TITLE: Process for preparing curable casting resins. European Patent Application EP0218866 A1 ABSTRACT: Abstract not available for EP0218866 Abstract of corresponding document: US4786660 A method for making curable casting resins having a high content of finely divided inorganic fillers and comprising esters of acrylic or methacrylic acid and organosilicon compounds used as adhesion promoters, which method involves mixing the liquid polymer precursor comprising acrylic or methacrylic esters with the organosilicon compound and with an alkylamine as a catalyst for the organosilicon compound, the finely divided inorganic fillers being incorporated into the resulting mixture in such amounts that the viscosity of the mixture does not exceed 10 Pa.sec, the resulting thixotropic suspension then being transformed into a completely deflocculated low viscosity suspension by being allowed to stand for a sufficient length of time at room temperature or by short term heating. INVENTORS: Ittmann, Gunther Krieg, Dr. Manfred APPLICATION NUMBER: EP19860111848 PUBLICATION DATE: 04/22/1987 FILING DATE: 08/27/1986 ASSIGNEE: ROEHM GMBH (DE) INTERNATIONAL CLASSES: C08F2/44; C08F20/00; C08F20/12; C08K5/17; C08K5/5425; (IPC1-7): C08F20/12; C08F2/44 EUROPEAN CLASSES: C08K5/17+L33/06; C08K5/5425+L33/06 DOMESTIC PATENT REFERENCES: EP0107764 CASTING RESINS BASED ON ESTERS OF ACRYLIC ACID FOREIGN REFERENCES: FR2503168A 4221697 Composite materials CLAIMS: 1. Verfahren zur Herstellung von h·artbaren Giessharzen mit hohen Anteilen an feinteiligen anorganischen F·ullstoffen auf Basis von Estern der (Meth)acryls·aure und unter Verwendung von Organosiliciumverbindungen als Haftvermittler dadurch gekennzeichnet, dass die fl·ussige Polymervorstufe auf Basis von (Meth)acryls·aureestern mit der Organosiliciumverbindung und Alkylamin als auf die Organosiliciumverbindung wirkenden Katalysator gemischt und in die entstehende Mischung die feinteiligen anorganischen F·ullstoffe in solchen Portionen eingetragen werden, dass die Viskosit·at des Gemisches 10 Pa.s (gemessen in Rotationsviskosimeter nach DIN 53019, Teil 1, bei 20 DEG C) nicht ·ubersteigt und die entstehende thixotrope Suspension durch Stehenlassen ·uber einen ausreichenden Zeitraum bei Raumtemperatur oder durch kurzfristiges Erw·armen in eine voll entflockte, d·unnfl·ussige Suspension ·uberf·uhrt wird. 2. Verfahren gem·ass Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die fl·ussige Polymerstufe zu ·uber 50 Gew.-% aus Methylmethacrylat aufgebaut ist. 3. Verfahren gem·ass Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet dass die fl·ussige Polymervorstufe 0.01 bis 10 Gew.-% eines Vernetzers enth·alt. 4. Verfahren gem·ass Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Organosiliciumverbindungen gamma -Methacryloyloxypropyltrialkoxysilane enthalten. 5. Verfahren gem·ass den Anspr·uchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die feinteiligen anorganischen F·ullstoffe 50 - 80 Gew.-% bezogen auf das Giessharz ausmachen. 6. Verfahren gem·ass den Anspr·uchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverh·altnis anorganischer F·ullstoffe zu Organosiliciumverbindung 500 : 1 bis 20 : 1 betr·agt. 7. Verfahren gem·ass den Anspr·uchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die als Katalysatoren auf die Organosiliciumverbindungen wirkenden Alkylamine in Anteilen von 0,25 bis 5 Gew.-% bezogen auf die Organosiliciumverbindungen eingesetzt werden. 8. Verfahren gem·ass den Anspr·uchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die feinteiligen anorganischen F·ullstoffe im Verlauf von 1 bis 2 Stunden eingetragen werden. 