylpyrrolidon, Pyrrolidon, epsilon -Caprolactam. Als C1-C4-Alkanole seien beispielhaft Methanol, Ethanol und Propanol genannt. Besonders bevorzugt ist der Einsatz von Gemischen, insbesondere von Gemischen, die Glycerin enthalten, wie Glycerin-DMF-, Glycerin-Methanol-, Glycerin-Ethylenglykolmonomethylether-sowie Glycerin-Ethylenglykoldimethylether-Gemischen und entsprechenden Gemischen, die an Stelle von Glycerin ein anderes der genannten Polyole enthalten. Nach dem Giessen werden die Filme oder Folien bei Raumtemperatur oder erh·ohter Temperatur (80 - 160 DEG C, vorzugsweise 120 - 140 DEG C) im Verh·altnis 1 : 2 bis 1 : 10, vorzugsweise 1 : 4 bis 1 : 8, uniaxial verstreckt. Die hergestellten lichtpolarisierenden Filme oder Folien haben vorzugsweise eine Dicke von 10 - 150 mu . Gew·unschtenfalls k·onnen die farbstoffhaltigen Filme auch einer Nachbehandlung, z.B. mit w·assriger Bors·aurel·osung, zwecks Verbesserung der Lichtdurchl·assigkeit oder des Polarisationskoeffizienten unterworfen werden. Die Bedingungen, unter denen diese Nachbehandlung durchgef·uhrt wird, k·onnen abh·angig vom Filmmaterial und Farbstoff schwanken. Vorzugsweise arbeitet man mit einer 1-15 gew.-%igen, besonders bevorzugt 5-10 gew.-%igen, Bors·aurel·osung bei 30-80 DEG C, besonders bevorzugt 50-80 DEG C. Vorzugsweise setzt man der Bors·aurel·osung Tenside und gegebenenfalls anorganische Salze zu. Die Tenside k·onnen nicht-ionisch, kationisch oder anionisch sein; bevorzugt sind sie nicht-ionisch. Beispiele f·ur nicht-ionische Tenside sind: Additionsprodukte vom Ethylenoxid an h·ohere Alkohole oder Additionsprodukte vom Ethylenoxid an Nonylphenol. Vorzugsweise verwendet man, bezogen auf Wasser, 0,005 -0,5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,02 -0,2 Gew.-% Tensid. Als anorganische Salze kommen vorzugsweise Natriumsulfat und weiterhin Kaliumsulfat, Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Natriumnitrat, Kaliumnitrat in Betracht. Bezogen auf Wasser, werden vorzugsweise 0,1 - 5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,3 -3 Gew.-%, anorganische Salze eingesetzt. Gew·unschtenfalls kann noch eine Fixierungsbehandlung mit einer w·assrigen L·osung einer hochmolekularen kationischen Verbindung vorgenommen werden. Die lichtpolarisierenden Filme oder Folien k·onnen in an sich bekannter Weise mit anderen Materialien compoundiert oder laminiert werden. Als Schutz·uberzug eignen sich z.B. Folien aus einem Tetrafluorethylen-Hexafluorethylen Copolymer oder einem anderen Fluorkohlenwasserstoff-Harz, einem Polyester-, Polyolefin- oder Polyamid-Harz, bevorzugt Celluloseester, insbesondere -(tri)-acetat, -propionat, -butyrat, Polycarbonat. Beispiel 1 0,05 g salz- und stellmittelfreier Farbstoff der Formel EMI10.1 4,95 g TM Mowiol 28-99 (verseiftes Polyvinylacetat; Verseifungsgrad 99,4 +/- 0,4 Mol-%; Viskosit·at der 4 %igen w·assrigen L·osung bei 20 DEG C = 28 +/- 2,0 m Pa.sec<2> ; Hersteller: Hoechst AG) werden in 95 g Wasser klar gel·ost. Zu dieser L·osung gibt man die in der Tabelle 1 angegebenen Mengen Additiv hinzu und mischt intensiv. Die Mischung wird mit einem Rakel auf einer Glasplatte in 500 mu dicker Schicht aufgezogen und nach dem Trocknen und Abl·osen von der Unterlage bei 130 DEG C um 700 % gereckt. Man erh·alt dichroitische Verh·altnisse (DV), welche die der ohne Zusatz hergestellten Folien deutlich ·ubertreffen. Id=Tabelle 1 Columns=2 Head Col 1: g Head Col 2: Zusatz 4Glykolmonomethylether 1Ethylenglykol 1Tetraethylenglykol 1Diethylenglykol 1Triethylenglykol 1Trimethylolethan 1Sorbit 1N,N-Dimethylformamid 1N-Methylpyrrolidon 1Glycerin + 2 n-Propanol 1Glycerin + 2N,N-Dimethylformamid 1Glycerin + 1 Diethylenglykol 2Glycerin + 2 Methanol 2,5Glycerin + 5 Methanol 2,5Glycerin 1,25Glycerin EMI12.1 Id=Tabelle 2 Columns=3 