TITLE: Lactam melts with higher viscosity and their use. European Patent Application EP0429827 A2 ABSTRACT: The invention relates to lactam melts of increased viscosity, to their preparation and to their use, preferably in the area of activated anionic lactam polymerisation (cast polyamide). According to the invention, certain water- and/or alcohol-soluble polymers containing amide and/or amine and/or ether groups which no longer contain any acidic hydrogen atoms on these functional groups and which are soluble in the lactam melt, are added in amounts of 2-20% by weight to the lactam melts. The preferred lactam is epsilon -caprolactam. Lactam melts of increased viscosity are suitable, for example, for the incorporation of reinforcing agents and fillers. INVENTORS: Heinz, Dr. Hans-detlef (DE) Fahnler, Friedrich (DE) Dujardin, Dr. Ralf (DE) Meyer, Dr. Rolf-volker (DE) Dhein, Dr. Rolf (DE) APPLICATION NUMBER: EP19900119822 PUBLICATION DATE: 06/05/1991 FILING DATE: 10/16/1990 ASSIGNEE: BAYER AG (DE) INTERNATIONAL CLASSES: C08G69/14; C08G69/16; C08G69/44; C08G73/02; C08L77/02; C08L77/12; C08L79/00; C08L79/02; (IPC1-7): C08G69/16; C08G69/44; C08L77/02; C08L77/12 EUROPEAN CLASSES: C08G69/16; C08G69/44; C08G73/02E; C08L77/02+B2; C08L77/12+B2 FOREIGN REFERENCES: 4485220 Polyoxazoline modified unsaturated polyesteramides OTHER REFERENCES: PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 3, no. 7 (C-34)24. Januar 1979 & JP-53 130 797 ( UBE KOSAN K.K. ) DATABASE WPI Week 7608, Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 76-13953X & JP-A-51 001 715 (TORAY INDS INC) CLAIMS: 1. Lactamschmelzen mit erh·ohter Viskosit·at auf Basis von Lactamen mit mindestens 4 C-Atomen im Ring, dadurch gekennzeichnet, dass sie 2-20 Gew.-% (bezogen auf die verdickte Lactamschmelze), bevorzugt 3-18 Gew.-% und besonders bevorzugt 5-15 Gew.-% an wasser- und/oder alkoholl·oslichen Polymeren mit Amid-und/oder Amin- und/oder Ethergruppen, wobei die funktionellen Gruppen keine aciden H-Atome mehr tragen sollen, enthalten, bevorzugt Poly(2-alkyloxazoline), Poly-N-vinyllactame, Polyvinylpyridine und Poly-N-alkyl-N-vinylamide, wobei die Viskosit·aten der resultierenden Lactamschmelzen zwischen 20 und 2000 mPa.s bei 135 DEG C liegen. 2. Lactamschmelzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bevorzugt als Verdicker eingesetzt werden: A. Polyalkyloxazolin-Homo- und -Copolymere auf Basis des Bausteins (I), EMI20.1 wobei R einen (ar)aliphatischen Rest mit 1-30, bevorzugt 1-5, C-Atomen oder einen (Alk)arylrest mit 6-20 C-Atomen, bedeuten, wobei die Homopolymeren des Bausteins (I) besonders bevorzugt sind, B. Poly-N-vinyllactam-Homo- und -Copolymere auf Basis des Bausteins (II) EMI21.1 wobei n eine ganze Zahl von 2-15, bevorzugt 3-6 und 10-12, ist, und wobei die Homopolymeren besonders bevorzugt sind, C. Polyvinylpyridin-Homo- und -Copolymere auf Basis des Bausteins (III) EMI21.2 wobei R einen C1-8-Kohlenstoffrest oder (besonders bevorzugt) Wasserstoff bedeuten, und die Homopolymeren des Bausteins (III) besonders bevorzugt sind, und D. Poly-N-vinyl-N-alkylamid-Homo- und -Copolymere auf Basis des Bausteins (IV) EMI22.1 wobei R1, R2 unabh·angig voneinander einen C1-10-Kohlenstoffrest bedeuten, bevorzugt einen C1-5-Rest, und wobei wiederum die Homopolymeren besonders bevorzugt sind und dass besonders bevorzugt u.a. eingesetzt werden: EMI22.2 EMI23.1 wobei die Molekulargewichte (Mw) der Verdicker mindestens 10 000, bevorzugt mindestens 50 000 und besonders bevorzugt mindestens 100 000 g mol<-><1> betragen sollen, wobei die Mn-Werte der Polymeren (VI) ganz besonders bevorzugt mindestens 300.000 g mol<-><1> betragen sollen. 3. Lactamschmelzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickerpolymeren zu 2 bis 20 Gew.-%, bevorzugt 3 bis 18 Gew.-% und besonders bevorzugt 4 bis 15 Gew.-% eingesetzt werden, wobei die Viskosit·atswerte der resultierenden Lactam schmelzen bei 135 DEG C bevorzugt mindestens 50 mPa.s und besonders bevorzugt mindestens 100 mPa.s, betragen. 4. Lactamschmelzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Lactam besonders bevorzugt epsilon -Caprolactam, gegebenenfalls in Kombination mit anderen omega -Lactamen (bevorzugt omega -Laurinlactam), eingesetzt wird. 5. Lactamschmelzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass (gegebenenfalls einbaubare) Weichsegmente bzw. Elastomere anwesend sind. 6. Lactamschmelzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie F·ull- und/oder Verst·arkungsstoffe in einer Menge bis 60, bevorzugt 5-40 Gew.-%, enthalten und, dass als F·ull- bzw. Verst·arkungsstoffe die bekannten F·ullstoffe/Verst·arkungsstoffe wie z.B. mineralische F·ullstoffe, Glaskugeln, Glasfasern, Kohlenstoffasern und andere mehr eingesetzt werden. 7. Verwendung der Lactamschmelzen nach Anspr·uchen 1-6 zur Herstellung von Polyamiden, insbesondere durch aktivierte anionische Polymerisation (Gusspolyamid), unter Verwendung ·ublicher Katalysatoren (bevorzugt Metallcaprolactamate wie z.Bsp. Natriumcaprolactamat) und Aktivatoren (bevorzugt (gegebenenfalls blockierte) (Poly)isocyanate wie z.B. Hexamethylendiisocyanat bzw. trimerisierte oder polymere Abk·ommlinge desselben, und Acyllactame) sowie gegebenenfalls unter Zusatz ·ublicher Zusatzstoffe, bevorzugt unterhalb des Schmelzpunktes des jeweils entstehenden Polyamids. 8. (Guss)polyamid-(Artikel), hergestellt aus Lactamschmelzen nach Anspr·uchen 1-6 unter Verwendung ·ublicher Katalysatoren (bevorzugt Metallcaprolactamate wie z.Bsp. Natriumcaprolactamat) und Aktivatoren (bevorzugt (gegebenenfalls blockierte) (Poly)isocyanate wie z.B. Hexamethylendiisocyanat bzw. trimerisierte oder polymere Abk·ommlinge desselben, und Acyllactame) sowie gegebenenfalls weiterer ·ublicher Zusatzstoffe. 9. Verfahren zur Herstellung der (Guss)polyamid-(Artikel) unter Verwendung der Lactamschmelzen nach Anspr·uchen 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lactamschmelzen bei Anwesenheit ·ublicher Katalysatoren und Aktivatoren, bevorzugt unterhalb des Schmelzpunkts des jeweils entstehenden Polyamids, polymerisiert werden. DESCRIPTION: Lactamschmelzen mit erh·ohter Viskosit·at und ihre Verwendung Die Erfindung betrifft Lactamschmelzen mit erh·ohter Viskosit·at, ihre Herstellung sowie ihre Verwendung, bevorzugt im Bereich der aktivierten anionischen Lactampolymerisation (Gusspolyamid). Den Lactamschmelzen werden erfindungsgem·ass bestimmte wasser- und/oder alkoholl·osliche Polymere mit Amid- und/oder Amin- und/oder Ethergruppen, welche kein acides H-Atom an diesen funktionellen Gruppen mehr enthalten und welche sich in der Lactamschmelze aufl·osen, in Mengen von 2-20 Gew.