TITLE: Improved materials based on gypsum, process for their manufacture and their use. European Patent Application EP0518156 A2 ABSTRACT: Materials based on gypsum and organic additives are improved by a content of polyethers and, if appropriate, polymers. They can be used in the most diverse fields, for example as panels in the construction sector and for improving renders, mortars, insulating materials and other building compositions, fixed dressings and/or casting moulds. INVENTORS: Rasp, Dr. Christian (DE) Mazanek, Dr. Jan (DE) Von, Dr. Gizycki (DE) APPLICATION NUMBER: EP19920109196 PUBLICATION DATE: 12/16/1992 FILING DATE: 06/01/1992 ASSIGNEE: BAYER AG (DE) INTERNATIONAL CLASSES: A61F13/04; B22C1/22; C04B24/28; C04B24/32; C04B28/14; C08L75/00; E04C2/04; E04F13/02; E21F15/00; A61F13/04; B22C1/16; C04B24/00; C04B28/00; C08L75/00; E04C2/04; E04F13/02; E21F15/00; (IPC1-7): C04B24/32; C04B28/14 EUROPEAN CLASSES: C04B28/14 DOMESTIC PATENT REFERENCES: EP0054175 Mixtures of mortar and their use. EP0128399 N/A EP0238858 A cement composition and a process for preparation thereof. EP0403974 Use of ethyleneoxide/propyleneoxide blockcopolymers in hydraulic settable masses and the masses so obtained. FOREIGN REFERENCES: DE2050084A OTHER REFERENCES: CHEMICAL ABSTRACTS, vol. 110, no. 13, 26. Juni 1989, Columbus, Ohio, US; abstract no. 236349m, CLAIMS: 1. Werkstoffe auf der Basis von Gips und organischen Zus·atzen, dadurch gekennzeichnet, dass sie Polyether enthalten. 2. Werkstoffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie in ausgeh·artetem Zustand 0,02 bis 5 Gew.-% Polyether enthalten. 3. Werkstoffe nach Anspr·uchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyether den Formeln (I) und/oder(II) entsprechen EMI26.1 in denen St f·ur den Rest eines Startermolek·uls steht, n f·ur die Anzahl reaktiver Wasserstofferstoffatome steht, die urspr·unglich am Startermolek·ul vorhanden waren, a f·ur eine ganze oder gebrochene Zahl von 17 bis 23, b f·ur eine ganze oder gebrochene Zahl von 3 bis 6, c f·ur eine ganze oder gebrochene Zahl von 1 bis 6, d f·ur eine ganze oder gebrochene Zahl von 17 bis 23 steht und e f·ur eine ganze oder gebrochene Zahl von 3 bis 15 steht, oder aus pflanzlichen oder tierischen Fetten und ·Olen durch Umsetzung mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid in Gegenwart von basischen Katalysatoren erhalten wurden. 4. Werkstoffe nach Anspr·uchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie zus·atzlich Polyurethane und/oder Polyurethanharnstoffe enthalten. 5. Werkstoffe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie in ausgeh·artetem Zustand insgesamt 0,02 bis 50 Gew.-% Polyurethane, Polyurethanharnstoffe und Polyether enthalten. 6. Werkstoffe nach Anspr·uchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie (auch) andere Polymere als Polyurethane und/oder Polyurethanharnstoffe enthalten. 7. Verfahren zur Herstellung von Werkstoffen der Anspr·uche 1, 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass man, bezogen auf noch nicht abgebundenen Gips, 18 bis 400 Gew.-% Wasser, bezogen auf den ausgeh·arteten Werkstoff, 0,02 bis 5 Gew.-% Polyether und gegebenenfalls soviel Polyurethane Polyurethanharnstoffe und/oder andere Polymere mischt, dass bezogen auf den ausgeh·arteten Werkstoff, insgesamt 0,02 bis 50 Gew.-% Polyurethane, Polyurethanharnstoffe, Polyether und andere Polymere vorliegen, dann noch nicht abgebundenen Gips zuf·ugt und das Gemisch, gegebenenfalls unter Formgebung, aush·arten l·asst. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man Polyurethane, Polyurethanharnstoffe und/oder andere Polymere in Form einer w·assrigen Dispersion mit einem Feststoffgehalt von 1 bis 50 Gew.-% einsetzt. 9. Verfahren nach Anspr·uchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass man das Mischen bei 10 bis 40 DEG C und das Aush·arten bei 10 bis 70 DEG C durchf·uhrt. 10. Verwendung von Werkstoffen nach Anspr·uchen 1 bis 6 und/oder hergestellt nach Anspr·uchen 7 bis 9 als Platten im Bausektor und zur Verbesserung von Putzen, M·orteln, Isoliermaterialien und anderen Baumassen, St·utzverb·anden und/oder Giessformen. DESCRIPTION: Die vorliegende Erfindung betrifft verbesserte Werkstoffe auf der Basis von Gips mit Zus·atzen von Polyetherpolyolen und ein Verfahren zu ihrer Herstellung. Die verbesserten Werkstoffe eignen sich beispielsweise f·ur medizinische Anwendungszwecke (z.B. f·ur St·utzverb·ande und Dentalmassen), f·ur den Bausektor (z.B. als Fugendichtmassen, Putzmaterialien und zur Herstellung von Fertigteilen), zur Herstellung von dekorativen Formk·orpern und f·ur den keramischen Formenbau. Gebrannter Gips wird als wasserh·artender Wirkstoff f·ur die verschiedensten Anwendungszwecke eingesetzt, z.B. als Material zum Verputzen, f·ur St·utzverb·ande zur Ruhigstellung von K·orperteilen, als Baumaterial im Innenausbau und als Modelliermasse. Gebrannter Gips h·artet nach dem Tr·anken mit Wasser unter