TITLE: Esters of allyl-bicyclo[2,2,1]-hept-5-ene-2-carboxylic acid and their polymers. European Patent Application EP0263782 A1 ABSTRACT: Abstract not available for EP0263782 Abstract of corresponding document: US4847335 Compounds of the formula I (I) in which a is 1, 2 or 3, m is an integer from 2 to 20, R1, R2 and R3 independently of one another are hydrogen or methyl and R4 is an m-valent radical of a polyol after removal of m hydroxyl groups, can be thermally reacted to give crosslinked polymers having outstanding physical properties. The polymers are suitable especially as casting resins, matrix resins, adhesives, encapsulating resins, insulating materials for electronics and electrical engineering and in surface protection. INVENTORS: Kramer, Dr. Andreas APPLICATION NUMBER: EP19870810449 PUBLICATION DATE: 04/13/1988 FILING DATE: 08/05/1987 ASSIGNEE: CIBA GEIGY AG (CH) INTERNATIONAL CLASSES: C07C69/74; C08F12/32; C08F36/00; C08F36/20; C08G65/332; H01B3/44; (IPC1-7): C07C69/753; C07C67/14; C08F120/68 EUROPEAN CLASSES: C08F12/32; C08G65/332F; H01B3/44 FOREIGN REFERENCES: 3287395 Diels-alder reaction products 3658669 RADIATION CROSSLINKED DINORBORNENE POLYMERS CLAIMS: 1. Verbindungen der Formel I EMI18.1worin R<1>, R<2> und R<3> unabh·angig voneinander Wasserstoff oder Methyl bedeuten, a 1, 2 oder 3 und m eine ganze Zahl von 2 bis 20 sind, und R<4> einen m-wertigen Rest eines aliphatischen, oder eines ein- oder mehrkernigen cycloaliphatischen oder aromatischen Polyols oder eines Novolaks nach dem Entfernen von m Hydroxylgruppen darstellt, oder f·ur einen Alkylenglykol- oder Polyalkylenglykolrest nach dem Entfernen von 2 Hydroxylgruppen steht, wobei pro Kohlenstoffatom im Rest R<4> nicht mehr als eine C-O Bindung vorliegt. 2. Verbindungen der Formel I nach Anspruch 1, worin R<1>, R<2> und R<3> Wasserstoff sind und a 1 ist. 3. Verbindungen der Formel I nach Anspruch 1, worin R<4> einen Rest eines aromatischen Polyols oder eines Novolaks darstellt. 4. Verbindungen der Formel I nach Anspruch 1, worin m eine ganze Zahl von 2 bis 5 ist und R<4> f·ur einen m-wertigen C2-C20-aliphatischen, einen ein- oder mehrkernigen C5-C20-cycloaliphatisschen, oder einen C6-C20-aromatischen Rest, einen Rest der Formel EMI18.2mit n gleich eine ganze Zahl von 1 bis 10 steht, oder einen m-wertigen Rest der Formel II darstellt EMI19.1worin T Methylen, Isopropyliden, CO, O, S oder SO2 bedeutet. 5. Verbindungen der Formel I nach Anspruch 1, worin R<4> einen m-wertigen Rest eines Phenol- oder Cresolnovolaks nach dem Entfernen von m Hydroxylgruppen darstellt. 6. Verbindungen der Formel I nach Anspruch 4, worin m 2 ist und R<4> -C pH 2p- mit p gleich eine ganze Zahl von 2 bis 15, ein C5-C12 cycloaliphatischer Rest, ein C6-C12-aromatischer Rest oder ein Rest der Formel II ist. 7. Verbindungen der Formel I nach Anspruch 1, worin R<4> von einem Polyol ausgew·ahlt aus der Gruppe bestehend aus EMI19.2wobei q eine ganze Zahl von 3 bis 20 ist, abgeleitet wird. 8. Verfahren zur Hestellung von Verbindungen der Formel I nach Anspruch 1 durch Umsetzung eines S·aurechlorids der Formel III EMI20.1mit einem Polyol der Formel IV R<4>(OH) m (IV) in Gegenwart von mindestens der dem S·aurechlorid ·aquivalenten Menge eines terti·aren Amins oder eines Alkalimetallcarbonats, wobei die Reste R<1>, R<2>, R<3> und R<4> sowie a und m die im Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben. 9. Polymere, die dadurch erh·altich sind, dass man eine Verbindung der Formel I nach Anspruch 1 oder ein Gemisch solcher Verbindungen w·ahrend 5 bis 30 Stunden auf eine Temperatur zwischen 150 und 300 DEG C erhitzt. 