-% zugesetzt. Bevorzugtes Lactam ist epsilon -Caprolactam. Lactamschmelzen erh·ohter Viskosit·at eignen sich z.B. f·ur die Aufnahme von Verst·arkungs- und F·ullstoffen. Gusspolyamidteile, z.B. aus epsilon -Caprolactam hergestellt, weisen bekanntlich ein hohes Niveau der mechanischen Eigenschaften auf; aufgrund ihrer gegen·uber Standardspritzgussteilen erh·ohten Kristallinit·at sowie der wesentlich h·oheren Molekulargewichte sind fast alle mechanischen Eigenschaftswerte gegen·uber durch Polykondensation hergestellten Polyamiden verbessert. Aus diesem Grund lst Gusspolyamid ein attraktiver Werkstoff. Ein Nachteil gegen·uber den durch Polykondensation hergestellten Polyamiden liegt aber darin, das es sich im allgemeinen nicht thermoplastisch verarbeiten l·asst. Alle Zusatzstoffe, die im Formteil anwesend sein sollen, m·ussen daher im allgemeinen in die Lactamschmelze vor der Polymerisation eingebracht werden. Die Herstellung von Gusspolyamidteilen, ausgehend von niedrigviskosen Lactamschmelzen und Katalysatoren sowie Aktivatoren (aktivierte anionische Polymerisation) ist bekannt (z.B. Vieweg, M·uller; Kunststoff-Handbuch Bd. VI, Carl Hanser Verlag, M·unchen 1966). Gegen·uber Polyurethan-RIM-Systemen ist die Verfahrenstechnik einfacher, da z.B. aufgrund der sehr niedrigviskosen Lactamschmelzen drucklos und unter Einsatz einfacher Pumpen gef·ordert werden kann. F·ur viele Einsatzgebiete w·are es nun w·unschenswert; die guten mechanischen Eigenschaften von Gusspolyamidteilen weiter zu steigern, z.B. H·arte, Steifigkeit und Festigkeit, vor allem auch den Kriechmodul, indem Verst·arkungs- bzw. F·ullstoffe zugesetzt werden, wie es von Spritzgussmaterialien her bekannt ist. Genau hier wirkt sich aber die geringe Viskosit·at der Lactamschmelzen sehr nachteilhaft aus, da aufgrund des Dichteunterschiedes z.B. Glasfasern sehr schnell sedimentieren. Dies macht die Herstellung eines glasfaserverst·arkten Gusspolyamids auf konventionellem Wege sehr schwierig. Es gibt vor allem zwei Methoden, die Viskosit·at von Fl·ussigkeiten zu erh·ohen, n·amlich einmal durch Thixotropierung und einmal durch Zugabe sich in dem Medium l·osender und die Viskosit·at erh·ohender Mittel. Im Falle der apparativen Gegebenheiten bei der Herstellung von Gusspolyamidteilen kann vermutet werden, dass eine Thixotropierung der Schmelze ung·unstig ist, da eine R·uhrbarkeit und damit Dispergierbarkeit der F·ullstoffe nur im unmittelbaren Bereich des R·uhrers gegeben ist. Von daher erscheint eine homogene Verteilung der Verst·arkungsstoffe kaum m·oglich. Weiterhin erscheint es in den ·ublicherweise verwendeten Apparaturen kaum m·oglich, die Thixotropiermittelpartikel fein genug zu verteilen, da hierzu im allgemeinen hohe Schergeschwindigkeiten ben·otigt werden. Eigene Versuche best·atigten Nachteile bei Verwendung von Thixotropiermitteln. Daher ist die zweite M·oglichkeit, die Viskosit·at der Lactamschmelzen durch Einbringen eines gut l·oslichen, die Viskosit·at steigernden Additivs zu erh·ohen, bei weitem vorzuziehen. Problematisch ist hier allerdings, das die aktivierte anionische Polymerisation von Lactamen ein chemisch sehr empfindliches System darstellt, das durch die allermeisten