Abbinden. Der ausgehartete Gips besitzt jedoch auch gravierende Nachteile. Er ist z.B. nicht wasserbest·andig und so hart und spr·ode, dass er bei mechanischer Beanspruchung h·aufig bricht. Es wurden schon Versuche unternommen, die Eigenschaften von abgebundenem Gips zu verbessern. So wird in der DE-OS 33 20 217 beschrieben, dass sich Gips mit w·assrigen Polyurethan- und/oder Polyharnstoff-Dispersionen, gegebenenfalls unter Zusatz von Alkoholen, ohne vorzeitige Koagulation der Dispersion anmischen l·asst und nach dem Abbinden verbesserte Wasser- und Bruchfestigkeiten aufweist. Bei derart modifiziertem Gips ist die schlechte Reproduzierbarkeit, insbesondere aufgrund von uneinheitlichen Lufteinschl·ussen und das uneinheitliche Fliessverhalten, nachteilig. Vorschl·age, den Gips f·ur Anwendungen im Bauwesen durch Tr·anken mit Salzl·osungen, Bitumen oder Kunststoffemulsionen wasseifester zu machen, sind erfolglos geblieben (siehe "Blick durch die Wirtschaft" vom 19.9.1982, Nr. 175, S. 7). Es wurden nun Werkstoffe auf der Basis von Gips und organischen Zus·atzen gefunden, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie Polyether enthalten. Erfindungsgem·asse Werkstoffe zeichnen sich durch verbesserte mechanische Eigenschaften, verbesserte Verarbeitbarkeit und ein erniedrigtes Wasseraufnahmeverm·ogen aus. Erfindungsgem·asse Werkstoffe k·onnen in ausgeh·artetem Zustand beispielsweise 0,02 bis 5 Gew.-% Polyether enthalten. Bevorzugt betr·agt diese Menge 0,03 bis 2 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 bis 1 Gew.-%. Bezogen auf noch nicht abgebundenen Gips, z.B. auf eingesetzten gebrannten Gips oder Anhydrit, k·onnen erfindungsgem·asse Werkstoffe beispielsweise unter Zusatz von 18 bis 400 Gew.-% Wasser hergestellt werden. Bevorzugt betr·agt diese Menge 30 bis 100 Gew.-%, besonders bevorzugt 35 bis 70 Gew.-%. Bei den Polyethern kann es sich beispielsweise um Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid und/oder Propylenoxid an Startermolek·ule handeln, die reaktive Wasserstoffatome enthalten. Sofern an die Startermolek·ule Ethylenoxid und Propylenoxid angelagert wurden, kann diese Anlagerung gleichzeitig erfolgt sein (das ergibt eine statistische Verteilung von Ethylen- und Propylenoxid-Einheiten) oder in beliebiger Reihenfolge nacheinander (das ergibt eine blockartige Verteilung von Ethylen- und Propylenoxid-Einheiten). Es k·onnen auch Gemische aus Polyethern unterschiedlicher Zusammensetzung eingesetzt werden, z.B. Gemische aus monofunktionellen Polyethern mit polyfunktionellen Polyethern, Gemische aus statistischen Polyethern und Blockcopolyethern oder Gemische aus Polyethern der Formeln (I) bis (IV). Die erfindungsgem·ass einzusetzenden Polyether k·onnen sowohl Hydroxylgruppen enthalten als auch durch Umsetzung der Hydroxylgruppen entstandene Endgruppen, z.B. Ester-, Ether-, Urethan- oder Carbonatgruppen. Sinngem·ass k·onnen Aminopolyether Amid- oder Imidgruppen enthalten. Bevorzugte Polyether entsprechen den Formeln (I) und/oder (II) EMI3.1 in denen St f·ur den Rest eines Startermolek·uls, z.B. f·ur den Rest von Propylenglykol, Trimethylolpropan, Glycerin, Sorbit, Ethylendiamin, Stearylamin, Ammoniak oder hydroxylgruppenhaltigem Polysiloxan steht, n f·ur die Anzahl reaktiver Wasserstofferstoffatome steht, die urspr·unglich am Startermolek·ul vorhanden waren, a f·ur eine ganze oder gebrochene Zahl von 17 bis 23, vorzugsweise 19 bis 21 steht, b f·ur eine ganze oder gebrochene Zahl von 3 bis 6, vorzugsweise, 3 bis 4 steht, c f·ur eine ganze oder gebrochene Zahl von 1 bis 6, vorzugsweise 1 bis 3 steht, d f·ur eine ganze oder gebrochene Zahl von 17 bis 23, vorzugsweise 19 bis 22 steht und e f·ur eine ganze oder gebrochene Zahl von 3 bis 15 vorzugsweise 4 bis 7 steht. Wenn eine oder mehrere der Zahlen a bis e eine gebrochene Zahl darstellt, so handelt es sich um Mittelwerte, die Gemische unterschiedlicher Molek·ule der Formeln (I) und/oder (II) charakterisieren. Weitere bevorzugte Polyether sind Produkte, die man erh·alt, wenn man pflanzliche oder tierische Fette und ·Ole (= Triglyceride von Fetts·auren) mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid in Gegenwart von basischen Katalysatoren umsetzt. Beispiele f·ur dazu einsetzbare Fette und ·Ole sind Kokosfett, Palmkernfett, Talgfett, Schweinefett, Raps·ol, Soja·ol, Sonnenblumen·ol und Distel·ol. Beispiele f·ur dazu einsetzbare basische Katalysatoren sind Alkalihydroxide und Alkoholate, insbesondere in ·Ol l·osliche Alkoholate, wie Kaliumpropylenglykolat. Wenn man die Fette und ·Ole mit Ethylenoxid und Propylenoxid umsetzt k·onnen Produkte entstehen, die den Formeln (I) oder (II) analog sind, wobei dann n allerdings eine ganze oder gebrochene Zahl von 0,5 bis 3 bedeutet und St dann f·ur den Rest eines Glycerinmolek·uls steht, der noch 2,5 bis 0 Fetts·aurereste enth·alt. Wenn man die Fette und ·Ole nur mit Ethylenoxid oder nur mit Propylenoxid umsetzt k·onnen Produkte der