10. Polymere nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel I, worin a die Zahl 1, m die Zahl 2, R<1>, R<2> und R<3> Wasserstoff und R<4> EMI20.2bedeuten, w·ahrend 10 bis 25 Stunden auf eine Temperatur zwischen 180 und 250 DEG C erhitzt. DESCRIPTION: Ester der Allyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbons·aure und deren Polymere Die Erfindung betrifft mit Allyl oder Methallyl und gegebenenfalls Methyl substituiertes Bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbons·aureester mit 2- bis 20-wertigen Polyolen, deren Herstellung, die daraus erh·altlichen vernetzten Polymere sowie die Verwendung dieser Polymere als Giessharze, Matrixharze, Klebstoffe, Umh·ullungsharze, Isolierstoffe f·ur Elektronik und Elektrotechnik und im Oberfl·achenschutz. Derivate der Allyl-bicyclo[2.2.1l]hept-5-en-2,3-dicarbons·aure sind bekannt. So beschreibt die EP-A 105,024 Imide dieser Dicarbons·aure sowie die Polymeren, die durch thermische Polymerisation der Monomeren gewonnen werden k·onnen. Die polymeren Produkte eignen sich z.B. als Matrixharze f·ur Verbundwerkstoffe oder als Isoliermaterialien. Derivate der Allyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbons·aure sind von A.G. Gonzalez et al. in Tetrahedron Lett. 25(25), 2697-2700 (1984) beschrieben worden. Diese Verbindungen besitzen neben der Allyl- und Carbons·aurefunktion noch eine Hydroxylgruppe oder ein Chloratom in 7-Position. Die Arbeit betrifft die Synthese stereospezifisch 7,7-difunktionalisierter Derivate des Bicyclo[2.2.1]hepten Systems. In der US 3,658,669 werden verschiedene Derivate, unter anderem auch Ester, substituierter, den Bicyclo[2.2.1]heptenrest enthaltender Carbons·auren beschrieben. Die US 3,287,395 beschreibt Diels-Alder Umsetzungsprodukte alkenylsubstituierter Cyclopentadiene mit alpha , beta -unges·attigten Carbons·auren, insbesondere Dicarbons·auren, sowie die Verwendung dieser Produkte, zusammen mit anderen unges·attigten Dicarbons·auren, wie z.B. Maleins·aure, und mit Diolen, f·ur die Herstellung unges·attigter Polyester. Die erfindungsgem·assen allyl- oder methallyl-substituierten Bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbons·aureester sind wertvolle Ausgangsprodukte f·ur Polymere mit ausgezeichneten Eigenschaften. Sie sind durch die folgende Formel I gekennzeichnet: EMI2.1worin R<1>, R<2> und R<3> unabh·angig voneinander Wasserstoff oder Methyl bedeuten, a 1, 2, oder 3 und m eine ganze Zahl von 2 bis 20 sind, und R<4> einen m-wertigen Rest eines aliphatischen, oder eines ein-oder mehrkernigen cycloaliphatischen oder aromatischen Polyols oder eines Novolaks nach dem Entfernen von m Hydroxylgruppen darstellt, oder f·ur einen Alkylenglykol- oder Polyalkylenglykolrest nach dem Entfernen von 2 Hydroxylgruppen steht, wobei pro Kohlenstoffatom im Rest R<4> nicht mehr als