Zusatzstoffe gest·ort wird. ·Ubliche Verdickungsmittel wie beispielsweise Polyvinylalkohol oder Poly acryls·aure st·oren im allgemeinen entweder die Polymerisation oder sind in den Lactamschmelzen zu wenig l·oslich. ·Uberraschend wurde nun gefunden, das die Viskosit·at von Lactamschmelzen durch Zusatz spezieller, wasser- und/oder alkoholl·oslicher Polymerer mit Amid- und/oder Amin-und/oder Ethergruppen, welche kein acides H-Atom an den funktionellen Gruppen tragen, drastisch erh·oht werden kann, wobei sie eine sehr gute L·oslichkeit wie auch L·osegeschwindigkeit in den Lactamen besitzen, und dass durch diese Massnahme die aktivierte anionische Polymerisation im allgemeinen nicht oder nur wenig gest·ort wird. Weiterhin wurde gefunden, dass diese Lactamschmelzen sich sehr gut zur Herstellung verst·arkter und gef·ullter Gusspolyamidteile eignen, da die F·ullstoffe/Verst·arkungsstoffe entweder gar nicht oder nur so langsam sedimentieren, das eine gute homogene Verteilung resultiert. Gegenstand der Erfindung sind daher Lactamschmelzen auf Basis von Lactamen mit mindestens 4 C-Atomen im Ring mit erh·ohter Viskosit·at, dadurch gekennzeichnet, dass sie 2-20 Gew.-% (bezogen auf die verdickte Lactamschmelze), bevorzugt 3-18 Gew.-% und besonders bevorzugt 4-15 Gew.-% an wasser- und/oder alkoholl·oslichen Polymeren mit Amid- und/oder Amin- und/oder Ethergruppen, wobei die funktionellen Gruppen keine aciden H-Atome mehr tragen sollen, enthalten, bevorzugt Poly(2-alkyloxazoline), Poly-N-vinyllactame, Polyvinylpyridine und Poly-N-alkyl-N-vinylamide, wobei die Viskosit·aten der resultierenden Lactamschmelzen zwischen 20 und 2000 mPa.s bei 135 DEG C liegen sollen. Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung der erfindungsgem·assen Lactamschmelzen zur Herstellung von Polyamiden, bevorzugt durch aktivierte anionische Polymerisation, insbesondere zur Herstellung verst·arkter und/oder gef·ullter Gusspolyamidteile. Gegenstand der Erfindung sind auch ein Verfahren zur Herstellung dieser (Guss)polyamid(teil)e sowie die durch Verwendung der erfindungsgem·assen Lactamschmelzen hergestellten (Guss)polyamid(teil)e. Die erfindungsgem·ass als Verdicker einzusetzenden Polymeren sind prinzipiell bekannt, oder k·onnen nach prinzipiell bekannten Verfahren hergestellt werden. Bevorzugt sind als Verdicker: 1. Polyalkyloxazolin-Homo- und -Copolymere auf Basis des Bausteins (I), EMI5.1 wobei R einen (ar)aliphatischen Rest mit 1-30, bevorzugt 1-5, C-Atomen oder einen (Alk)arylrest mit 6-20 C-Atomen, bedeuten, wobei die Homopolymeren des Bausteins (I) besonders bevorzugt sind, 2. Poly-N-vinyllactam-Homo- und -Copolymere auf Basis des Bausteins (II) EMI6.1 wobei n eine ganze Zahl von 2-15, bevorzugt 3-6 und 10-12, ist, und wobei die Homopolymeren besonders bevorzugt sind, 3. Polyvinylpyridin-Homo- und -Copolymere auf Basis des Bausteins (III) EMI6.2 wobei R einen C1-8-Kohlenstoffrest oder (besonders bevorzugt) Wasserstoff bedeuten, und die Homopolymeren des Bausteins (III) besonders bevorzugt sind, und 4. Poly-N-vinyl-N-alkylamid-Homo- und -Copolymere auf Basis des Bausteins (IV) EMI7.1 wobei R1, R2 unabh·angig voneinander einen C1-10-Kohlenstoffrest bedeuten, bevorzugt einen C1-5-Rest, und wobei wiederum die Homopolymeren besonders bevorzugt