TITLE: Abrasive blasting material, process for production thereof and use of the blasting medium. European Patent Application EP0552480 A1 ABSTRACT: The invention relates to a re-usable abrasive blasting material of thermoplastically processible polymer granules filled with finely divided metal, the metal particles being treated with an adhesion promoter, which blasting material is suitable for deburring metal castings, in particular ground metal castings. The invention also relates to a process for producing this abrasive blasting agent, in which polymer granules of commercially available thermoplastic, selected from the group comprising polyamide and polycarbonate, is intimately mixed with a metal from the group comprising iron, copper, tin and alloys thereof, which thermoplastic has been treated with an adhesion promoter, the metal or the alloy being in a finely divided spherical form or in the form of powder with particle sizes from 0.01 to 0.5 mm, and this mixture being extruded in a conventional manner, preferably as a strip, and comminuted to the desired form and size. The abrasive blasting agent has the form of cubic particles of 0.75 to 2.0 mm edge length. INVENTORS: Schnelle, Ing. Albert Htl (CH) Thulllen, Helmut Dipl-chem (CH) APPLICATION NUMBER: EP19920121745 PUBLICATION DATE: 07/28/1993 FILING DATE: 12/21/1992 ASSIGNEE: INVENTA AG (CH) INTERNATIONAL CLASSES: B24C11/00; B29B9/06; C08J5/14; (IPC1-7): B24C11/00; C09K3/14 EUROPEAN CLASSES: B24C1/08B; B24C11/00; B29B9/06 FOREIGN REFERENCES: GB2061148A 4575396 Process and blasting media for deflashing articles GB1571239A WO/1981/002539A1 SHOT BLASTING MEDIUM GB967349A GB1086470A CLAIMS: 1. Wiederverwendbares Strahlmittel aus mit feinverteiltem Metall gef·ullten thermoplastisch verarbeitbarem Polymer-Granulat, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallpartikel mit einem Haftvermittler beaufschlagt sind. 2. Strahlmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haftvermittler ein Amino- oder Epoxisilan ist und insbesondere in Mengen von 0,1 bis 0,4 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 0,25 Gew.-% Silan auf die Metallpartikel angebracht ist. 3. Strahlmittel gem·ass Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer-Granulat aus der Gruppe der Thermoplaste: Polyamid-Granulat, Polycarbonat-Granulat ausgew·ahlt ist. 4. Strahlmittel gem·ass einem der vorhergehenden Anspr·uche, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer-Granulat 20 bis 90 Gew.-%, bevorzugt 60 bis 80 Gew.-% Metall enth·alt. 5. Strahlmittel gem·ass Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall aus der Gruppe Eisen, Kupfer, Zinn sowie deren Legierungen ausgew·ahlt ist und bevorzugt in sph·arischer oder in Pulverform vorliegt. 6. Strahlmittel gem·ass Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung aus der Gruppe Inox, Messing, Bronze ausgew·ahlt ist, wobei Bronze bevorzugt ist. 7. Strahlmittel gem·ass Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das feinverteilte Metall bzw. die Legierungen in Partikelgr·ossen von 0,01 bis 0,5 mm, bevorzugt 0,05 bis 0,1 mm Durchmesser vorliegen. 8. Strahlmittel gem·ass Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Strahlmittel eine kubische Form mit Kantenl·angen zwischen 0,5 bis 2,0 mm, bevorzugt zwischen 0,75 und 1,5 mm, hat. 9. Strahlmittel einem der vorhergehenden Anspr·uche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Thermoplastgranulat Polyamid 11 oder Polyamid 12 ist und das Metall Bronze in sph·arischer Form mit Partikelgr·ossen von 0,05 bis 0,1 mm ist. 10. Verfahren zur Herstellung eines Strahlmittels gem·ass einem der Anspr·uche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Polymer-Granulat aus handels·ublichem Thermoplast aus der Gruppe Polyamid, Polycarbonat schmilzt und mit einem Metall aus der Gruppe Eisen, Kupfer, Zinn sowie deren Legierungen, auf das in einem vorhergehenden Schritt 0,1 bis 0,4, bevorzugt 0,2 bis 0,25 Gew.-% eines Haftvermittlers aufgebracht worden sind, innig mischt, wobei das Metall bzw. die Legierungen in fein verteilter sph·arischer Form oder als Pulver mit Partikelgr·ossen von 0,01 bis 0,5 mm Durchmesser vorliegen und diese Mischung auf herk·ommliche Weise, bevorzugt als Band, extrudiert und auf die gew·unschte Form und Gr·osse zerkleinert, so dass das Strahlmittel die Form von kubischen Teilchen mit 0,50 bis 2,0 mm Kantenl·ange hat. 11. Verfahren gem·ass Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass man als Haftvermittler Amino- oder Epoxisilan einsetzt und auf die Metallpartikel in einer Mischeinrichtung, gegebenenfalls unter Verwendung von geeigneten organischen L·osungsmitteln, aufbringt. 12. Verfahren gem·ass Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass man als Thermoplastgranulat Polyamid 11 oder Polyamid 12 und als Metall Bronze in sph·arischer Form mit Partikelgr·ossen von 0,05 bis 0,1 mm einsetzt. 13. Verwendung des Strahlmittels gem·ass einem oder Anspr·uche 1 bis 9 zum Entgraten von Kanten an Metallgussteilen oder an geschliffenen Metalldruckgussteilen. 