eine C-O Bindung vorliegt. Vorzugsweise bedeutet a die Zahl 1 und R<1>, R<2> und R<3> sind Wasserstoff. R<4> bedeutet vorzugsweise einen Rest eines aromatischen Polyols oder eines Novolaks. Bevorzugte Verbindungen der Formel I sind auch solche, worin m eine ganze Zahl von 2 bis 5 ist und R<4> f·ur einen m-wertigen C2-C20-aliphatischen, einen ein- oder mehrkernigen C5-C20-cycloaliphatischen, oder einen C6-C20-aromatischen oder araliphatischen Rest, einen Rest der Formel EMI3.1mit n gleich eine ganze Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 1 bis 5, oder einen m-wertigen Rest der Formel II darstellt EMI3.2worin T Methylen, Isopropyliden, CO, O, S oder SO2 bedeutet. Die Reste R<4> k·onnen auch noch freie, nicht veresterte Hydroxylsubstituenten aufweisen, wobei pro Kohlenstoffatom im Rest R<4> h·ochstens eine C-O Bindung bzw. Hydroxylgruppe vorliegen kann. Hydroxylgruppenfreie Reste R<4> sind aber bevorzugt. Wenn R<4> ein m-wertiger C2-C20-aliphatischer Rest ist, kann dieser geradkettig oder verzweigt sein. Falls R<4> einen ein- oder mehrkernigen C5-C20-cycloaliphatischen Rest darstellt, kann es sich dabei um mono-, bi- oder auch polycyclische Systeme handeln, welche, falls erw·unscht, mit bis zu zwei C 1-C5-Alkyl substituiert sein k·onnen. Die Hydroxylgruppen des Polyols k·onnen auch ·uber C1-C5-Alkylengruppen, wie z.B. Methylen, an den cycloaliphatischen Rest gebunden sein. Beispiele f·ur geeignete aliphatische Reste R<4> sind Ethylen, 1,2- und 1,3-Propylen, Butylen, Penta- und Hexamethylen, Heptylen, Octylen, Decylen, Dodecylen, Hexadecylen, Neopentylen sowie Reste von Glycerin, von 1,1,1-Tris(hydroxymethyl)propan und von Pentaerythrit [2,2-Bis(hydroxymethyl)-1,3-propandiol]. Beispiele f·ur geeignete ein- oder mehrkernige cycloaliphatische Reste R<4> sind Cyclopentylen, Cyclohexylen, Cycloheptylen, Cyclooctylen, Bis(cyclohexylen)methan, 2,2-Bis(cyclohexylen)propan, Decalinylen, Bicyclo[2.2.1]heptylen, Bicyclo[2.2.2]-octylen, Tricyclo[5.2.1.0 <2,6>]decylen und die ensprechenden C1-C5-alkyl substituierten Derivate, oder Reste von Polyolen, in denen die Hydroxygruppen ·uber C1-C5-Alkylengruppen an den cycloaliphatischen Rest gebunden sind, nach dem Entfernen der Hydroxylgruppen. Wenn R<4> ein ein- oder mehrkerniger C6-C20-aromatischer Rest ist, k·onnen die mehrkernigen Systeme auch kondensierte Ringe aufweisen. Bevorzugte Verbindungen der Formel I sind auch solche, worin R<4> einen m-wertigen Rest eines Phenol- oder Cresolnovolaks nach dem entfernen von m Hydroxylgruppen darstellt. Erfindungsgem·asse Verbindungen der Formel I umfassen auch Strukturen, bei denen der Rest R<4> von halogenatome-enthaltenden, besonders von chlor- und bromhaltigen Polyolen oder Novolaken abgeleitet ist. Beispiele f·ur geeignete aromatische Reste R<4> sind 1,3- oder 1,4-Phenylen oder Naphthylen, sowie Reste, die von Bisphenol A oder Bisphenol F abgeleitet sind. Besonders bevorzugte Verbindungen der Formel I sind solche, worin m die Zahl 2 bedeutet, R<4> f·ur eine Gruppe -C pH 2p- mit p gleich eine ganze Zahl von 2 bis 15, einen C5-C12-cycloaliphatischen Rest, einen C6-C12-aromatischen Rest oder einen Rest der Formel II steht. Ganz besonders bevorzugte Verbindungen der Formel I sind