Formeln (III) oder (IV) entstehen. EMI4.1 in denen St' f·ur den Rest eines Glycerinmolek·uls steht, der noch 2,5 bis 0 Fetts·aurereste enth·alt, n' f·ur eine ganze oder gebrochene Zahl von 0,5 bis 3 steht und f und g jeweils eine ganze oder gebrochene Zahl von 2 bis 30, vorzugsweise 3 bis 15, bedeutet. Sofern es sich bei n', f und g und der Zahlenangabe bei St' um gebrochene Zahlen handelt, stellen diese Mittelwerte dar, die Gemische unterschiedlicher Molek·ule der Formeln (III) oder (IV) charakterisieren. Die sich von pflanzlichen und tierischen Fetten und ·Olen ableitenden Polyether k·onnen beispielsweise Molegewichte im Bereich 1 000 bis 3 000, vorzugsweise im Bereich 1 300 bis 2 500 aufweisen. F·ur die vorliegende Erfindung zu verwendende Polyether sind h·aufig an sich bekannte Verbindungen, die im Handel bezogen oder gegebenenfalls auf an sich bekannte Weise hergestellt werden k·onnen (siehe z.B. DE-OS 27 56 770, DE-OS 33 30 197, US-PS 4 481 367, US-PS 2 979 528, US-PS 2 674 619, US-PS 3 472 781, US-PS 4 452 712, US-PS 2 677 700, EP-OS 54 953, EP-PS 47 371, EP-OS 116 564, EP-OS 109 515, DD-PS 237 178, DE-OS 22 20 338, Macromolecules 20, Seiten 3089-3091 (1987) und Technical Data on Pluronic TM Polyols Kundenzirkular der Fa. BASF-Wyandotte Corp.). Die Herstellung sich von pflanzlichen und tierischen Fetten und ·Olen ableitenden Polyethern ist oben und im Beispielteil beschrieben. Die erfindungsgem·ass einzusetzenden Polyether k·onnen z.B. bei der Herstellung von Werkstoffen aus Gips dem Anmischwasser zugegeben werden. Falls sie als wasserl·osliche und/oder wasserdispergierbare Feststoffe vorliegen, k·onnen sie z.B. dem Anmischwasser und/oder dem Gipspulver zugegeben werden. Sie k·onnen aber auch z.B. in Form von Masterbatches-Granulaten mit Gips oder anderen, gegebenenfalls inerten Pulvern eingesetzt werden. Eine besondere Ausf·uhrungsform der erfindungsgem·assen Werkstoffe ist dadurch gekennzeichnet, dass sie zus·atzlich Polyurethane und/oder Polyurethanharnstoffe enthalten. Erfindungsgem·asse Werkstoffe dieser Ausf·uhrungsform k·onnen in ausgeh·artetem Zustand beispielsweise insgesamt 0,02 bis 50 Gew.-% Polyurethane, Polyurethanharnstoffe und Polyether enthalten. Vorzugsweise betr·agt diese Menge 0,05 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,2 bis 3 Gew.-%. Polyurethane und/oder Polyurethanharnstoffe gelangen dabei im allgemeinen in Form einer w·assrigen Dispersion oder L·osung zum Einsatz. Der Feststoffgehalt solcher Dispersionen kann z.B. 0,5 bis 50 Gew.-% betragen. Vorzugsweise liegt er bei 1 bis 10 Gew.-%. Die insgesamt zur Herstellung solcher erfindungsgem·asser Werkstoffe einsetzbaren Wassermengen sind wie oben angegeben. Zu beachten ist nur, dass das Wasser dann ganz oder teilweise in Form der Polyurethan- und/oder Polyurethanharnstoff-Dispersion eingebracht wird. F·ur diese Ausf·uhrungsform der vorliegenden Erfindung geeignete Polyurethane und/oder Polyurethanharnstoffe enthalten im allgemeinen hydrophile Gruppen. Diese k·onnen z.B. a) ionische Gruppen, b) durch eine Neutralisationsreaktion in ionische Gruppen ·uberf·uhrbare Gruppen und/oder und c) Ethylenoxideinheiten sein, die in Polyetherketten eingebaut sind, die in dem Polyurethan bzw. Polyurethanharnstoff enthalten sind. Im Prinzip sind alle an sich bekannten w·assrigen Polyurethan(harnstoff)dispersionen geeignet, die - gegebenenfalls infolge eines Gehaltes an Alkoholen und gegebenenfalls weiteren organischen L·osungsmitteln - weitgehend unempfindlich gegen·uber Koagulation sind. F·ur die Herstellung geeigneter Polyurethan(harnstoff)dispersionen in Wasser sind eine Reihe von Verfahren bekannt. Eine zusammenfassende Darstellung findet sich z.B. bei D. Dieterich und H. Reiff in "Die Angewandte Makromolekulare Chemie", 26, Seiten 85-106 (1972), D. Dieterich et al. in "Angewandte Chemie", 82, Seiten 53-63 (1970), D. Dieterich et al. in J. Oil Col. Chem. Assoc. 53, Seiten 363-379 (1970), D. Dieterich in "Die Angewandte Makromolekulare Chemie", 98, Seiten 133-158 (1981) und in "Chemie und Technologie makromolekularer Stoffe" (29. Ver·offentlichung der Fachhochschule Aachen zum 9. Kolloquium am 8. Mai 1981 an der FH Aachen, Fachbereich Chemieingenieurwesen). Im folgenden werden, falls nicht ausdr·ucklich anders vermerkt, unter dem Begriff "Polyurethan" auch harnstoffgruppenhaltige Polymere, d.h. Polyurethanharnstoffe, verstanden. Ein bevorzugtes Herstellungsverfahren f·ur geeignete w·assrige Polyurethandispersionen besteht darin, dass ein z.B. in einem organischen Losungsmittel gel·ostes NCO-Prepolymeres mit einem Kettenverl·angerungsmittel umgesetzt wird. Dabei enth·alt entweder das Prepolymere oder das Kettenverl·angerungsmittel ionische oder zur Ionenbildung bef·ahigte Gruppen. Im Laufe der Polyadditionsreaktion oder danach k·onnen diese zur Ionenbildung bef·ahigten Gruppen in ionische Gruppen ·ubergef·uhrt werden. Gleichzeitig oder anschliessend kann die Ausbildung der