Head Col 1: Farbstoff Head Col 2: g Head Col 3: Zusatz A5Methanol + 2,5 Glycerin B5Methanol + 2,5 Glycerin Beispiel 3 Analog zu Beispiel 1 werden Folien aus TM Mowiol 4-98 (verseiftes Polyvinylacetat, Verseifungsgrad 98 +/- 0,4 Mol-%; Viskosit·at der 4 %igen w·assrigen L·osung bei 20 DEG C: 4 +/- 1,0 m Pa.sec<2> ; Hersteller: Hoechst AG) an Stelle von TM Mowiol 28-99 mit folgenden Farbstoffen hergestellt: EMI13.2 Unter Zusatz der in Tabelle 3 angegebenen Additve erh·alt man Folien mit hohen dichroitischen Verh·altnissen. Id=Tabelle 3 Columns=3 Head Col 1: Farbstoff Head Col 2: g Head Col 3: Zusatz C5Methanol + 2,5 Glycerin D5Methanol + 2,5 Glycerin Beispiel 4 Analog zu Beispiel 1 wird eine Folie aus TM Mowiol 40-88 (verseiftes Polyvinylacetat; Verseifungsgrad 87,7 +/- 1,0 Mol-%; Viskosit·at der 4 %igen w·assrigen L·osung bei 20 DEG C: 40 +/- 2,0 m Pa.sec<2> ; Hersteller: Hoechst AG) an Stelle von TM Mowiol 28-99 und der in Beispiel 1 angegegebenen Farbstoff hergestellt. Unter Zusatz der in Tabelle 4 angegebenen Additive erh·alt man Folien mit hohen dichroitischen Verh·altnissen. Id=Tabelle 4 Columns=2 Head Col 1: g Head Col 2: Zusatz 0,5Glycerin + 5Glykolmonoethylether 1Glycerin + 2 DMF Beispiel 5 0,2 g des Farbstoffs (B) (s. Beispiel 2) l·ost man in 100 g heissem Wasser auf. Zu dieser L·osung gibt man 10 g Glycerin und l·asst erkalten. In die erkaltete L·osung tr·agt man 19,8 g TM Mowiol 28-99 unter R·uhren ein. Nach einst·undigem R·uhren bei Raumtemperatur erhitzt man auf 90 DEG C und r·uhrt so lange bei dieser Temperatur bis nach ca. 4 Stunden eine homogene Mischung entstanden ist. Bei 50 DEG C r·uhrt man dann langsam 5 g Methanol ein. Die warme L·osung wird durch eine Filterpresse unter Aufpressen von Luft filtriert und danach durch kurzzeitges Evakuieren entgast. Die Giessl·osung ist bei 60-70 DEG C giessf·ahig und haltbar. Zur Erzeugung einer Folie wird die 60-70 DEG C warme Giessl·osung mit einem 500 mu -Rakel auf eine auf ca. 50 DEG C vorgew·armte Unterlage, (Glas, hydrophilierte PE-Folie etc.) aufgetragen und die erhaltene Schicht dann getrocknet. Man erh·alt einen ca, 37 mu dicken Film, der abgezogen werden kann. Nach Recken der Folie bei 130 DEG C um 740 % ergibt sich eine Folie, die 13,6 mu dick ist und ein dichroitisches Verh·altnis von 37,8 zeigt. Alternativ kann die obige 60-70 DEG warme L·osung aus einer Giessvorrichtung mit einer Schichtdicke von ca. 120 mu auf eine auf ca. 50 DEG C vorgew·armte, rotierende Trommel (Durchmesser ca. 20 cm) aufgegossen werden. Nach einer Umdrehung ist die Folie trocken und kann kontinuierlich abgezogen werden; sie ist ca. 20-30 mu dick. Nach Reckung bei 130 DEG C erh·alt man eine Folie von 14,5 mu mit einem dichroitischen Verh·altnis von 35,2. Beispiel 6 0,8 g Reinfarbstoff der in Beispiel 1 angegebenen Formel werden in einer Mischung aus 260 ml Wasser, 40 g Glycerin und 140 g Methanol in der W·arme gel·ost. Man gibt danach 79,2 g TM Mowiol 28-99 unter R·uhren hinzu und h·alt die Mischung einige Stunden auf 60-70 DEG C. Nach Filtrieren wird die warme L·osung mit einem 500 mu -Rakel auf eine ca. 50 DEG C vorgew·armte Unterlage aufgetragen und die Schicht getrocknet. Man erh·alt einen 64 mu dicken Film, der nach dem Recken 22 mu dick ist und im Absorptionsmaximum ein dichroitisches Verh·altnis von 31,5 zeigt. Beispiel 7 Man wiederholt den in Beispiel 6 beschriebenen Versuch mit 1,28 g einer Mischung zu gleichen Teilen der Farbstoffe aus Beispiel 2 und einer L·osung aus 220 ml Wasser, 200 g Methanol, 40 g Glycerin und 52 g TM Mowiol 28-99. Die tiefrubinrote Folie hat nach dem Recken eine Dicke von 24 mu und im sichtbaren Teil des Spektrums zwischen 400 nm und 630 nm ein dichroitisches Verh·altnis >20 bis 35 bei einer optischen Dichte von ca. 6 im absorbierenden Zustand.