solche, worin der Rest R<4> von einem Polyol ausgew·ahlt aus der Gruppe bestehend aus EMI5.1wobei q eine ganze Zahl von 3 bis 20 ist, abgeleitet wird. Am meisten bevorzugt ist die Verbindung der Formel I, worin a die Zahl 1, m die Zahl 2, R<1>, R<2> und R<3> Wasserstoff und R<4> EMI5.2bedeuten. Die erfindungsgem·assen Verbindungen der Formel I k·onnen auf an sich bekannte Weise, z.B. durch Umsetzung eines S·aurechlorids der Formel III EMI5.3mit einem Polyol der Formel IV R<4>(OH) m (IV) in Gegenwart von mindestens der dem S·aurechlorid ·aquivalenten Menge eines terti·aren Amins oder eines Alkalimetallcarbonats hergestellt werden, wobei die Reste R<1>, R<2>, R<3> und R<4>, sowie a und m die unter Formel I angegebene Bedeutung haben. Die Umsetzung kann ohne L·osungsmittel oder bevorzugt in Gegenwart eines inerten aprotischen L·osungsmittels, wie z.B. Chloroform, Methylenchlorid, Diethylether, Dioxan, Toluol, Xylol oder Hexan, erfolgen. Als Basen f·ur die Neutralisierung des freiwerdenden Chlorwasserstoffs sind terti·are Amine, wie z.B. Triethylamin oder Pyridin, oder Alkalimetallcarbonate, z.B. Natrium- oder Kaliumcarbonat geeignet. Die Temperatur der Umsetzung kann zwischen 0 und etwa 150 DEG C liegen. Bevorzugt werden die erfindungsgem·assen Ester so hergestellt, dass die Edukte bei Raumtemperatur oder unter K·uhlung zusammengef·uhrt werden, und das Reaktionsgemisch dann unter Temperaturerh·ohung auf ca. 50 bis 100 DEG C nachger·uhrt wird. Die Umsetzung erfolgt bevorzugt unter Einsatz st·ochiometrischer Mengen der Edukte, so dass pro Hydroxy·aquivalent des Polyols IV ein Mol des S·aurechlorids III verwenet wird; man kann aber nach einen bis zu 30 %igen Ueberschuss eines der Edukte, besonders des S·aurec hlorids, verwenden. Die S·aurechloride der Formel III k·onnen in Analogie zu dem in der US Patentschrift 3,105,839 beschriebenen Verfahren hergestellt werden, indem man Natrium-Cyclopentadienid oder Natrium-Methylcyclopetadienid mit einem Allyl- oder Methallylhalogenid umsetzt, worauf sich eine Diels-Alder Reaktion mit Acryl- bzw. Methacryls·aurechlorid anschliesst. Polyole der Formel IV sind bekannt oder k·onnen auf an sich bekannte Weise hergestellt werden. Die erfindungsgem·assen Verbindungen der Formel I sind fl·ussige oder niederschmelzende feste Stoffe und sind in organischen L·osungsmitteln gut l·oslich. Sie lassen sich thermisch in unl·osliche vernetzte Polymere mit wertvollen physikalischen Eigenschaften ·uberf·uhren. Bei der Polymerisation entstehen keine fl·uchtigen Komponeten, was f·ur viele Anwendungen, beispielsweise die Herstellung von Lackfilmen oder beim Einsatz als Matrixharze, von Vorteil ist. Die Erfindung betrifft daher auch Polymere, die dadurch erh·altlich sind, dass man eine Verbindung der Formel I oder ein Gemisch solcher Verbindungen w·ahrend 5 bis 30, vorzugsweise w·ahrend 10 bis 25 Stunden, auf eine Temperatur zwischen 150 und 300 DEG C, insbesondere zwischen 180 und 250 DEG C, erhitzt. Ein Polymer mit besonders vorteilhaften Eigenschaften wird erhalten, wenn man eine Verbindung der Formel I, worin a die Zahl 1, m die Zahl 2, R<1>, R<2> und R<3> Wasserstoff und R<4> EMI7.1bedeuten, w·ahrend 10 bis 25 Stunden auf eine Temperatur zwischen 180 