9. Verfahren gem·ass den Anspr·uchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Eintragen der anorganischen Feststoffe die entstehende, thixotrope Suspension bei 60 - 100 DEG C thermisch behandelt wird. 10. Verfahren gem·ass den Anspr·uchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Eintragen der anorganischen Fest stoffe die entstehende thixotrope Suspension wenigstens 24 Stunden bei Raumtemperatur reagieren gelassen wird. 11. Verfahren gem·ass den Anspr·uchen 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, dass die voll entflockte d·unnfl·ussige Suspension eine Viskosit·at von nicht mehr als 500 mPa.s besitzt. DESCRIPTION: Verfahren zur Herstellung h·artbarer Giessharze Gebiet der Erfindung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Giessharzen mit hohen Anteilen an feinteiligen F·ullstoffen un von d·unnfl·ussiger Konsistenz, die sich in an sich bekannter Weise, z. B. durch Zusatz geeigneter Initiatoren sowohl unter Druck als auch ohne Druck h·arten lassen. Stand der Technik Als Giessharze bezeichnet man allgemein fl·ussige oder durch m·assige Erw·armung verfl·ussigbare, in Formen vergiessbare Kunstharze. Aus der DE-PS 24 49656 sind stabile, fliessf·ahige, formbare und h·artbare Massen aus einer polymerisierbaren, organischen Fl·ussigkeit und teilchenf·ormigen, anorganischen F·ullstoffen bekannt, erhalten durch Dispergieren eines F·ullstoffes (B) in einem Bestandteil (A) in Gegenwart eines Dispergiermittels (C) und gegebenenfalls eines Bindesmittels (D), wobei (A), (B), (C) und (D) die folgende Bedeutungen haben: (A) Ein organischer fl·ussiger Pr·akursor mit einer Viskosit·at bei der Formgebungstemperatur der h·artbaren Masse von maximal 5,0 Pa.s der aus A 1) einem fl·ussigen Monomeren der Monomerengemischen, das bzw. die unter Polymerisation oder Polyaddition ein festes Polymeres bilden kann bzw. k·onnen, bei dem die wiederkehrenden Einheiten in der polymeren Kette durch C - C Bindungen oder durch C - C-Bindungen, die durch die Heteroatome O,N oder Si unterbrochen sind, verkn·upft sind, oder A 2) einer Mischung von einem oder mehreren vorgebildeten Polymeren mit einem oder mehreren Monomeren, deren monomerer Bestandteil unter Polymerisation oder Polyaddition ein festes Polymeres bilden kann, oder A 3) einem partiell polymerisierten Material oder einem Pr·apolymeren, das unter Polymerisation oder Polyaddition ein festes Polymeres zu bilden vermag, (B) 20 bis 90 Vol.-% eines feinteiligen, anorganischen F·ullstoffs, mit einem elastischen Schermodul von mindestens 5 GN.m<-><2> und einer maximalen Teilchengr·osse von 100 mu m, wobei mindestens 95 % der Teilchen eine Gr·osse von h·ochstens 10 mu m und h·ochstens 10 % der Teilchen eine Gr·osse von (C) Wenigstens 0,01 g.m<-><2>, bezogen auf die Gesamtoberfl·ache der Teilchen des Bestandteils (B), eines polymeren Dispersionsmittels mit zumindest einer polymeren Kette mit einem Molekulargewicht von zumindest 500, das eine oder mehrere Verankerungsgruppen enth·alt, die zur Assoziierung mit dem F·ullstoff (B) bef·ahigt sind, mit der Massgabe, dass (a) die polymere Kette so ausgew·ahlt ist, dass sie durch fl·ussigen polymerisierbaren Bestandteil (A) in dem Mass solvatisierbar ist, dass sie - als unabh·angiges Molek·ul - in dem Bestandteil (A) eine bedeutend bessere L·oslichkeit aufweist als in einem Thetal·osungsmittel, (b) das polymere Dispersionsmittel mit dem Produkt der Polymerisation des Bestandteils (A) vertr·aglich ist, und (c) gegebenenfalls funktionelle Gruppen enth·alt, die zur Pfropfung der Copolymerisation mit den in der Komponenten A anwesenden Monomere w·ahrend der H·artungsoperation f·ahig sind, (D) Niedermolekulares Bindemittel mit einer oder mehreren zur Wechselwirkung mit den im Bestandteil (B) vorhandenen Gruppen bef·ahigten