w·assrigen Dispersion z.B. durch Zusatz von Wasser und Abdestillieren des organischen L·osungsmittels erfolgen. Weitere Einzelheiten zu einsetzbaren Polyurethandispersionen und deren Herstellung k·onnen z.B. der DE-OS 33 20 217 entnommen werden. Die hydrophilen oder potentiell hydrophilen Gruppen sind in den zu verwendenden Polyurethanen im allgemeinen in solchen Mengen vorhanden, dass die Dispergierbarkeit der Polyurethane in Wasser gew·ahrleistet ist. Der Gehalt der Polyurethane an hydrophilen Gruppierungen kann bei der alleinigen Verwendung von ionischen und/oder in ionische Gruppen ·uberf·uhrbaren Gruppen beispielsweise 30 bis 130 Milli·aquivalente pro 100 g Polyurethanfeststoff betragen. Bei der alleinigen Verwendung von Ethylenoxideinheiten als hydrophile Gruppen kann deren Gehalt in den Polyetherketten z.B. 2 bis 20 Gew.-% betragen. Falls beide Arten von hydrophilen Gruppen vorliegen, liegen in den Polyurethanen vorzugsweise 0,1 bis 40 Milli·aquivalente pro 100 g Polyurethanfeststoff an ionischen und/oder in ionische Gruppen ·uberf·uhrbaren Gruppen und gleichzeitig 0,5 bis 10 Gew.-% Polyethylenoxideinheiten innerhalb der Polyetherketten vor. Anstelle von oder im Gemisch mit Polyurethanen und/oder Polyurethanharnstoffen k·onnen auch andere Polymere in erfindungsgem·assen Werkstoffen vorhanden sein. Auch solche anderen Polymere k·onnen z.B. in Form von an sich bekannten Produkte wie Polybutadien-, Polybutadien-Styrol-, Poly-Vinylacetat-, Polystyrol-(Meth-)acrylat- und/oder Polybutadien-Styrol-Acrylnitril-Dispersionen eingebracht werden. Im Prinzip kommen w·assrige Dispersionen aus allen miteinander copolymerisierbaren Monomeren in Frage, wobei als Monomere Butadien, Styrol, Acrylnitril, diverse Alkylacrylate, diverse Methacrylate, Maleins·aurederivate, Olefine und sonstige Vinyl- und Dienmonomere genannt seien. Von besonderem Interesse sind Vinylacetat-Ethylen-Copolymere und Kautschuklatices. Auch geeignet sind Polysiloxandispersionen, die gegebenenfalls reaktive Gruppen enthalten, sowie andere reaktionsf·ahige Systeme wie Polyisocyanatprepolymere, unges·attigte Polyesterharze und Epoxidharze und Emulsionen von Monomeren, die nach dem Vermischen mit Gips und Wasser zur Reaktion gebracht werden k·onnen. F·ur die Herstellung dieser Dispersionen seien als olefinisch unges·attigte Monomere beispielhaft genannt: a) alpha , beta -olefinisch unges·attigte Monocarbons·auren mit 3 bis 5-C-Atomen und deren Ester bzw. Nitrile und Amide wie Acryl-, Methacryl- und Crotons·aure, Acryl- und Methacryls·aureamide, Acryl- und Methacrylnitril, Ester der Acryl- und Methacryls·aure, insbesondere solche mit ges·attigten einwertigen aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkoholen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, wie Ester der genannten S·auren mit Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isopropyl, n-Butyl-, Isobutyl-, Hexyl-, 2-Ethylhexyl-, Octyl-, Stearylalkohol, Cyclohexanol, Methylcyclohexanol, ferner mit Benzylalkohol, Phenol, Kresol, Furfurylalkohol, Monoester von alpha , beta -monoolefinisch unges·attigten Monocarbons·auren mit 3 bis 4 C-Atomen mit zweiwertigen ges·attigten aliphatischen Alkoholen mit 2 bis 4 C-Atomen, wie beispielsweise 2-Hydroxylpropylacrylat, 4-Hydroxybutylacrylat, Glycidylester der Acryl- und Methacryls·aure, wie Glycidyl(meth)acrylat, Aminoalkylester und Aminoalkylamide der Acryl- und Methacryls·aure, wie 2-Aminoethyl(meth)acryl-hydrochlorid, N,N-Dimethylaminoethyl-(meth)acrylat, N,N-Dimethylaminopropylacrylamid. Auch Monomere mit zwei oder mehr Doppelbindungen im Molek·ul k·onnen eingesetzt werden. Als solche Monomere sind z.B. Ethylenglykoldiacrylat oder -methacrylat geeignet. b) alpha , beta -olefinisch unges·attigte Dicarbons·auren mit 3 bis 5 C-Atomen und ihre Derivate, wie Fumars·aure, Maleins·aure, Itacons·aure, Mono- und Diester der vorgenannten Dicarbons·auren mit 1 bis 18 C-Atomen im Alkoholrest, wie Maleins·auredimethylester, Maleins·aurediethylester, Maleins·auredibutylester, Maleins·auremonohexylester, Maleins·auremonocyclohexylester. c) Mono- und Diester des Vinylalkohols mit Carbons·auren oder mit Halogenwasserstoffs·auren, Vinylether, Vinylketone, Vinylamide, wie Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinyllaurat, Vinylstearat, Vinylbenzoat, Chlorvinylacetat, Divinyladipat, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Vinylethylether, Vinylbutylether, Vinylethyl- oder Vinylisobutylether, Vinylethylketon, Vinylformamid, N-Vinylacetamid. d) Vinylverbindungen von Aromaten und Heterocyclen, wie Styrol, alpha :-Methylstyrol, Vinyltoluol, p-Chlorstyrol, Divinylbenzol, 2-Vinylpyrrolidon, 2-Vinylpyridin. e) N-Methylolether des Acryls·aure- und Methacryls·aureamids gem·ass der allgemeinen Formel EMI9.1 in der R f·ur Wasserstoff oder Methyl, R1 f·ur Wasserstoff, Alkyl, Aralkyl oder Aryl, R2 f·ur Alkyl oder Cycloalkyl, wie z.B. Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, Cyclohexyl stehen (vgl. DE-B-1 035 363), ferner die nicht veretherten N-Methylolverbindungen des Acryl- und Methacryls·aureamids. f) Mannich-Basen des Acryls·aure- und Methacryls·aureamids gem·ass der allgemeinen Formel EMI10.1 in der R und R1 die gleiche Bedeutung haben wie oben und R3 und R4 f·ur Alkyl, Cycloalkyl oder gemeinsam f·ur einen heterocyclischen Rest, wie den Morpholinrest, stehen. Geeignete Verbindungen dieses Typs sind in der DE-B-1 102 404 genannt. g) Acryl- und Methacryls·aurederivate mit einer endst·andigen Halogenmethylcarbonylgruppe der allgemeinen Formel EMI10.2 in der R f·ur Wasserstoff oder Methyl, A f·ur -NH-CH2-NH-, -NH-CO-NH-, EMI10.3 EMI11.1 X f·ur Chlor oder Brom setzt (vgl. BE-A-696 010). h) Allylverbindungen, wie Triallylcyanurat, Triallylphosphat, Allylalkohol, Allylamin. i) Monoolefinisch unges·attigte aliphatische Kohlenwasserstoffe mit 2 bis 6 C-Atomen, wie Ethylen, Propylen, Butylen, Isobutylen. j) Konjugierte Diolefine mit 4 bis 6 C-Atomen, wie Butadien, Isopren, 2,3-Dimethylbutadien, Chlorbutadien. k) Ferner Norbornen und Hydroxymethylnorbornen. Vorzugsweise werden eingesetzt: Acryl- und Methacryls·aureester mit 1 bis 12 C-Atomen im Alkoholrest, Acryls·aure, Methacryls·aure sowie die C2-C4-Hydroxyalkylester dieser S·auren, Styrol, Acryl- und Methacryls·aurenitril, Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Ethylen oder Propylen in Verbindung mit einem oder mehreren der aufgef·uhrten Monomeren. Diese Monomere werden im allgemeinen bei Temperaturen von 10 bis 150 DEG C (co)-polymerisiert. Als Initiatoren kommen im allgemeinen 0,05 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Monomeren, in Radikale zerfallende Initiatoren in Frage. Solche Initiatoren sind z.B. organische Peroxide, wie z.B. Lauroylperoxid, Cyclohexanonhydroperoxid, tert.-Butyl-peroctoat, tert.-Butyl-perpivalat, tert.-Butylperbenzoat, Dichlorbenzoylperoxid, Benzoylperoxid, Di-tert.-Butylperoxid, tert.-Butylhydroperoxid, Cumolhydroperoxid, Peroxycarbonate, wie Di-iso-propyl-peroxydicarbonat, Dicyclohexyl-peroxydicarbonat, Diisoocty-peroxydicarbonat. Sulfonylperoxide, wie Acetylcyclohexyl-sulfonylperacetat, Sulfonylhydrazide, Azoverbindungen, wie Azodiisobutters·auredinitril sowie wasserl·osliche Azoverbindungen, wie sie z.B. in der DE-A-2 841 045 beschrieben sind. Anorganische Peroxide, wie Wasserstoffperoxid, Kaliumperoxodisulfat und Ammoniumperoxodisulfat sind ebenfalls geeignet. Die in Radikale zerfallenden Initiatoren k·onnen allein oder auch in Verbindung mit Reduktionsmitteln oder Schwermetallverbindungen eingesetzt werden. Solche Verbindungen sind beispielsweise Natrium- oder Kaliumpyrosulfit, Ameisens·aure, Ascorbins·aure, Thioharnstoff, Hydrazin- bzw. Aminderivate, Rongalit. Die Schwermetallverbindungen k·onnen sowohl in ·oll·oslicher als auch in wasserl·oslicher Form vorliegen. Wasserl·osliche Schwermetallverbindungen sind beispielsweise Silbernitrat. Halogenide oder Sulfate des 2- oder 3-wertigen Eisens, Kobalts, Nickels, Salze des Titans oder Vanadins in niedrigeren Wertigkeitsstufen. ·Oll·osliche Schwermetallverbindungen sind beispielsweise Kobaltnaphthenat oder die Acetylacetonkomplexe des Vanadins, Kobalts, Titans, Nickels oder des Eisens. Die Polymerisation wird im allgemeinen bei pH-Werten von 2 bis 10, vorzugsweise 4 bis 9, durchgef·uhrt, pH-Werte von unterhalb 7 sind bevorzugt beim Einsatz von kationischen Oligourethanen, pH-Werte von oberhalb 6 bei anionischen Oligourethanen. Die Einstellung der pH-Werte innerhalb der genannten Bereiche erfolgt bei Anwesenheit von sauren Gruppen im Reaktionsgemisch oftmals durch die Zugabe von w·assrigem Ammoniak. Zur Regulierung der Molekulargewichte der Polymeren k·onnen noch ·ubliche Regler eingesetzt werden, z.B. n-Dodecylmercaptan, t-Dodecylmercaptan, Diisopropylxanthogendisulfid, Thioglykol und Thioglycerin. Sie werden im allgemeinen in Mengen von 0,1 bis 2 Gew.-%, bezogen auf die Monomermischung zugegeben. Die Emulsionspolymerisation im w·assrigen Medium kann nach bekannten Polymerisationsverfahren sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich oder im Zulaufverfahren durchgef·uhrt werden. Besonders bevorzugt sind das kontinuierliche und das Zulaufverfahren. Bei letzterem wird unter Stickstoffatmosph·are Wasser zusammen mit einem Teil oder dem gesamten Emulgatorsystem und gegebenenfalls einem Teil des Monomergemisches vorgelegt, auf die Polymerisationstemperatur erhitzt und das Monomergemisch sowie der Initiator und gegebenenfalls Emulgator innerhalb von 0,5 bis 10 Stunden, bevorzugt 1 bis 6 Stunden, zugetropft. Nach einiger Zeit wird nachaktiviert und die Reaktion bis zu einem Umsatz von ca. 99,0 % bis 99,9 Gew.-% vervollst·andigt. Restmonomere sowie evtl. noch vorhandene organische L·osungsmittel k·onnen im Anschluss an die Emulsionspolymerisation evtl. mit dem vorliegenden Wasser oder einem Teil davon im Vakuum destillativ entfernt werden. Danach kann gegebenenfalls weiteres Wasser zugesetzt werden, so dass letztendlich als Verfahrensprodukte 10 bis 60 gew.