und 250 DEG C erhitzt. dienen. Bevorzugt erfolgt die Polymerisation der erfindungsgem·assen Ester direkt ohne Einsatz von L·osungsmitteln. Selbstverst·andlich k·onnen den Verbindungen der Formel I inerte und stabile Stoffe, wie F·ullmittel, Pigmente, Farbstoffe und andere Additive, zugegeben werden, bevor sie zu vernetzten Gebilden polymerisiert werden. Die polymeren Produkte k·onnen vielseitig angewendet werden, z.B. als Klebstoffe, sowie im Oberfl·achenschutz und als Umh·ullungsharze und Isolierstoffe f·ur Elektronik und Elektrotechnik und insbesondere als Giessharze oder Matrixharze f·ur faserverst·arkte Verbundstoffe. Die tiefe Schmelzviskosit·at erm·oglicht ein impr·agnieren der Fasern aus der Schmelze. Als Verst·arkungsmittel eignen sich insbesondere Glas-, Kohlenstoff- und Polyamidfasern. Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der polymeren Produkte f·ur die oben erw·ahnten Zwecke. Herstellungsbeispiele Beispiel 1: Allylbicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbonylchlorid EMI8.1 Eine L·osung von 400 g NaOH in 800 ml H2O und 16 g Benzyltriethylammoniumchlorid in 32 ml Ethanol wird auf 30-35 DEG C erw·armt und unter R·uhren innert 15 Minuten mit 264 g Cyclopentadien versetzt. Zur tiefroten klaren Emulsion tropft man innerhalb von 45 Minuten 336 g Allylchlorid. Es setzt unmittelbar eine Reaktion ein, die sich durch W·armeentwicklung und Ausf·allung von Natriumchlorid bemerkbar macht. Die Innentemperatur wird mit einem Eisbad zwischen 50 DEG und 55 DEG C gehalten. Sobald das Allylchlorid zugetropft ist, wird 30 Minuten bei 50 DEG C nachger·uhrt. Die Reaktionsl·osung wird abgek·uhlt und mit 200 ml Wasser versetzt. Dabei geht das ausgefallene Salz in L·osung. Die w·asserige Phase wird abgetrennt, die organische Phase zweimal mit ges·attigter NaCl-L·osung gewaschen und ·uber Natriumsulfat filtriert. Das nicht umgesetzte Cyclopentadien und Allylchlorid werden bei Raumtemperatur und reduziertem Druck abdestilliert. Diese R einigungsoperation wird abgebrochen sobald ein absoluter Druck von 33 mbar erreicht wird. Die Analyse des R·uckstandes durch Chromatographie zeigt, dass nebst Allylcyclopentadien (ca. 75 %) als Nebenprodukte noch Di- und Triallylcyclopentadien, Dicyclopentadien und Diallyldicyclopentadien vorhanden sind. 360 g rohes Allylcyclo pentadien werden in 400 ml Methylenchlorid aufgenommen. Zu dieser klaren rotbraunen L·osung tropft man innerhalb einer Stunde bei 20 DEG -25 DEG C unter Eisk·uhlung 252 g Acryls·aurechlorid und r·uhrt anschliessend 2 Stunden bei 20 DEG C. Die Reaktionsl·osung wird am Rotationsverdampfer eingeengt und der R·uckstand bei einem absoluten Druck von 26 mbar destilliert. Zwischen 112 DEG C und 120 DEG C gehen 377 g Allyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbonylchlorid ·uber, was einer Ausbeute von 68 % der Theorie entspricht. Die gelbe Fl·ussigkeit kann unter Stickstoff l·angere Zeit bei 0 DEG C gelagert werden. Zur Charakterisierung wird das S·aurechlorid in den entsprechenden Methylester ·ubergef·uhrt. Beispiel 2 Hexamethylen-bis-(allyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbons·aureester EMI9.1 Zu einer L·osung von 15,1 g Hexandiol in 150 ml Pyridin werden bei 20 DEG C innert 