Gruppen(n) sowie einer oder mehreren Gruppen, die mit dem durch Polymerisation des fl·ussigen Pr·akursors (A) gebildeten Polymeren copolymerisieren oder Pfropfungen eingehen k·onnen. In der DE-OS 33 31 371 wurden Giessharze auf Basis von Acryls·aureestern mit einem hohen Anteil an feindispersen F·ullstoffen vorgeschlagen. Die Giessharze enthalten ein Gemisch aus Organosiliciumverbindungen mit funktionellen Gruppen und Metalls·aureestern von Metallen der IV. und V. Nebengruppe des Periodensystems. Die funktionelle Gruppe der Organosiliciumverbindung ist ethylenisch unges·attigt und entweder direkt oder ·uber Alkylengruppen mit dem Siliciumatom verbunden; sie kann ein- oder mehrmals im Molek·ul enthalten sein. Der Zusatz dieses Gemischs zu den an sich bekannten Giessharzen bewirkt eine erw·unschte Herabsetzung der Viskosit·at dieser Harze, die bei spielsweise zur Herstellung von Sanit·arartikeln eingesetzt werden. Aufgabe Erw·unscht sind d·unnfl·ussige Giessharze mit hohen Anteilen an feinteiligen F·ullstoffen. Die F·ullstoffe k·onnen zur Erh·ohung der Biegefestigkeit und Schlagz·ahigkeit der aus den Giessharzen hergestellten Formk·orper beitragen. Hohe F·ullstoffanteile sind ferner erw·unscht, weil mit steigendem Anteil der Polymerisationsschrumpf, der w·ahrend der H·artung des Giessharzes stattfindet, abnimmt und zudem die H·artungszeiten verringert werden. Bei der Herstellung der Formk·orper wirkt sich verst·andlicherweise eine niedrige Viskosit·at der Giessharze g·unstig aus, erlaubt sie doch die Formen m·oglichst formgenau auszuf·ullen und den notwendigen F·ullgrad zu erreichen. Die L·osungen des Standes der Technik konnten nicht in jeder Hinsicht befriedigen. Eines der Hauptprobleme bei der Herstellung d·unnfl·ussiger hochgef·ullter Giessharze liegt im Einbringen des anorganischen F·ullstoffs in die infolge des Monomerengehalts unges·attigte organische Phase. Die anorganischen F·ullstoffe wie z. B. Cristobalit, Quarzmehl und dgl. k·onnen in Mengen von 60 - 80 Gew.-% der Monomerenmischung nicht direkt zugesetzt werden, da unweigerlich eine br·ocklige Masse entsteht, die zum Vergiessen in eine Form ungeeignet ist. Um gute mechanische Eigenschaften zu erreichen, muss eine chemische Verkn·upfung zwischen anorganischer und organischer Phase hergestellt werden. Dies kann in an sich bekannter Weise mit Organosiliciumverbindungen erreicht werden. Das Einbringen des anorganischen Anteils in die organische Phase wird gem·ass der DE-OS 24 49 656 mit polymeren Dispergiermitteln erreicht. Die Lehre dieser Druckschrift betrifft relativ komplexe Systeme, bei denen die polymeren Dispergiermittel und die ·ubrigen Komponenten jeweils aufeinander abgestimmt werden m·ussen. Erw·unscht war ohne erheblichen Aufwand, stabile Dispersionen der F·ullmaterialien relativ unabh·angig von der Natur der F·ullmaterialien zu erhalten. In der DE-OS 24 49 656 werden experimentelle Ergebnisse berichtet, die unter Weglassung des polymeren Dispergierungsmittels insgesamt oder durch Ersatz mittels eines herk·ommlichen Dispergierungsmittels erhalten wurden. Dabei wird zum Beispiel Quarz-Silica unter Scherwirkung in eine Mischung von Methylmethacrylat und gamma -Methacryloyloxypropyltrimethoxysilan eingearbeitet. Man erhielt eine sehr dicke, geflockte Mischung, die nicht gegossen werden konnte. Die Mischung wurde pressgeformt und geh·artet, wobei man ein rissiges, fehlerhaftes Bahnmaterial erhielt. Die DE-OS 33 31 371 empfiehlt die Verwendung von Organosiliciumverbindungen zusammen mit Metalls·aureestern der IV. und V. Nebengruppe des Periodensystems. In der DE-OS 33 31 371 wird darauf hingewiesen, dass das Problem der Viskosit·at bei hochgef·ullten Giessharzen durch den Zusatz von