TITLE: Two-component system for the preparation of models and tools resistant against scaling off,especially for foundry industry purposes. European Patent Application EP0004002 A1 ABSTRACT: 1. Two-component system for producing wear-resistant models and tools, in particular for casting industry purposes, characterized in that the A-component contains at least a tri- or higher functional polyol with a molecular weight from 200 to 800, corresponding to a hydroxyl number between 200 and 800, or mixtures thereof with a linear polypropylene glycol with a molecular weight from 500 to 3000, at least one solid or liquid lubricant with usual additives, and that the B-component contains an aromatic isocyanate or pre-polymer thereof. INVENTORS: Horber, Helmut Lange, Dr. Burkhard Pauling, Horst Steiner, Wilhelm APPLICATION NUMBER: EP19790100533 PUBLICATION DATE: 09/19/1979 FILING DATE: 02/23/1979 ASSIGNEE: FISCHER AG GEORG (CH) INTERNATIONAL CLASSES: B22C1/22; B22C7/00; C08L75/08; (IPC1-7): B22C1/00; B22C7/00; C08L75/08 EUROPEAN CLASSES: B22C1/22F10; B22C7/00; C08L75/08+B8 FOREIGN REFERENCES: 3550673 POLYURETHANE MOLD ARTICLES FR2189460A 2795505 Production of hard, elastic waxes with low shrinkage GB1203943A 2951053 Elastic polyurethane composition and method for making same CLAIMS: Patentanspr·uche 2050/Si 1. Zweikomponentensystem zur Herstellung von abriebfesten Modellen und Werkzeugen, insbesondere f·ur Zwecke der Giessereiindustrie, dadurch gekennzeichnet, dass die A-Komponente mindestens ein lineares Polypropylen glykol mit einem Molekulargewicht von 500 - 3000 oder ein tri- oder h·oherfunktionelles Polyol mit einem Molekulargewicht zwischen 200 - 800, entsprechend einer Hydroxilzahl zwischen 200 - 800 oder Mischungen davon, mindestens ein festes oder fl·ussiges Gleit mittel und ·ubliche Reaktionsbeschleuniger, Stabili satoren und F·ullstoffe enth·alt und die B-Komponente ein aromatisches Isocyanat oder Prepolymer hier von enth·alt. 2. Zweikomponentensystem nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die A-Komponente das Ethylenoxi- oder Propylenoxiaddukt an ein tri-funktionelles Polyol, beispielsweise Trimethylolpropan oder Glycerin, enth·alt. 3. Zweikomponentensystem nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die A-Komponente ein tetra- bis octa funktionelles Polyol oder Polyamin enth·alt, welches beispielsweise Ethylendiamin, Pentaerythrit- oder Sucrose-Bausteine enth·alt. 4. Zweikomponentensystem nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die A-Komponente das Propylenoxid addukt an ein Triol, vorzugsweise Glycerin, Trimethyl olpropan, Trimethylolethan, Hexantriol -1.2.6., Pentaerythrit oder Hexite enth·alt. 5. Zweikomponentensystem nach einem der Anspr·uche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die B-Komponente ein aromatisches Diisocyanat der allgemeinen Formel I EMI8.1 in der X einen Methylenrest oder eine S02-Gruppe und R und R' ein H-Atom, ein Chloratom und/oder eine Methylgruppe bedeuten, oder ein Prepolymer hiervon enth·alt. 6. Zweikomponentensystem nach einem der Anspr·uche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die B-Komponente Toluylendiisocyanat enth·alt. 7. Zweikomponentensystem nach Anspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass das aromatische Diisocyanat Methyl diphenyldiisocyanat, vorzugsweise 4,4'-Diisocyanato diphenylmethan, in reiner oder roher Form ist. 8. Zweikomponentensystem nach Anspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass das aromatische Diisocyanat rohes Diphe nylmethan-4,4'-diisocyanat mit einer Funktonalit·at von 2 bis 2,8 ist. 9. Zweikomponentensystem nach einem der Anspr·uche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das aromatische Diisocyanat in Form eines Prepolymers, beispielsweise in Form eines Polyoladdukts, verwendet wird. 10. Zweikomponentensystem nach einem der Anspr·uche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitmittel ein Schmiermittel, beispielsweise ein mineralisches oder synthetisches Oel oder ein Weichmacher, ist. 11 Zweikomponentensystem nach einem der Anspr·uche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktionsbe schleuniger ein terti·ares Amin enth·alt. 12. Zweikomponentensystem nach einem der Anspr·uche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionsbe schleunigermenge derart bemessen ist, dass sp·atestens 1 Minute nach Vermischen der A- mit der B-Komponente die exotherme Additionsreaktion einsetzt und innerhalb von weiteren 5 bis 10 Minuten zum Erstarren des Ge misches f·uhrt, welches nach sp·atestens 24 Stunden die endg·ultigen Gebrauchseigenschaften aufweist. 13. Zweikomponentensystem nach einem der Anspr·uche 2, 4, 5, 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die A-Kompo nente ein trifunktionelles Polyol gestartet mit Glycerin und mit Ketten auf Basis Propylenglykol mit einem Molekulargewicht von ca. 500 und einer OH-Zahl von ca. 360, ein Paraffin·ol der Viskosit·at 100 cp bei 200 C, ein terti·ares Amin sowie Ceolith enth·alt und die B-Komponente rohes Diphenylmethan-4,4' diisocyanat enth·alt. 14. Zw.ikomponentensystem nach Anspruch 13, dadurch ge kennzeichnet, dass die A-Komponente 38 Gew. % Polyol, 4 Gew. % Paraffin·ol und 8 Gew. % Ceolith enth·alt und die B-Komponente 82 Gew. % der A-Komponente ausmacht" 15. Zweikomponentensystem nach einem der Anspr·uche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die A-Komponente max 35 Gew. %, vorzugsweise ca. 4 Gew. % Gleitmittel enth·alt. 16. Verwendung des Zweikomponentensystems gem·ass einem der Anspr·uche 1 bis 15 zur Herstellung von abriebfesten Modellen und Werkzeugen durch Mischen der Komponente A mit der Komponente B, vorzugsweise im st·ochiome trischen Verh·altnis. 17. Verwendung des Zweikomponentensystems gem·ass einem der Anspr·uche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die vermischten A- und B-Komponenten auf einem Tr·ager in einer maximal 5 mm dicken Schicht ausgeh·artet werden. 18. Abriebfeste Modelle und Werkzeuge, insbesondere f·ur Zwecke der Giessereiindustrie, hergestellt unter Ver wendung des Zweikomponentensystems nach einem der Anspr·uche 1 bis 17. DESCRIPTION: Zweikomponentensystem zur Herstellung von abriebfesten Modellen und Werkzeugen, insbesondere f·ur Zwecke der Giessereiindustrie Die Erfindung betrifft ein Zweikomponentensystem zur Herstellung von abriebfesten Modellen und Werkzeugen, insbesondere f·ur Zwecke der Giessereiindustrie. Die in der Giessereitechnik eingesetzten Modelle und Werkzeuge sind insbesondere bei Serienfertigung in der Sandformerei einem extrem hohen Verschleiss ausgesetzt. Neben hoher Verschleissfestigkeit werden ausserdem gutes Abformverhalten und kurze Herstellzeiten f·ur Neuanferti .gungen und Aenderungen gefordert. Die bekannten Metallmodelle besitzen wohl eine gute Abriebfestigkeit, erfordern aber eine aufwendige und zeitraubende Bearbeitung bei Aenderungen