sind. Spezifische Beispiele f·ur Polymere auf Basis der Bausteine (I) bis (IV) sind: EMI7.2 EMI8.1 Diese Polymeren (V) bis (X) z·ahlen zu den besonders bevorzugt erfindungsgem·ass einzusetzenden Polymeren. Insbesondere ist Polyvinylpyrrolidon(VI) bevorzugt. Als Literaturhinweis sei auf Encyclopedia of Polymer Science & Engineering, Interscience Publishers, John Wiley & Sons, New York 1971, und Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Erg·anzungsband E 20, Georg Thieme-Verlag, Stuttgart 1987, verwiesen. Die Verdickerpolymeren werden bevorzugt den zu polymerisierenden Lactamschmelzen in einer solchen Menge zugesetzt, dass die Viskosit·at (ohne F·ull- und/oder Verst·arkungsstoffe) mindestens ca. 50 mPa.s bei ungef·ahr 135 DEG C (gemessen mit einem Brookfield-Viskosimeter), besonders bevorzugt mindestens 100 mPa.s und insbesondere mindestens 150 mPas, betr·agt. Diese Viskosit·at ist im allgemeinen ausreichend, um, je nach Menge, eine ausreichend stabile Dispersion der F·ull- und Verst·arkungsstoffe, z.B. Glasfasern, zu erreichen. Andererseits sollte die Viskosit·at der Lactamschmelze (ohne F·ull-/Verst·arkungsstoffe) bevorzugt nicht h·oher als ungef·ahr 1.500 mPa.s, besonders bevorzugt 1000 mPa.s, liegen, da ansonsten die Verarbeitbarkeit erschwert sein kann. Je nach Molekulargewicht und Typ der Verdickerpolymeren werden dazu besonders bevorzugt 4-15 Gew.-% (bezogen auf die verdickte Lactamschmelze) der Verdicker eingesetzt. Die Verdicker werden einzeln oder in einem beliebigen Gemisch eingesetzt. Die Verdicker sind in der Lactamschmelze in gel·oster Form enthalten. Darunter wird im Rahmen der Erfindung verstanden, dass eine f·ur das Auge klare Schmelze vorliegt. Ebentuell vorhandene unl·osliche Anteile sollten nicht mehr als maximal 5 % betragen. Die Molmassen (Mw) der Verdickerpolymere k·onnen variieren; sie sollten i.a. aber mindestens 10 000 gmol<-><1>, bevorzugt mindestens 50 000 gmol<-><1> und besonders bevorzugt mindestens 100 000 gmol<-><1> betragen. Polyvinylpyrrolidon(VI) sollte besonders bevorzugt ein Molekulargewicht Mn von mindestens 300.000 g mol<-><1> besitzen. Als Lactame zur Herstellung des Guss-Polyamids sind Lactame mit mindestens 4 C-Atomen im Ring geeignet. Bevorzugte Lactame sind epsilon -Caprolactam und omega -Laurinlactam. Besonders bevorzugt wird Caprolactam verwendet. Die Lactame k·onnen auch in einem beliebigen Gemisch eingesetzt werden. Es k·onnen prinzipiell alle bekannten Katalysatoren eingesetzt werden, z.B. die Natriumsalze des Caprolactams und des Pyrrolidons, Natriumhydrid, Natriummethanolat, Caprolactammagnesiumbromid und -iodid. Es k·onnen prinzipiell alle bekannten Aktivatoren eingesetzt werden, z.B. Isocyanate, S·aurechloride, S·aureanhydride, Carbodiimide, Umsetzungsprodukte aus diesen Verbindungen mit Lactamen usw. Bevorzugte Katalysatoren sind die Natriumsalze des Caprolactams und des Pyrrolidons sowie Caprolactammagnesiumbromid und -iodid. Bevorzugte Aktivatoren sind Isocyanate und S·aurechloride bzw. die jeweiligen Umsetzungsprodukte mit Lactamen. Zur Herstellung der erfindungsgem·assen Lactamschmelzen k·onnen beispielsweise die Lactame mit den reinen Polymeren gemischt und aufgeschmolzen oder auch die reinen Polymeren bzw. L·osungen derselben in fl·uchtigen