40 Minuten 58,9 g Allylbicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbonylchlorid (hergestellt nach Beispiel 1) getropft. Anschliessend wird eine Stunde bei 80 DEG C nachger·uhrt. Die Reaktionsl·osung wird agbek·uhlt, unter R·uhren auf 1000 ml 2N HCl gegossen und zweimal mit je 250 ml Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden mit 1 N HCl, w·asseriger Sodal·osung und ges·attigter Natriumchloridl·osung gewaschen, ·uber Natriumsulfat getrocknet, filtriert und das L·osungsmitel wird bei 60 DEG C am Rotationsverdampfer abdestilliert. Der R·uckstand wird 2 Stunden im Vakuum bei 140 DEG C getrocknet. Man erh·alt 55,7 g (99 % der Theorie) eines rotbraunen, fl·ussigen Harzes mit eta 25=109 mPas. Durch Gelpermeationschromatographie (THF) ermittelt man ein Molekulargewicht von 449 (@ n) bzw. von 455 (@ w). EMI10.1 Beispiele 3 bis 10: Analog Beispiel 2 werden verschiedene Diole mit Allylbicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbonylchlorid zu den entsprechenden Diestern umgesetzt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefasst. EMI11.1 EMI12.1 Beispiel 11: Bisphenol-A-bis-(methallyl-methyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbon ·aureester) EMI13.1 a) Ersetzt man Cyclopentadien und Allylchlorid durch Methylcyclopentadien und Methyallylchlorid und geht im ·ubrigen in gleicher Weise wie in Beispiel 1 beschrieben vor, so erh·alt man Methallyl-methyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbonylchlorid. b) Zu einer L·osung von 87 g Bisphenol-A in 300 ml Pyridin werden bei 20 DEG C innert 30 Minuten 175 g Methallyl-methyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbonylchlorid getropft. Anschliessend wird eine Stunde bei 80 DEG C nachger·uhrt und dann wie in Beispiel 2 beschrieben aufgearbeitet. Man erh·alt 205 g (89 % der Theorie) eines braunen, fl·ussigen Harzes mit eta 120 = 640 mPas. Durch Gelpermeationschromatographie (THF) ermittelt man ein Molekulargewicht von 616 (@ n) bzw. 656 (@ w). EMI13.2 Beispiel 12: Bisphenol-A-bis-(allyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-methyl-2-carbons·a reester). EMI14.1] a) Das gem·ass Beispiel 1 hergestellte Allylcyclopentadien wird anstelle mit Acryls·aurechlorid mit Methacryls·aurechlorid auf die im Beispiel 1 beschriebene Art umgesetzt, um Allyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-methyl-2-carbonylchlorid zu ergeben. b) Zu einer L·osung von 114 g Bisphenol-A in 350 ml Pyridin werden bei 20 DEG C innert 40 Minuten 211 g Allyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-methyl-2-carbon ylchlorid getropft. Anschliessend wird eine Stunde bei 80 DEG C nachger·uhrt und dann wie in Beispiel 2 beschriebennn aufgearbeitet. Man erh·alt 251 g (87 % der Theorie) eines z·ahfl·ussigen, rotbraunen Harzes mit eta 120 DEG =380 mPas. Durch Gelpermeationschromatographie (THF) ermittelt man ein Molekulargewicht von 675 (@ n) bzw. 1183 (@ w). EMI14.2 Beispiel 13: Bisphenol-A-bis-(diallyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbons·aureeste ). EMI15.1 a) Unter den gleichen Reaktionsbedingungen wie in Beispiel 1 tropft man zu 300 g NaOH in 600 ml H2O und 12 g Benzyltriethylammoniumchlorid (gel·ost in 24 ml Ethanol), 132 g