und Neuanfertigungen. Die als Metall-Ersatz vorgeschlagenen Epoxidharze weisen demgegen·uber eine schlechte Abriebfestigkeit und eine unbefriedigende Oberfl·ache auf. Die Verwendung von Polyurethanbindern ist an und f·ur sich in der Giessereiindustrie schon bekannt; allerdings nicht als Modellwerkstoff e. Die GB-Patentschrift Nr. 1 203 943 offenbart beispielsweise die Verwendung eines speziellen polyurethanharzbildenden Systems als Bindemittel f·ur Form- und Xernsande mit einem Gewichtsanteil von lediglich 2 - 7 %. Weitere bekannte Verwendungen von Polyurethansystemen betreffen die Herstellung von harten, elastischen Wachsen f·ur Pr·azisionsgussverfahren (US-Patent Nr. 2 795 505), und ein elastisches, gummi·ahnliches eine Molybd·anverbindung enthaltendes Polyurethan (US-Patent Nr. 2 951 053). Das US-Patent Nr. 3 550 673 betrifft hingegen Gussartikel welche nicht durch eine Polyaddition zwischen Isocyanatund Hydroxylgruppen, sondern zwischen Isocyanat- und Amingruppen verfestigt wurden und folglich auf Polyharnstoffbasis aufgebaut sind. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Lebensdauer von Modellen und Werkzeugen f·ur Zwecke der Giessereiindustrie wesentlich zu verl·angern, die Herstellzeiten und -Kosten erheblich zu senken und das Abformverhalten entscheidend zu verbessern. Das Zweikomponentensystem zur Herstellung von abriebfesten Modellen und Werkzeugen, insbesondere f·ur Zwecke der Giessereiindustrie, ist gem·ass der Erfindung in der Weise ausgebildet, dass die A-Komponente mindestens ein lineares Polypropylenglykol mit einem Molekulargewicht von 500 bis 3000 oder ein tri- oder h·oherfunktionelles Polyol mit einem Molekulargewicht zwischen 200 - 800, entsere- chend einer Hydroxilzahl zwischen 200 - 800, oder Mischungen davon, mindestens ein festes oder fl·ussiges Gleitmittel und ·ubliche Reaktionsbeschleuniger, Stabilisatoren und F·ullstoffe enth·alt und die B-Komponente ein aromatisches Isocyanat oder Prepolymer hiervon enth·alt. Des weiteren betrifft die Erfindung die Verwendung des Zweikomponentensystems zur Herstellung von abriebfesten Modellen und Werkzeugen durch Mischen der Romponente A mit der Komponente B, vorzugsweise im st·ochiometrischen Verh·altnis. Ueberraschenderweise hat es sich gezeigt, dass die so erhaltenen Modelle und Werkzeuge auf Polyurethanbasis in der Praxishervorragende Verschleisseigenschaften aufzeigen und kosteng·unstiger hergestellt werden k·onnen. Gegen·uber herk·ommlichen Harzen ergibt sich eine wesentlich h·ohere Lebensdauer der damit angefertigten Modelle. Weil das Abriebverhalten von Modellen durch theoretische Ueberlegungen nicht ermittelt werden kann, waren umfangreiche Tests zur Entwicklung des erfindungsgem·assen Polyurethan Zweikomponentensystems notwendig. Die so erreichte Abriebfestigkeit l·asst sich nachtr·aglich mit einer optimalen Kombination von Oberfl·achenh·arte, Oberfl·achenelastizit·at und Gleitmittel erkl·aren. Die Oberfl·achenh·arte sowie die Oberfl·achenelastizit·at sind chemisch betrachtet eine Frage der Vernetzungsdichte. Die Vernetzungsdichte ist gegeben durch die Funktionalit·at und Kettenl·ange bzw. Molekulargewicht der zur Anwendung gelangenden Polyole und Isocyanate. Die erforderliche Vernetzungsdichte wird durch Verwendung von linearen Polypropylenglykolen mit einem Molekulargewicht von 500 - 3000 oder von drei- oder h·oherfunktionellen Polyolen mit einem Molekulargewicht von 200 - 800 ent sprechend