L·osungsmitteln, z.B. Methanol oder Wasser, mit geschmolzenen Lactamen gemischt werden (unter gegebenenfalls anschliessendem Abziehen des L·osungsmittels). Gegebenenfalls kann es n·otig sein, die Verdickerpolymeren vor dem Einsatz zu trocknen. Es k·onnen neben den erfindungsgem·ass einzusetzenden Verdickerpolymeren (und den gegebenenfalls anwesenden F·ull- bzw. Verst·arkungsstoffen) auch (gegebenenfalls funktionalisierte) Kautschuke bzw. Weichsegmente in der Schmelze enthalten sein, z.B. Polyether, Polydiene u.a., wie sie im Stand der Technik f·ur Polyamide beschrieben sind. Dabei sind funktionalisierte Weichsegmente bevorzugt, die chemisch, z.B. als Bl·ocke, in das PA eingebaut werden k·onnen. Entsprechende Weichsegmente sowie Verfahren, sie in das PA einzubauen, z.B. ·uber Kopplung an den Aktivator, sind in grosser Zahl bekannt. Beispielsweise k·onnen aminierte Weichsegmente, z.B. Polyether, mit Polyisocyanaten zu Isocyanat-terminierten Weichsegmenten umgesetzt werden, welche dann einen poly meren Aktivator darstellen, oder es k·onnen OH-terminierte Polyether mit Dicarbons·auredichloriden, z.B. Terephthals·auredichlorid, zu S·aurechlorid-terminierten Polyethern und anschliessend mit einem Lactam zu einem polymeren Aktivator umgesetzt werden. Bei Anwesenheit von Elastomeren kann, je nach Menge derselben, die zur Erzielung einer ausreichenden Viskosit·at notwendige Menge an Verdickerpolymeren unter Umst·anden auch geringer als 2 %, z.B. 1,5 %, sein. Solche elastomerhaltige Lactamschmelzen sind auch Gegenstand der Erfindung. Je nach Art des Elastomersegments bzw. der Endgruppen bzw. der Art der Verkn·upfung mit dem Aktivator kann die Wahl des Katalysators eingeschr·ankt sein, z.B. dann, wenn der Katalysator das Elastomersegment abbaut. Entsprechende optimale Kombinationen sind bevorzugt erfindungsgem·ass einzusetzen. Prinzipiell sind als Verdicker f·ur Lactamschmelzen alle in dem jeweiligen Lactam bei ca. 140 DEG C gut l·oslichen Polymere geeignet; die Wahl wird jedoch drastisch eingeschr·ankt, da die aktivierte anionische Polymerisation von Lactamen ein chemisch sehr empfindliches System darstellt, welches mit einer Vielzahl von Strukturen, insbesondere H-aciden Verbindungen, reagieren kann, was sich dann durch Polymerisationsst·orungen bemerkbar macht. Die ·uberraschende Erkenntnis war, dass die erfindungsgem·ass einzusetzenden Verdickerpolymeren im allgemeinen, wenn ·uberhaupt, nur relativ geringe Polymeri sationsst·orungen bewirken (das Ausmass von Polymerisationsst·orungen kann von dem jeweils verwendeten Katalysator/Aktivatorsystem abh·angen), eine gute Viskosit·atsergiebigkeit und eine sehr gute L·oslichkeit zeigen. Die erfindungsgem·ass einzusetzenden Verdickerpolymeren stellen also ein besonders geeignetes Verdickersystem dar. Es ist bekannt, dass z.B. Polyvinylpyrrolidon als Verdicker f·ur Wasser bzw. Formulierungen auf Basis Wasser benutzt werden kann. Daraus kann aber die erfindungsgem·asse Viskosit·atserh·ohung von (wasserfreien) Lactamschmelzen bei erh·ohter Temperatur nicht abgeleitet werden, da es sich bei dem einen (Wasser) um ein hochpolares, protisches, anorganisches Medium und bei den anderen (Lactamen) um wesentlich weniger polare, aprotische, organische Medien handelt. Weiterhin war ·uberraschend, dass trotz ihrer grossen Hydrophilie (und im Fall von Polyvinylpyrrolidon trotz ihrer Basenempfindlichkeit) die anionische Polymerisation der Lactame durch die Verdickerpolymeren nicht oder nicht wesentlich gest·ort wird. Insgesamt muss damit die vorliegende Erfindung als unerwartet und nicht naheliegend gewertet werden. Als F·ull- bzw. Verst·arkungsstoffe (bis 60, bevorzugt 5-40 Gew.