-%ige, vorzugsweise 20 bis 50 gew.-%ige Dispersionen resultieren. Die mittels Laser-Streulicht-Korrelationsspektroskopie gemessenen mittleren Teilchendurchmesser liegen je nach Reaktionsbedingungen zwischen 20 und 1 000 nm, vorzugsweise zwischen 50 und 500 nm. Dispersionen mit Teilchengr·ossen unter 50 nm erscheinen transparent, w·ahrend solche mit gr·osseren Teilchen zunehmend tr·ub erscheinen. Die Dispersionen k·onnen mit gleichgeladenen Dispersionen abgemischt werden, wie z.B. mit Polyvinylacetat-, Polyethylen-, Polystyrol-, Polybutadien-, Polyvinylchlorid- und Polyacrylat-Dispersionen. Schliesslich k·onnen auch F·ullstoffe, Weichmacher, Pigmente, Fluss- und Kiesels·auresole, Aluminium- und Ton-Dispersionen eingearbeitet werden. Auch andere Polymere als Polyurethane und/oder Polyurethanharnstoffe k·onnen z.B. in Form von w·assrigen Dispersionen mit einem Feststoffgehalt von 1 bis 50 Gew.-% und in solchen Mengen eingesetzt werden, dass bezogen auf den ausgeh·arteten Werkstoff 0,02 bis 50 Gew.-% Polyurethane, Polyurethanharnstoffe, Polyether und/oder andere Polymere vorliegen. Erfindungsgem·asse Werkstoffe kann man beispielsweise herstellen, indem man zun·achst in den gew·unschten Mengen Wasser und Polyether oder eine w·assrige Polymerdispersion, Polyether und gegebenenfalls Wasser mischt, dann dieses Gemisch unter R·uhren mit der gew·unschten Menge Gips versetzt und das nunmehr vorliegende Gemisch, gegebenenfalls unter Formgebung, aush·arten l·asst. Geeignete Temperaturen f·ur die Herstellung der Mischung der Komponenten sind z.B. 10 bis 40 DEG C, f·ur die Aush·artung z.B. 10 bis 70 DEG C. Gegebenenfalls kann man nach dem Mischen von Polyether und Gips, gegebenenfalls mit einer Polymerdispersion oder gegebenenfalls Wasser, eine Vakuumentl·uftung zur Entfernung von Lufteinschl·ussen durchf·uhren. Gips kann beispielsweise in Form von gebranntem Gips oder Anhydrit eingesetzt werden. Auf diese Weise hergestellte, gegebenenfalls in bestimmter Formgebung vorliegende erfindungsgem·asse Werkstoffe lassen sich beispielsweise feilen, mit dem Messer bearbeiten, schleifen, s·agen, bohren, lackieren und metallisieren. Sie sind nicht brennbar. Bei Behandlung mit Wasser nehmen diese Werkstoffe Wasser auf, das sie nach dem Trocknen an der Luft praktisch wieder vollst·andig abgeben. Beim Lagern in Wasser behalten insbesondere Polymere enthaltende, erfindungsgem·asse Werkstoffe weitgehend ihre Festigkeiten, wogegen ein in Wasser gelagerter, nur aus Gips hergestellter Formk·orper bei der geringsten mechanischen Beanspruchung zerf·allt. Erfindungsgem·asse Werkstoffe sind z.B. zur Herstellung von Platten f·ur die Verwendung im Bausektor geeignet. Dabei k·onnen den Werkstoffen gegebenenfalls z.B. F·ullstoffe und/oder Farbstoffe zugesetzt werden. Als F·ullstoffe kommen z.B. in Betracht: jeweils bis zu 10 Gew.-%, insgesamt jedoch nicht mehr als bis zu 50 Gew.-% (bezogen auf das Gesamtgemisch), Kieselgur, Bimsstaub, Russ, Schl·ammkreide, Schiefermehl, Glaswolle, Aluminiumpulver, silikatische Materialien (z.B. Ton), Aluminosilikate, Kaoline, fein verteilter Glimmer, Glasfasern, Baumwollfasern, Polyamidfasern, Polyacrylnitrilfasern, Cellulosefasern, Polyesterfasern, Holzmehl, Baumwollinters, Polymethylenharnstoffe, Titandioxid, Aluminiumoxidhydrat, fein verteiltes Blei, Bleioxide, Eisenoxide, Azulmins·aure, St·arke und/oder Papier, insbesondere zerfasertes Altpapier. Als Farbstoffe kommen z.B. in Betracht: Azo-, Anthrachinon-, Pigment- und Phthalocyaninfarbstoffe sowie optische Aufheller und fluoreszierende und/oder lumineszierende Farbstoffe. Die Platten aus erfindungsgem·assen Werkstoffen lassen sich bei Anwendung auf dem Bausektor z.B. kleben oder mit Fliesen, Furnieren und/oder Kunststoffen beschichten. Sie besitzen dar·uber hinaus hervorragende w·armeisolierende Eigenschaften. Erfindungsgem·asse Werkstoffe k·onnen im Bausektor auch zur Verbesserung von Putzen, M·orteln, Isoliermaterialien oder anderen Baumassen eingesetzt werden. Erfindungsgem·asse Werkstoffe, die Polymere enthalten, eignen sich speziell auch f·ur St·utzverb·ande im medizinischen Anwendungsbereich. Dazu kann man beispielsweise handels·ubliche Gipsbinden mit einer w·assrigen Polymerdispersion und einem Polyetherpolyol tr·anken und danach den St·utzverband nach herk·ommlichen Techniken anfertigen. Weiterhin sind erfindungsgem·asse Wirkstoffe geeignet um Giessformen aus Gips zu verbessern, z.B. hinsichtlich deren mechanischer Stabilit·at. Es ist ausgesprochen ·uberraschend, dass erfindungsgem·asse Werkstoffe im allgemeinen eine homogene Masse darstellen und reproduzierbar verbesserte mechanische Eigenschaften (z.B. Biege- und Druckfestigkeiten) aufweisen. Bei der an sich bekannten Verwendung von gel·oschtem Gips als F·ullstoff f·ur Polymere treten keine analogen Eigenschaftsverbesserungen auf. Verwendet