einer Hydroxilzani zwischen 2CO - 800 oder Mischungen davon erreicht. Trifunktionelle Polyole k·onnen beispielsweise Trimethylolpropan oder Glyzerin als Starter beinhalten, die Ketten sind in der Regel auf der Basis Propylenglykol und Ethylenglykol aufgebaut, f·ur h·ohere Funktionalit·aten werden entsprechend h·oherwertige Alkohole oder Amine, wie beispielsweise Ethylendiamin, Pentaerythrit oder Sucrose verwendet Als aromatische Isocyanate kommen aus Kostengr·unden vor allem die beiden grosstechnisch verf·ugbaren Typen TDI = Toluylendiisocyanat und MDI = Diphenylmethan-4,4' diisocyanat im erfindungsgem·assen Zweikomponentensystem zur Anwendung. Deren Funktionalit·at liegt im Falle von TDI und rein MDI bei 2. TDI kann in Form des reinen 2,4 Isomeren oder im Gemisch mit dem 2,6-Isomeren verwendet werden. Bevorzugt Anwendung finden roh-MDI-typen mit einer*Funktionalit·at vom 2 bis 2,8. An Stelle dieser reinen Isocyanate k·onnen auch Prepolymere, das sind Reaktionsprodukte dieser Isocyanate mit Polyolen, verwendet werden. Auch undestillierte Rohprodukte, die h·ohere Anteile an 2,4'-Isomeren sowie h·ohere Kondensate durch Verwendung von rohen Anilin-Formaldehyd-Harzen enthalten, k·onnen eingesetzt werden. Weitere aromatische Isocyanate' welche eingesetzt werden k·onnen sind: 4,4'-Diisocyanato-3,3'-dimethyl-diphenylmethan 1,5-Diisocyanato-naphthalin N,N'-(4,4'-Dimethyl-3,3'-diisocyanatodiphenyl)- uretdion Bis -1,3- (isocyanatomethyl) -benzol. Das im erfindungsgem·assen Zweikomponentensystem enthaltene Gleitmittel wird bevorzugt in fl·ussiger Form eingesetzt. Bew·ahrt haben sich Produkte, die als Schmiermittel bekannt sind, z.B. mineralische oder synthetische Oele, Weichmacher usw. Das nachfolgende Beispiel erl·autert die Herstellung von giessereitechnischen Modellen, und Werkzeugen mit dem erfindungsgem·assen Zweikomponentensystem. Beispiel Zu 88 Gew.-Teilen eines trifunktionellen Polyoles gestartet mit Glycerin und mit Ketten auf Basis Pro pylenglykol mit einem Molekulargewicht von ca. 500 und einer OH-Zahl von 360 wird als Schmiermittel 4 Gew.-Teile eines Paraffin·oles der Viskosit·at 100 cp bei 200 C hinzugef·ugt sowie 8 Gew.-Teile Ceolith, um das System zur Vermeidung von Blasenbildung wasserfrei zu halten. Zur Kontrolle der Reaktionsgeschwindigkeit werden dem Gemisch noch die bei der Polyurethan-Herstellung ·ublichen terti·aren Amine als Beschleuniger hinzugemischt. Die so erhaltene A-Komponente wird sodann mit 82 Teilen roh-MDI vermischt. Je nach verwendeter Beschleungermenge beginnt das Gemisch sofort oder sp·atestens nach 60 sec. zu reagieren und erstarrt nach weiteren 5 - 10 Minuten in einer exothermen Reaktion zu der gew·unschten festen Masse, die nach sp·atestens 24 Stunden endg·ultige Gebrauchseigenschaften aufzeigt. Die Vermischung erfolgt zweckm·assigerweise durch Verwendung ·ublicher 2-Komponenten-Dosieraggregate (Nieder- oder Hochdruck) mit anschliessendem Giessen oder Spritzen. Die gem·ass dem Beispiel hergestellen Modelle zeichnen sich durch eine sehr dichte Oberfl·achenschicht aus, welche eine deutlich verbesserte Verschleissfestigkeit gegen·uber Modellen aus bisher verwendeten Harzen zur Folge hat. Weitere Vorteile liegen im g·unstigeren Ausformverhalten der mit dem erfindungsgem·assen Zweikomponentensystem angefertigten Modelle und der kurzen Topfzeit von ca. 60 Sekunden, welche einen wesentlich h·oheren Ausstoss von Kunstharzmodellen pro Zeiteinheit erm·oglicht.