-%) sind prinzipiell die ·ublicherweise eingesetzten geeignet, wobei, je nach Zusammensetzung der Schlichte, nicht alle gleich gut geeignet sein k·onnen. Beispiele f·ur erfindungsgem·ass einsetzbare F·ull-/Verst·arkungsstoffe zur Herstellung der verst·arkten/gef·ullten (Guss)polyamid(teile) sind Glasfasern, Glas kugeln, mineralische F·ullstoffe, Kohlenstoff-Fasern und andere mehr, wie sie in vielfacher Weise im Stand der Technik bekannt sind; vielfach tragen sie bestimmte Schlichten oder sind entsprechend vorbehandelt, z.B. silanisiert. Es k·onnen weiterhin alle ·ublichen Additive wie z.B. Entformungsmittel, UV-Stabilisatoren, Antioxidantien, Schmiermittel wie z.B. MoS2 und andere, gegebenenfalls chemisch angekoppelte Legierungspartner, und andere Legierungspartner (Elastomer-Schlagz·ah-Modifikatoren), wie sie im Stand der Technik beschrieben sind, anwesend sein. Die Herstellung der erfindungsgem·assen verst·arkten und/oder gef·ullten Polyamid, bevorzugt Gusspolyamidteile, erfolgt prinzipiell nach den ·ublichen Verfahren. Die erfindungsgem·assen Lactamschmelzen finden ihre Verwendung vorzugsweise zur Herstellung von Gusspolyamid-Teilen (Fertigteile, (verst·arkte) Halbzeuge, Verbundwerkstoffe und andere mehr), wobei sie f·ur verst·arkte bzw. gef·ullte Typen besonders geeignet sind. Es k·onnen drucklose oder Druckverfahren (z.B. Reaktionsspritztechnik) eingesetzt werden, offene oder geschlossene Form verwendet werden und ·ubliche, bekannte Formtemperaturen, Heizdauer, Giesszeiten, Entformungs-/Entsch·aumer-Substanzen (mit)verwendet werden. Die erfindungsgem·ass einzusetzenden Verdickerpolymere weisen eine sehr gute L·oslichkeit in den Lactamen (niedrige Rekristallisationstemperatur des Polymeren, niedrige Aufschmelztemperatur der Lactammischung) sowie eine gute Verdickerwirkung auf. Sie sind daher besonders geeignete Verdicker. Die nachfolgenden Beispiele mit typischen Einsatzstoffen in typischen Mengen dienen zur Erl·auterung der Erfindung, ohne sie darauf einzuschr·anken. Die Messung der Viskosit·aten erfolgte mit einem Brookfield-Viskosimeter. Beispiele Beispiele 1 bis 9 Caprolactam und verschiedene Mengen an Poly-(2-ethyl-oxazolin) (PEOX 500; ein Produkt der Dow Chemical Corp.) wurden bei 140 DEG C aufgeschmolzen und durch R·uhren homogenisiert. Die L·osezeiten sowie die Viskosit·aten der Lactamschmelzen sind in Tabelle 1 zusammengestellt. Beispiele 10 bis 12 In derselben Weise wurden die Viskosit·aten einer 10 %igen L·osung eines niedermolekularen Poly-(2-ethyloxazolins) (PEOX 200; ein Produkt der Dow Chemical Corp.) in Caprolactam bestimmt (Tabelle 1). Id=Tabelle 1 Columns=7 Head Col 1: Bsp. Head Col 2: CL (g) Head Col 3: Verdicker (g) Head Col 4: (%) ** Head Col 5: L·osezeit (min) Head Col 6: eta * [mPa.s] Head Col 7: bei T ( DEG C) 1185157,53560135 2185157,53590120 3185157,535120111 41802010,050120135 51802010,050150120 61802010,050180110 