Organosiliciumverbindungen nicht gel·ost werden k·onne. Einige Organosiliciumverbindungen bewirkten sogar noch eine zus·atzliche Erh·ohung der Viskosit·at. Offenbar erh·alt man erst durch Zusatz der Metalls·aureester oder der organischen Komplex salze der Metalle der IV. oder V. Nebengruppe des periodischen Systems der Elemente zus·atzlich zu den Organosiliciumverbinddungen die Einstellung einer geeigneten Konsistenz. Es bestand nach wie vor Bedarf nach hochgef·ullten Giessharzen, die leicht zug·anglich und nicht so aufwendig sein sollten wie der Stand der Technik. Um eine technisch befriedigende Entformung zu gew·ahrleisten ist es oft angezeigt an sich bekannte Trennmittel zuzusetzen. Als Trennmittel k·onnen z. B. Metallseifen , wie z. B. Metallstearate, Silikone, Polymere wie Polyamide und Polyethylene, ferner Talkum Glimmer u.·a. verwendet werden. L·osung Es wurde gefunden, dass das erfindungsgem·asse Verfahren zur Herstellung von Giessharzen mit Anteilen von 50 - 80 Gew.-% an feinteiligen anorganischen F·ullstoffen auf Basis von (Meth)acryls·aureestern und unter Verwendung von Organosiliciumverbindungen als Haftvermittlern zur L·osung der bestehenden Aufgabe besonders geeignet ist. Die Herstellung der Giessharze wird dabei unter v·olligem Ausschluss von Metalls·aureestern von Metallen der IV. und V. Nebengruppe des periodischen Systems der Elemente vorgenommen. Desweiteren werden keine polymeren funktionellen Dispergiermittel zugesetzt. Bei dem Verfahren wird die h·artbare Polymervorstufe auf Basis von (Meth)acryls·aureestern mit der Organosiliciumverbindung und Alkylamin als einem auf die Organosiliciumverbindung wirkenden Katalysator gemischt und in diese Mischung werden feinteilige, anorganische F·ullstoffe in solchen Portionen eingetragen, dass die Viskosit·at des Gemisches nicht ·uber ca. 10 Pa.s * steigt, vorzugsweise unter Anwendung von Scherkr·aften und die zun·achst gebildete thixotrope Suspension durch Stehenlassen bei Raumtemperatur oder kurzfristiges Erw·armen in eine voll entflockte, d·unnfl·ussige Suspension ·uberf·uhrt. *(gemessen im Rotationsviskosimeter nach DIN 53019, Teil 1, bei 20 DEG C) Die erfindungsgem·ass hergestellten Giessharze k·onnen zur Herstellung von Formk·orpern der verschiedensten Art dienen, insbesondere von Sanit·argegenst·anden wie z. B. Sp·ulen, Waschbecken usw. Allgemein er·offnen sie die Aussicht auf den Ersatz der unter relativ hohem Energieaufwand hergestellten keramischen Werkstoffe. Die Polymervorstufe Als fl·ussige Polymervorstufe eignen sich Monomere M bzw. Mischungen von Monomeren vorzugsweise unter Zusatz von Praepolymerisaten PM die unter Bildung eines bei Raumtemperatur festen Polymeren - vorzugsweise radikalisch - polymerisiert werden k·onnen. Die vorliegende Erfindung schliesst in dieser Hinsicht an die Lehre des Standes der Technik (z. B. die "Praekursoren" der DE-OS 24 49 656) an. Im allgemeinen weisen die fl·ussigen Polymervorstufen FP eine Viskosit·at von Genannt seien vinylische Monomere, oder Vinyliden-Monomere (= Monomere M; vgl. Ullmann's Encyclop·adie der Technischen Chemie, 3. Auflage Bd. 14, Pg. 108 - 110, Urban & Schwarzenberg 1963), wie z. B. Vinylester und -ether, saure Vinylverbindungen, Vinylische Carbonylverbindungen, Vinylaromaten und heterocylische Vinylverbindungen, Olefine, halogenierte Olefine, insbesondere Derivate der Acryl- und der Methacryls·aure. Bevorzugt werden im letzten Falle Monomere der Formel I. EMI8.1 worin R f·ur Wasserstoff oder Methyl, R1 f·ur einen gegebenenfalls verzweigten, gegebenenfalls substituierten Alkylrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder einen gegebenenfalls substituierten Arylrest mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen steht. Als Substituenten seien an sich bekannte Substituenten wie Halogen, Hydroxy, Alkoxy-, Dialkylamino-Substituenten mit C1 - C17 Alkylresten, vorzugsweise C1 - C6 - Alkylresten genannt. Genannt seien als Monomer M insbesondere die Verbindungen der Formel I worin R1 f·ur Alkylreste mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, insbesondere Ethylacrylat und -methacrylat, Propylacrylat und - methacrylat, Butylacrylat und -methacrylat mit den Isomeren, 2-Ethylhexylacrylat und -methacrylat, Phenylacrylat und - methacrylat, Benzylacrylat und -methacrylat und speziell Methylmethacrylat. Ferner k·onnen die fl·ussigen Polymervorstufen noch an sich bekannte vernetzungsf·ahige Monomere enthalten, z. B. solche die mindestens zwei polymerisationsf·ahige Vinylgruppen im Molek·ul enthalten (vgl. H. Rauch-Puntigam, Th. V·olker, Acryl- und Methacrylverbindungen", Pg. 184, Springer Verlag 1967). Genannt seien z. B. Ethylenglykoldimethacrylat, 1,4-Butandioldimethacrylat, Triglykoldimethacrylat, Trimethylolpropantrimethacrylat, Allylverbindungen wir Allylmethacrylat oder Tri-Allylcyanurat, Allyldiglycolcarbonat. Der Gehalt an Vernetzer liegt im allgemeinen bei 0.01 bis 10 Gew.-% vorzugsweise bei 0,1 bis 5 Gew.-% bezogen auf die fl·ussigen Polymervorstufen. Vorzugsweise liegt der Gehalt an Methylmethacrylat ·uber 50 Gew.-%, speziell von 80 - 100 Gew.-% bezogen auf die fl·ussige Polymervorstufe. Als Comonomere k·onnen ferner weitere, mit (Meth)acrylester copolymerisierbare Monomere verwendet werden z. B. die bereits vorstehend genannten Vinylaromaten und heterocyclischen Vinylverbindungen, wie Styrol, die Methyl styrole wie alpha -Methylstyrol und Divinylbenzol, Vinylpyrrolidon, Vinylpyridin, Acrylnitril und Methacrylnitril, Vinylester wie Vinylacetat und -propionat, Vinylchlorid und Vinylidenchlorid. Im allgemeinen ·uberwiegt der gewichtsm·assige Anteil der von der (Meth)acryls·aure abgeleiteten Derivate, (> 50 Gew.-%) speziell der Ester der Formel I und der vernetzenden Monomeren; er kann vorteilhaft bis 100 Gew.-% der Polymervorstufe ausmachen. Besonders g·unstig ist ein Gemisch aus dem Monomeren Methylmethacrylat und einem vernetzenden Monomeren wie z. B. glykoldimethacrylat. Vorteilhaft liegt das Gewichtsverh·altnis bis 100 : 2. Vorteilhafterweise besteht die fl·ussige Polymervorstufe aus Monomeren M wie vorstehend erl·autert; vorzugsweise unter Zusatz von Praepolymerisaten PM. Die Praepolymerisate PM sind im allgemeinen aus denselben Typen von Monomeren aufgebaut wie die vorstehend erl·auterten Monomeren M, enthalten jedoch keinerlei funktionalisierte Monomere. Es gelten auch im allgemeinen dieselben Proportionen wie f·ur die Monomeren M angegeben. Die monomeren Bestandteile der Praepolymerisate PM k·onnen identisch sein mit den Monomeren M oder auch von diesen verschieden. Vorzugsweise sind die Praepolymerisate PM in den Monomeren gel·ost, sie k·onnen aber auch darin dispergiert sein. Die Praepolymerisate haben in der Regel Molekulargewichte im Bereich 2.10<4> bis 4.10<5>. (Bestimmt mittels Gelchromatographie). Der Anteil der Praepolymerisate an den fl·ussigen Polymervorstufen liegt im Bereich 0 - 20 Gew.-%, vorzugsweise 0 - 10 Gew.