man zur Herstellung von Werkstoffen zum Zwecke des Vergleichs w·assrige Polymerdispersionen und gel·oschten Gips und l·asst das Wasser verdampfen, so erh·alt man ein in den Bruchfestigkeiten im Vergleich zum ungef·ulltem Polymer inhomogenes Material. Zu dem gleichen negativen Ergebnis gelangt man, wenn man eine in ihren mechanischen Eigenschaften hervorragende Polymer-Folie in einem Gemisch aus Toluol und Isopropanol l·ost, diese L·osung mit gebranntem Gips versetzt und zum Abbinden des Gipses die notwendige Menge an Wasser in Ethanol zuf·ugt. Die Mischung ist dann zun·achst homogen, nach Verdampfen des L·osungsmittels entsteht jedoch eine br·uchige, inhomogene Polymer-Gips-Masse ohne jegliche mechanische Festigkeit. Dass man erfindungsgem·ass die Abbindezeiten von Polymer-Gips-Werkstoffen durch Alkoholzus·atze steuern kann, ist ebenfalls ·ausserst ·uberraschend. So erh·alt man bei der Mischung von 100 g gebranntem Gips mit 100 g einer 50 gew.-%igen Polyurethanharnstoffdispersion in 20 ml Ethanol eine homogene Mischung, die nach dem Ausgiessen auf eine Kunststoffplatte innerhalb von 15 Minuten abbindet. Nach 2 Tagen erreicht der Werkstoff seine Endeigenschaften hinsichtlich Bruch- und Wasserfestigkeit. Mischt man dagegen 100 g gebrannten Gips mit 100 g der gleichen 50 gew.-%igen Polyurethandispersion ohne den Zusatz von Ethanol, so bindet der Werkstoff ·ahnlich wie reiner Gips bereits nach 3 Minuten ab. Nach 2 Tagen besitzt der so entstandene Werkstoff seine Endeigenschaften, die nur wenig von denjenigen einer Platte abweichen, die mittels Ethanol bei ihrer Abbindung verz·ogert worden ist. Die nachfolgenden Beispiele erl·autern n·aher die vorliegende Erfindung. Beispiele Eingesetzte Polyether (PE): PE 1 Polyether der Formel (I), gestartet auf Trimethylolpropan mit a = 19, b = 3, c = 1,4, einer OH-Zahl von 40 und einem Molekulargewicht von 4 000. PE 2 Polyether der Formel (II), gestartet auf Propylenglykol mit d = 20, e = 4, einer OH-Zahl von 41 und einem Molekulargewicht von 2 750. PE 3 Polyether der Formel (II), gestartet auf Propylenglykol mit d = 20, e = 5, einer OH-Zahl von 40 und einem Molekulargewicht von 2 800. PE 4 Polyether der Formel (I), gestartet auf Glycerin mit a = 19, b = 3, c = 1,4, einer OH-Zahl von 41,6 und einem Molekulargewicht von 4 500. PE 5 Polyether der Formel (I), gestartet auf Trimethylolpropan mit a = 18, b = 3, c = 2,2, einer OH-Zahl von 42,5 und einem Molekulargewicht von 4 000. PE 6 Polyether der Formel (I), gestartet auf Trimethylolpropan mit a = 17,5, b = 4,4, c = 1,3, einer OH-Zahl von 41,5 und einem Molekulargewicht von 4 000. PE 7 Polyether der Formel (I), gestartet auf Propylenglykol mit a = 18,5, b = 2,9, c = 1,3, einer OH-Zahl von 44,2 und einem Molekulargewicht von 2 500. PE 8 In einem f·ur Oxyethylierungen ausger·usteten Autoklaven wurden 850 g Raps·ol, das mit 9 g Natriumhydroxidpulver versetzt und durch Aufheizen auf 130 DEG C im Vakuum getrocknet. Dann wurden 594 g Ethylenoxid unter gutem R·uhren eindosiert. Die ersten Anteile an Ethylenoxid wurden langsam zugegeben, der Rest nach dem Anspringen der Reaktion z·ugig. Die Reaktion dauerte insgesamt 5 Stunden. Das so erhaltene Produkt wurde einmal bei 85 DEG C mit einem Liter einer 1 %igen Natriumsulfatl·osung und 2 mal mit je 500 ml Wasser gewaschen, danach wurde das ·Ol abgetrennt und im Vakuum getrocknet. Das so isolierte Produkt enthielt, bezogen auf Raps·ol, 41 Gew.-% Ethylenglykolethergruppen. PE 9 In einem R·uhrautoklaven wurden 700 g Kokosfett vorgelegt und durch Aufheizen auf 100 DEG C aufgeschmolzen. Durch gleichzeitiges Anlegen von Vakuum wurde das Kokosfett und die Apparatur vollst·andig getrocknet. Dann wurden 50 g Kaliumpropylenglykolat-L·osung hinzugef·ugt. Letztere war erhalten worden durch Aufl·osen von 7 g Kaliumhydroxid in 60 g Propylenglykol und Abdestillieren von Wasser und ·ubersch·ussigem Propylenglykol bei geringem Vakuum. Nach Aufheizen des Ansatzes auf 125 DEG C unter Stickstoff wurden 870 g Propylenoxid unter Einhaltung eines Druckes von weniger als 3 PA und gutem R·uhren zulaufen gelassen. Am Ende der Reaktion wurde noch eine Stunde bei 125 DEG C nachreagieren gelassen bis der Druck abgefallen war. Das erhaltene ·Ol wurde wie bei PE 8 detailliert beschrieben gewaschen getrocknet und isoliert. Der Gehalt des Produkts an Propylenglykolether betrug 124 Gew.