Cyclopentadien und 321 g Allylchlorid. Nach dem Zutropfen r·uhrt man 2 Stunden bei 65 DEG C. Das gebildete Salz wird durch Zusatz von Wasser aufgel·ost und die Phasen getrennt. Die organische Phase wird zweimal mit ges·attigter NaCl-L·osung gewaschen und ·uber Natriumsulfat filtriert. Die Destillation des rotbraunen Filtrates im Vakuum ergibt 135 g Diallylcyclopentadien; Sdp: 70-82 DEG C bei 20 mm. EMI15.281 g Diallylcyclopentadien werden in 200 ml Methylenchlorid gel·ost. Zu dieser L·osung tropft man innerhalb 30 Minuten bei 20 DEG C unter Eisk·uhlung 45 g Acryls·aurechlorid und r·uhrt anschliessend eine Stunde bei Raumtemperatur. Die Destillation des Reaktionsproduktes ergibt 84,4 g (73 % der Theorie) Diallyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbonylchlorid; Sdp.= 125-134 DEG C bei 20 mm. EMI16.1 b) Zu einer L·osung von 62,7 g Bisphenol-A in 200 ml Pyridin werden bei 20 DEG C innert 30 Minuten 130 g Diallyl-bicyclo[2.2.1]hept-5-en-2-carbons·aurechlorid getropft. Anschliessend wird eine Stunde bei 80 DEG C nachger·uhrt und dann wie in Beispiel 2 beschrieben aufgearbeitet. Man erh·alt 162 g (95 % der Theorie) eines braunen, fl·ussigen Harzes mit eta 25 = 3165 mPas. Durch Gelpermeationschromatographie (THF) ermittelt man ein Molekulargewicht von 610 (@ n) bzw. 691 (@ w). EMI16.2 Anwendungsbeispiele Beispiel A: Den gem·ass Beispiel 2 hergestellten Diester giesst man als heisses, d·unnfl·ussiges Harz in ein Reagenzglas und h·artet 3 Stunden bei 200 DEG C, 3 Stunden bei 220 DEG C und 12 Stunden bei 250 DEG C. Man erh·alt einen klaren Festk·orper mit einer Glasumwandlungstemperatur von 135 DEG C. Beim Verkleben von Aluminiumblech unter den gleichen H·artungsbedingungen, wobei die beiden zu verklebenden Bleche sich mit 25 x 12 mm<2> ·uberlappen, erh·alt man eine Zugscherfestigkeit nach ISO 4587 (Messung bei Raumtemperatur) von 10,9 N/mm<2>. Beispiel B: Den gem·ass Beispiel 5 hergestellten Diester giesst man als heisses, d·unnfl·ussiges Harz in eine Stahlform von 8 x 6 x 0,4 cm<3> und h·artet 4 Stunden bei 180 DEG C, 5 Stunden bei 200 DEG C und 10 Stunden bei 220 DEG C. Nach dem Abk·uhlen schneidet man Pr·ufst·abe aus der klaren, rotbraunen Platte. Folgende Eigenschaften werden daran gemessen: Schlagbiegefestigkeit nach VSM 77105 = 9,6 kJ/m<2> Glasumwandlungstemperatur Tg (gemessen mit TA 2000)<1> = 184 DEG C 10 % Gewichtsverlust<2> = 405 DEG C Zugscherfestigkeit (ISO 4587) = 7,4 N/mm<2> <1> TA-2000 = Differentialthermoanalysesystem TA 2000 der Firma Mettler AG, Greifensee, CH. <2> Messung durch Aufheizen einer Probe in TA 2000; Ermittlung der Temperatur, bei der 10 % der Probe verfl·uchtigt sind; Aufheizgeschwindigkeit 4 DEG C/Min (in Luft). Beispiel C: Der gem·ass Beispiel 7 hergestellte Diester wird im Reagenzglas 4 Stunden bei 180 DEG C, 5 Stunden bei 200 DEG C und 10 Stunden bei 220 DEG C geh·artet. Man erh·alt einen klaren, transparenten Festk·orper mit einer Glasumwandlungstemperatur von 231 DEG C. Beispiel D: Der gem·ass Beispiel 10 hergestellte Diester wird in eine Stahlform von 8 x 6 x 0,4 cm<3> gegossen und wie in Beispiel B geh·artet. Schlagbiegefestigkeit (VSM 77105) = 4,9 kJ/m<2> Glasumwandlungstemperatur Tg = 305 DEG C 10 % Gewichtsverlust = 438 DEG C.