71703015,050300135 81703015,050420120 91703015,050480110 101802010,05060135 111802010,05090120 121802010,050120110 *) Viskosit·at der Lactamschmelze **) bezogen auf das Gemisch Die Rekristallisationstemperatur des Verdickers aus der Schmelze beim Abk·uhlen lag bei 80 bis 85 DEG C, die Aufschmelztemperatur (klare Schmelze) der verdickten Lactamschmelze bei 90 bis 100 DEG C. Beispiel 13 87,2 g Caprolactam und 10 g des in den Beispielen 1 bis 9 benutzten Poly-(2-ethyl-oxazolins) wurden unter N2 bei 140 DEG C aufgeschmolzen und innerhalb von 30 min unter R·uhren homogenisiert. Zu der klaren Schmelze wurden 4 g einer 20 %igen L·osung von Natriumcaprolactamat in Caprolactam und 1,2 g einer 70 %igen L·osung eines oligomeren, aliphatischen Polyisocyanats in Dimethylformamid gegeben. Die Polymerisation setzte nach einer Minute ein und lieferte einen vernetzten Gusspolyamid-Block. Beispiele 14 bis 28 In der f·ur die Beispiele 1 bis 9 beschriebenen Weise wurde Caprolactam mit unterschiedlichen Mengen an Poly-N-vinylpyrrolidon (Mn = 360 000 gmol<-><1>) bei 140 bis 150 DEG C angedickt. Die L·osezeiten und -temperaturen sowie Viskosit·aten bei unterschiedlichen Temperaturen sind in Tabelle 2 zusammengestellt. Beispiel 29 91,2 g Caprolactam und 6 g Polyvinylpyrrolidon (Mn = 360 000 gmol<-><1>) wurden bei 140 DEG C homogenisiert, dann insgesamt 4 g Katalysator (siehe Beispiel 13) und 1,6 g Aktivator (siehe Beispiel 13) zugegeben und polymerisiert. Es resultierte ein vernetzter Gusspolyamidblock; die Polymerisation setzte nach 10 Sekunden ein. Id=Tabelle 2 Columns=7 Head Col 1: Bsp. Head Col 2: CL (g) Head Col 3 to 4: PVP <1)> Head Col 5: L·osezeit (min) Head Col 6: eta <2)> [mPa.s] Head Col 7: bei T ( DEG C) SubHead Col 1: SubHead Col 2: SubHead Col 3: (g) SubHead Col 4: (%) <3)> 14901011,160510135 15901011,160720120 16901011,160840110 1791,58,59,330240135 1891,58,59,330330120 1991,58,59,330420110 2092,57,58,120180135 2192,57,58,120240120 2292,57,58,120300110 239466,415120135 249466,415150120 259466,415180110 269555,31590135 279555,31590-120120 289555,315120110 1) PVP K 90 (je h·oher der K-Wert ist, desto h·oher ist das Molekulargewicht) 2) Viskosit·at der Schmelze 3) bezogen auf Lactam Beispiele 30 bis 32 30 g Caprolactam und 44,2 g einer ca. 23 %igen L·osung von Poly-4-vinylpyridin (Mn = 200 000) in Methanol wurden bei 100 DEG C und einem Vakuum von ca. 15 Torr ger·uhrt, bis das L·osungsmittel abgezogen war. Die Viskosit·aten betrugen 150 mPa.s bei 135 DEG C, 180 mPa.s bei 120 bis 210 mPa.s bei 110 DEG C. Die Rekristallisationstemperatur des Verdickers aus der Schmelze beim Abk·uhlen lag bei ca. 80 DEG C, die Aufschmelztemperatur (klare Schmelze) der verdickten Lactamschmelze ebenfalls bei ca. 80 DEG C. Beispiel 33 und 34 In der f·ur die Beispiele 14-28 beschriebenen Weise wurden verdickte Lactaml·osungen aus Caprolactam und Polyvinylpyrrolidon K 120 (ein Produkt der GAF Chemicals Corporation) hergestellt. Die L·osezeit bei 5 % PVP-Einsatz betrug 30 min/140 DEG C. Die Viskosit·atswerte lagen bei 420 mPas (135 DEG C), 540 mPas (120 DEG C) und 720 mPas (110 DEG C). Nach der Viskosit·atsmessung wurde mit Caprolactam auf 4 % PVP-Gehalt verd·unnt; die Viskosit·atswerte betrugen 180 mPas (135 DEG C), 240 mPas (120 DEG C) und 330 mPas (110 DEG C).