-%. Genannt sei z. B. ein Praepolymerisat aus Methylmethacrylat und Methylacrylat im Gewichtsverh·altnis 1 : 9 mit reduz. Viskosit·at eta spez/c von 110 ml/g. Die F·ullstoffe Als F·ullstoffe eignen sich die einschl·agig f·ur Giessharze verwendeten feinteiligen anorganischen Materialien. Zweckm·assig wird eine Korngr·osse von 100 mu m Durchmesser vorzugsweise 50 mu m nicht ·uberschritten. Vorzugsweise sollen zweckm·assig mindestens 95 % der Teilchen Die F·ullstoffe k·onnen Naturprodukte oder synthetisch hergestellt sein. Die mechanischen Eigenschaften wie H·arte, elastischer Schermodul bemessen sich nach dem vorgesehenen Anwendungszweck der Giessharze. Dabie kann die Einstellung eines elastischen Schermoduls von wenigstens 5 GNm<-><2> vorteilhaft sein. Geeignet sind z. B. Mineralien wie Aluminiumoxide und Derivate z. B. Alkali- und Erdalkalidoppeloxide, Tone, Siliciumdioxide in seinen verschiedenen Modifikationen, Silikate, Aluminosilikate, Carbonate, Phosphate, Sulfate, Sulfide, Oxide, Kohle, Metalle und Metallegierungen. Ferner sind synthetische Materialien wie Glasmehl, Keramik, Porzellan, Schlacke, feinverteiltes synthetisches Si O2 geeignet. Genannt seien Kiesels·auremodifikationen wie Quarz (Quarzmehl) Tridymit und Cristobalit, sowie Kaolin, Talcum, Glimmer, Feldspat, Apatit, Baryte, Gips, Kreide, Kalkstein, Dolomit. Gegebenenfalls k·onnen auch Gemische von F·ullstoffen angewendet werden. Der F·ullstoffanteil an den Giessharzen der vorliegenden Erfdinung betr·agt mindestens 20 Gew.-%. Im allgemeinen wird ein Anteil von 80 Gew.-% nicht ·uberschritten. Als Richtwert sei ein F·ullgehalt der Giessharze von 50 - 80 Gew.-% angegeben. Die Herstellung der F·ullstoffe in den zweckm·assigen Korngr·ossen kann nach den bekannten Verfahren erfolgen z. B. durch Brechen und Mahlen. Besonders bevorzugt ist Cristobalit. Die Organosilicium-Komponente Die Organosilicium-Komponente dient in an sich bekannter Weise als Haftvermittler, zwischen F·ullstoff und organischer Phase. Es k·onnen somit die aus dem Stand der Technik bekannten Organosilicium-Verbindungen eingesetzt werden. Bei Anwendung der Organosiliciumverbindungen gem·ass der vorliegenden Erfindung wird kein Gebrauch gemacht von Metalls·aureestern von Metallen der IV. oder V. Nebengruppe des Periodensystems. In erster Linie handelt es sich um funktionelle Organosiliciumverbindungen mit mindestens einer ethylenisch unges·attigten Gruppe im Molek·ul. Der die ethylenisch unges·attigte Gruppe tragende funktionelle Rest ist im allgemeinen ·uber ein C-Atom mit dem zentralen Siliciumatom verkn·upft. Die verbleibenden Liganden am Silicium sind in der Regel Alkoxyreste mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen (wobei sich noch Etherbr·ucken im Alkylrest befinden k·onnen). Genannt seien z. B. die Vinyltrialkoxysilane. Die CC-Doppelbindung kann auch ·uber eine oder mehrere Kohlenstoffatome mit dem Si-Atom verbunden sein, z. B. in Form der Allyltrialkoxysilane oder der gamma -Methacryloyloxypropyltrialkoxysilane. Auch Dialkoxysilane k·onnen verwendet werden, wobei am Si-Atom ein weiterer funktioneller Rest mit einer CC-Dippelbindung, meist des gleichen Typs, oder ein Alkylrest mit vorzugsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatomen gebunden ist. Es k·onnen auch verschiedene Typen von Organosiliciumverbindungen in der Organosilicium-Komponente vorhanden sein. Genannt seien z. B. das Vinyltrimethoxysilan, Vinyltriethoxysilan, Vinyltriacetoxysilan, Vinyltris-(methoxyethoxy)-silan, Divinyldimethoxysilan, Vinylmethyldimethoxysilan, Vinyltrichlorsilan, gamma -Methacryloyloxyproplytrimethoxysilan oder gamma -Methacroyloyloxypropyltris(methoxyethoxy)-silan. Vorteilhafterweise werden die Organosiliciumverbindungen zu sammen mit Katalysatoren von Amintyp, insbesondere vom Typ der Alkylamine mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, speziell mit n-Butylamin angewendet. Als Richtwert f·ur die Anwendung des Amin-Katalysators kann 0,25 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 3 Gew.