-%, bezogen auf das eingesetzte Kokosfett. Beispiel 1 Zu 500 g entionisiertem Wasser wurden 1,3 g des Polyether PE 1 zugegeben und das Gemisch 15 Minuten bei 420 U/Min. ger·uhrt. Anschliessend wurden 800 g gebrannter handels·ublicher Formengips zugegeben, weitere 30 Sek. ger·uhrt und das Reaktionsgemisch in Formen gegossen. Nach 1 Stunde Standzeit wurden die Formk·orper (Abmessungen: 160 x 40 x 40 mm) aus den Formen entnommen, dann 2 Stunden bei Raumtemperatur, 48 Stunden bei 40 DEG C und nach dem Abk·uhlen auf Raumtemperatur nochmals 18 Tage gelagert. Die Formk·orper besassen danach folgende Eigenschaften: Biegefestigkeit in Anlehnung an DIN 1164: 7,1 N/mm<2> Druckfestigkeit in Anlehnung an DIN 1164: 94,8 N/mm<2> Wasseraufnahme nach 20 Min.: 34,0g (Probek·orper senkrecht ins Wasser gestellt). Diese Bestimmungsmethoden wurden bei allen Beispielen angewendet. Vergleichsbeispiel 1 Ein unter sonst gleichen Bedingungen, jedoch ohne Zugabe des Polyether hergestellter Formk·orper besass folgende Eigenschaften: Biegefestigkeit: 5,8 N/mm<2> Druckfestigkeit: 85,9 N/mm<2> Wasseraufnahme nach 20 Min.: 45,3 g. Beispiele 2 bis 4 Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben gearbeitet, jedoch wurden verschiedene Mengen des Polyether PE 1 eingesetzt. Die erhaltenen Formk·orper besassen nachfolgende Eigenschaften: Columns=5 Head Col 1: Beispiel Nr. Head Col 2: Polyether (g) Head Col 3: Biegefestigkeit (N/mm<2>) Head Col 4: Druckfestigkeit (N/mm<2>) Head Col 5: Wasseraufnahme (g) 20,656,286,736,4 32,66,791,633,2 45,26,688,332,2 Beispiele 5 bis 8 Es wurde wie in den Beispielen 1 bis 4 beschrieben gearbeitet, jedoch wurde der Polyether PE 2 eingesetzt. Es wurden Formk·orper mit den unten angegebenen Eigenschaften erhalten: Columns=5 Head Col 1: Beispiel Nr. Head Col 2: Polyether (g) Head Col 3: Biegefestigkeit (N/mm<2>) Head Col 4: Druckfestigkeit (N/mm<2>) Head Col 5: Wasseraufnahme (g) 50,657,186,536,2 61,37,489,333,6 72,67,488,533,5 85,26,587,332,8 Beispiele 9 bis 13 Es wurde wie in den Beispielen 1 bis 4 gearbeitet, jedoch wurde anstelle des Formengipses handels·ublicher Stuckgips eingesetzt. Die erhaltenen Formk·orper besassen nachfolgende Eigenschaften: Columns=5 Head Col 1: Beispiel Nr. Head Col 2: Polyether (g) Head Col 3: Biegefestigkeit (N/mm<2>) Head Col 4: Druckfestigkeit (N/mm<2>) Head Col 5: Wasseraufnahme (g) 9(PE 1)0,86,792,724,3 10(PE 1)1,66,792,125,3 11(PE 2)0,56,9584,229,1 12(PE 2)1,07,0592,726,2 13(PE 2)2,06,1590,126,0 Vergleichsbeispiel 2 Es wurde wie in den Beispielen 9 bis 13 gearbeitet, jedoch ohne die Zugabe von Polyether. Es wurden Formk·orper mit den nachfolgend angegebenen Eigenschaften erhalten: Biegefestigkeit: 6,0 N/mm<2> Druckfestigkeit: 77 N/mm<2> Wasseraufnahme nach 20 Min.: 40,2 g. Beispiel 14 Es wurde verfahren wie in Beispiel 1, jedoch wurde das Gemisch vor der Zugabe von Formengips mit 40 g einer 50 gew.-%igen w·assrigen Polyurethandispersion versetzt und weitere 2 Min. ger·uhrt. Es wurden Formk·orper mit folgenden Eigenschaften erhalten: Biegefestigkeit: 8,8 N/mm<2> Druckfestigkeit: 112,4 N/mm<2> Wasseraufnahme nach 20 Min.: 24,9 g. Beispiele 15 bis 29a Es wurde wie in Beispiel 14 beschrieben gearbeitet, jedoch wurde die Polyurethandispersion in variierenden Mengen und verschiedene Polyether in variierenden Mengen eingesetzt. EMI22.1 Beispiele 30 bis 34 Es wurde wie in Beispiel 14 beschrieben gearbeitet, jedoch wurden die Polyether PE 8 und PE 9 und anstelle von Formengips handels·ublicher Stuckgips eingesetzt. Columns=7 Head Col 1: Beispiel Head Col 2: Polyurethan (Gew.-% fest/fest Head Col 3: Polyether (Typ) Head Col 4: Polyether (Gew.-% fest/fest Head Col 5: Biegefestigkeit (N/mm<2>) Head Col 6: Druckfestigkeit (N/mm<2>) Head Col 7: Wasseraufnahme (g) 301,5PE 90,027,6111,018,0 31-PE 90,028,197,028,3 321,5PE 80,027,91111,018,2 33-PE 80,026,689,032,4 34 * )---6,378,239,1 *) zum Vergleich Beispiele 35-40 Es wurde verfahren wie in Beispiel 14 beschrieben, jedoch wurden anstelle der Polyurethandispersion andere Polymerdispersionen und anstelle von Formengips handels·ublicher Stuckgips eingesetzt. Polymertyp 1 war eine Polybutadien/Styrol enthaltende Dispersion. Polymertyp 2 war eine Polystyrol/Butylmethacrylat enthaltende Dispersion. Columns=7 Head Col 1: Beispiel Head Col 2: Polymer (Typ und Gew.-% fest/fest) Head Col 3: Polyether (Typ) Head Col 4: Polyether (Gew.-% fest/fest) Head Col 5: Biegefestigkeit (N/mm<2>) Head Col 6: Druckfestigkeit (N/mm<2>) Head Col 7: Wasseraufnahme (g) 351/2,5PE10,157,5104,221,3 361/2,5PE20,157,6101,723,6 371/2,5PE90,157,7102,122,3 382/2,5PE10,157,9106,322,5 392/2,5PE90,157,8105,023,1 40 *) - -- -- -6,378,239,1 *) zum Vergleich Beispiele 41 bis 45 Es wurde wie in Beispiel 14 beschrieben gearbeitet, jedoch wurden die Polyether PE 8 und PE 9 eingesetzt und in den Beispielen 41 und 43 eine wie folgt erhaltene Polyurethandispersion: 0,25 Mol Butoxyethoxybutanol (OH-Zahl 40), 0,25 Mol Propylenoxidpolyether (MG 1 000), 0,40 Mol monosulfoniertes Butandiol-1,4, 1,2 Mol Isophorondiisocyanat und 0,20 Mol Hydroxyethylethylendiamin wurden miteinander zu einer Polyurethandispersion umgesetzt, die 68 Gew.-% Wasser enthielt. Columns=7 Head Col 1: Beispiel Head Col 2: Polyurethan (Gew.-% fest/fest Head Col 3: Polyether (Typ) Head Col 4: Polyether (Gew.-% fest/fest Head Col 5: Biegefestigkeit (N/mm<2>) Head Col 6: Druckfestigkeit (N/mm<2>) Head Col 7: Wasseraufnahme (g) 410,56PE 90,027,6112,318,3 42-PE 90,028,098,029,5 430,58PE 80,027,75111,219,2 44-PE 80,026,588,031,1 45 *) ---6,37839 *)