-% der Organosiliciumkomponente angenommen werden. Im allgemeinen betr·agt das Gewichtsverh·altnis anorg. F·ullstoffe zu Organosiliciumverbindungen 500 : 1 bis 20 : 1, vorzugsweise 50 +/- 25 : 1. Das Verfahren zur Herstellung der h·artbaren Giessharze Zun·achst wird die fl·ussige Polymervorstufe auf Basis von (Meth)acryls·aureestern mit der bzw. den Organosiliciumverbindungen und dem Alkylamin als Katalysator gemischt. Zu dieser Vorlage gibt man unter mechanischer Verteilung vorzugsweise durch Anwendung von Scherkr·aften, die feinteiligen anorganischen F·ullstoffe in solchen Portionen zu, dass die Viskosit·at nicht ·uber einen Wert von ca. 10 Pa.s ansteigt. Vorzugsweise geht man so vor, dass man zun·achst ca. 60 - 70 Gew.-% der anorganischen F·ullstoffe eintr·agt. Der Ansatz wird zun·achst past·os bis dickfl·ussig. Mit fortschreitender Zeit sinkt die Viskosit·at jedoch wieder ab und es kann nun wieder ein gewisser Anteil der anorganischen F·ullstoffe zugesetzt werden. Nach ca. 1 - 2 Stunden ist in der Regel das Eintragen der F·ullstoffe abgeschlossen. Die Herstellung der h·artbaren Giessharze in der zur Anwendung ben·otigen fl·ussigen Konsistenz kann durch Bewegen bei Raum temperatur w·ahrend einer ausreichenden Zeit, z. B. 24 Stunden abgeschlossen werden. Alternativ kann die Mischung nach der Zugabe von F·ullstoffen auch thermisch behandelt werden. Als Temperaturbereich hat sich z. B. der Bereich 60 - 100 DEG C, vorzugsweise 90 - 100 DEG C bew·ahrt. In der Praxis wird die dickfl·ussige Dispersion auf die entsprechende Temperatur aufgeheizt und danach sofort abgek·uhlt. Als Vorrichtung zur mechanischen Verteilung der F·ullstoffe kommt z. B. ein Dissolver in Frage. Das Bewegen der Mischung nach dem Eintragen kann z. B. auf einer Rollbank erfolgen. Anwendung der Giessharze Zur Herstellung von Giesslingen werden an sich ·ubliche radikalische Beschleuniger in den ·ublichen Mengen zugesetzt, beispielsweise Perester wie z. B. Peroxidicarbonate, insbesondere das Bis-(4-tert-butylcyclohexyl)-peroxidicarbonat in Mengen von 1 bis 5 Gew.-% bezogen auf die Monomeren M. Zweckm·assigerweise geschieht der Zusatz der Beschleuniger erst kurz vor dem Verf·ullen und Aush·arten der Harze. Den erfindungsgem·assen fl·ussigen Giessharzen k·onnen zus·atzlich zu den feinteiligen F·ullstoffen noch Verst·arkerstoffe zugesetzt werden, beispielsweise vom Fasertyp. Zu den geeigneten Faserstoffen geh·oren z. B. Glasfasern, Mineralfasern, Steinfasern. Der Anteil dieser Verst·arkerstoffe liegt im allgemeinen unterhalb des Gehaltes an den feinteiligen F·ullstoffen. Um farbige Formteile herstellen zu k·onnen, kann man der organischen Phase auch Pigmente und/oder Farbstoffe zusetzen. Genannt sei z. B. die Anwendung von Eisenoxid, Titandioxid, Zinkweiss, Ultramarinblau und Russ. Herstellung der Gussst·ucke Das mit dem Beschleuniger versetzte h·artbare fl·ussige Giessharz l·asst sich sehr gut in die ·ublichen Giessformen vergiessen. Vorteilhafterweise wird vor dem Verf·ullen evakuiert. Die H·artung geschieht vorzugsweise thermisch, beispielsweise durch Erhitzen auf 50 - 80 DEG C w·ahrend 20 - 60 Minuten, zweckm·assig im Trockenschrank. Die H·artung kann sowohl unter Anwendung von Druck als auch ohne Druck erfolgen. Mit Hilfe des erfindungsgem·assen Giessverfahrens lassen sich die vielf·altigsten Formen f·ullen und eine technisch einwandfreie Polymerisation durchf·uhren. Es k·onnen auf diese Weise Platten, Sch·usseln, Waschbecken, Sp·ulbecken, WC-Becken, Formk·orper f·ur die Bauindustrie, Maschinenfundamente, Beh·alter u. a. (hergestellt werden.) Die Vorteile dieser Art der Herstellung sind eine grosse Formenvielfalt, - auch relativ komplizierte Formen werden zug·anglich -, geringer Energiebedarf, geringer Personalaufwand, ein hoher Grad an Zuverl·assigkeit, wenig Nacharbeitungszeit. Die Giessharze gem·ass der vorliegenden Erfindung sind zudem relativ leicht zug·anglich und umweltfreundlich. Hervorzuheben ist die tadellose Oberfl·ache, sowie die hohe Steifigkeit und Festigkeit der daraus hergestellten Formk·orper. Eigenschaften der Giessharze Nach Abschluss des erfindungsgem·assen Verfahrens besitzen die Giessharze eine Viskosit·at (DIN 53211), Becherdurchmesser (6 mm) im Bereich 10 - 40 sec. Aus Plattengiesslingen wurden Probek·orper gewonnen, an denen die mechanischen Eigenschaften bestimmt werden k·onnen. Bei Giessharzen auf Basis von Methylmethacrylat/Glykoldimethacrylat im Gew.-Verh·altnis von ca. 50 : 1 wurde eine Biegefestigkeit (nach DIN 35452) von 133 - 120 N/mm<2> und eine Schlagz·ahigkeit (nach DIN 53453) von mindestens 5 KJ/m<2> gefunden. Die folgenden Beispiele dienen zur Erl·auterung der Erfindung. Die Bestimmung der reduzierten Viskosit·at eta spez/c geschieht in Chloroform bei 20 DEG C im Micro-Ubbelohde-Viskosimeter. (Vgl. Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, BD. 14/1, Seite 81 - 84, Georg-Thieme-Verlag, 1961). Beispiel 1 Herstellung des Giessharzes 104 g Methylmethacrylat wird mit 2 g Ethylenglykoldimethacrylat und 8 g gamma - Methacryloyloxypropyl-trimethoxysilan unter Zusatz von 0,2 g n-Butylamin homogen vermischt. Zu diesem Gemisch werden 280 g Cristobalit (Cristobalit T 6000, Korngr·osse 0,1 - 10 mu m, Produkt der Fa. Quarzwerke, K·oln) portions-weise mit Hilfe eines Dissolvers (UMA-Dissolver, Fa. VMA Getzmann, Verfahrenstechnik Heienbach, 5226 Reichshof) so eingetragen, dass die Viskosit·at des Gemisches 10 Pa.s nicht ·ubersteigt. Die Dauer des Eintragens liegt bei ca. 1. Stunde, wobei in Intervallen zwischendurch, speziell gegen Ende, die Reaktion ohne R·uhren ablaufen gelassen wird. Der Ansatz wird nun 24 Stunden auf der Rollbank behandelt, dann setzt man 6 g eines Copolymerisats aus Methylmethacrylat und Methylacrylat (90 : 10 Gew.-Teile) mit einem eta spez/c-Wert von 110ml/g(Produkt PLEX 8 640 F TM der R·ohm GmbH) zu. Die Viskosit·at (nach DIN 53211, Becherdurchmesser 6 mm) betr·agt 24 sec. Beispiel 2 Herstellung eines Gussst·ucks In das Giessharz gem·ass Beispiel 1 werden 0,6 Gew.-Teile Bis(4-tert.-butylcycolhexyl)peroxydicarbonat als Initiator einger·uhrt. Anschliessend wird evakuiert. Dann giesst man mit dem Gemisch Platten der Abmessung 200 x 200 x 4 mm. Die H·artung wird w·ahrend ca. 25 Minuten bei 80 DEG C durchgef·uhrt. Aus den erhaltenen Platten werden zur Bestimmung der Biegefestigkeit Normk·orper der Abmessungen 50 x 6 x 4 mm ausges·agt. Bestimmt wurde: Biegefestigkeit (nach DIN 53452) 133 N/mm<2> Schlagz·ahigkeit (nach DIN 53453) 6,0 KJ/m<2> Beispiel 3 Herstellung eines Giessharzes 129,75 g Methylmethacrylat wird mit 2,5 g Ethylenglykoldimethacrylat und 10 g gamma -Methacryloyloxypropyl-trimethoxysilan unter Zusatz von 0,25 g n-Butylamin homogen vermischt. Zu diesem Gemisch werden 350 g Cristobalit (s. Beispiel 1) portions-weise mit Hilfe eines Dissolvers so eingetragen, dass die Viskosit·at des Gemischs 10 Pa.s nicht ·uberschreitet. Die Dauer des Eintragens liegt bei 70 Minuten. Danach l·asst man noch 1/2 Stunde reagieren, und setzt noch 0,1 g 2,4-Dimethyl-6-tert.-butylphenol als Stabilisator zu. Der Ansatz wird nun innerhalb 30 min. auf 95 DEG C aufgeheizt und w·ahrend etwa 1 Stunde abk·uhlen gelassen. Das Gemisch zeigt eine Viskosit·at (nach DIN 53211; Becherdurchmesser 6 mm)von 8,5 sec. Anschliessend gibt man 5,0 g eines Copolymerisats aus Methylmethacrylat und Methylacrylat (9 : 1 Gew.-Teile) mit einem eta spez/c-Wert von 110 zu. Man erhalt ein v·ollig entflocktes Giessharz mit einer Viskosit·at (nach DIN 53211; Becherdurchmesser 6 mm) von 30 sec. Es wird ein Giessling nach Beispiel 2 hergestellt Die mechanischen Eigenschaften entsprechen denjenigen von Beispiel 2.