14. Verwendung von mit fein verteiltem Metall gef·ullten Polymer-Granulat zur Herstellung von Strahlmitteln gem·ass einem der Anspr·uche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man das Polymer-Granulat aus handel·ublichem Thermoplast aus der Gruppe Polyamid, Polycarbonat ausw·ahlt und das Metall aus der Gruppe Eisen, Kupfer, Zinn sowie deren Legierungen ausw·ahlt, wobei das Metall bzw. die Legierungen in fein verteilter sph·arischer Form oder als Pulver in Partikelgr·ossen von 0,01 bis 0,5 mm Durchmesser vorliegt bzw. vorliegen, 0,1 bis 0,4 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 0,25 Gew.-% eines Haftvermittlers, insbesondere eines Epoxisilans auf die Metallpartikel aufbringt, eine innige Mischung aus Polymer-Schmelze und Metall bzw. Legierung herstellt und diese Mischung auf herk·ommliche Weise, bevorzugt als Band, extrudiert und auf die gew·unschte Form und Gr·osse zerkleinert, so dass das Strahlmittel die Form von kubischen Teilchen mit 0,50 bis 2,0 mm, bevorzugt 0,75 bis 1,5 mm, Kantenl·ange hat. 15. Verwendung von mit fein verteiltem Metall gef·ulltem Thermoplast-Granulat gem·ass Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass man als Thermoplast-Granulat Polyamid 11 oder Polyamid 12 und als Metall Bronze in sph·arischer Form mit Partikelgr·ossen von 0,05 bis 0,1 mm einsetzt. DESCRIPTION: Die Erfindung betrifft den in den Patentanspr·uchen angegebenen Gegenstand. Die Erfindung betrifft insbesondere ein wiederverwendbares Strahlmittel aus mit fein verteiltem Metall gef·ullten thermoplastisch verarbeitbarem Polymer-Granulat, das zum Entgraten von Metallgussteilen, insbesonere geschliffenen Metalldruckgussteilen geeignet ist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung dieses Strahlmittels bzw. die Verwendung von Polymer-Granulat, das mit fein verteiltem Metall gef·ullt ist, zur Herstellung solcher Strahlmittel. Die beim Giessen hergestellten Metallguss- bzw. Metalldruckgussteile haben mehr oder weniger Gratr·uckst·ande, die beseitigt werden m·ussen. Aus wirtschaftlichen Gr·unden sollen diese Gratreste schnell und einfach entfernbar sein. Die Strahl-Entgratung ist zur Zeit das technisch ausgereifteste und wirtschaftlichste Verfahren. Wesentlich ist bei der Teilchenstrahl-Entgratung, dass die K·orner geringere H·arte haben als der zu entgratende Werkstoff. Die Nachbehandlung von plangeschliffenen Metalldruckgussteilen z.B. aus Aluminium erfolgt nach dem Stand der Technik mit vegetabilen Strahlmitteln wie gemahlenen Nussschalen und Aprikosenkernen, mit gemahlenen duroplastischen Abf·allen, Glaskugeln, Metallschrott, glasgef·ullten thermoplastischen Kunststoffen und dergleichen. Gem·ass dem Stand der Technik sollen die kleinsten Teilchen nicht unter 0,5 mm Durchmesser haben, da sonst die Aufprallenergie zu gering ist. Alle genannten Strahlmittel haben den Nachteil, dass sie neben der Entgratung auf die Oberfl·achen der Teile nachteilig einwirken. Sie f·uhren zur unerw·unschten Mattierung und Aufrauhung, sowie zu "Shotpeening" bei Einsatz von Strahlmitteln mit hohen spezifischen Gewichten wie Eisen oder Stahl. Infolge Bruch f·uhren Nussschalen, Aprikosenkerne und duroplastische Kunststoffe zu sehr starker Staubentwicklung, was eine Nachbehandlung der Teile erfordert. Glasperlen brechen und attackieren die Oberfl·achen. Mit Glaskugeln gef·ullte thermoplastische Kunststoffe zeigen bei guter Entgratung ebenfalls eine hohe Lebensdauer, jedoch mit dem Nachteil, dass die Oberfl·achen mattiert bis aufgerauht werden. Ausnahmen hiervon bilden ungef·ullte thermoplastische Kunststoffe. In Bezug auf Dauerhaftigkeit sind diese Strahlmittel, insbesondere Polyamide und Polycarbonate wohl allen anderen Produkten ·uberlegen, hingegen zeigen sie infolge ihres niedrigen spezifischen Gewichts eine nur ungen·ugende Entgratungswirkung. Aus der DE-PS 960 418 sind Strahlmittel aus einer Mischung eines Kunststoffes mit einem metallischen/mineralischen Stoff in k·orniger Form oder mit Polyamid- oder Glasfaser bekannt. Die dort empfohlenen Kunststoffe m·ussen durch geeignete Nachbehandlung geh·artet werden. Die empfohlenen k·ornigen Beimischungen wie Corund, Quarz und diverse Metalle gestatten wegen ihrer ausgesprochenen Abrasionswirkung keine Extruderverarbeitung beim innigen Mischen mit den Kunststoffen. Die Strahlmittel selbst sind nur in ganz beschr·anktem Umfang wiederverwendbar, da sie bei Strahlentgraten infolge der hohen Aufprallenergie in ihre Bestandteile zerlegt werden. Daher ist es Aufgabe der Erfindung, Strahlmittel zum Entgraten von Metallgussteilen bzw von geschliffenen Metalldruckgussteilen bereitzustellen, die nicht die Nachteile des Standes der Technik Zeigen und insbesondere die Oberfl·ache der zu entgratenden Teile nicht nachteilig beeinflussen und in vollem Umfang wiederverwendbar sind. Weiterhin soll ein Verfahren zur Herstellung dieser Strahlmittel angegeben werden. Diese Aufgabe wird durch das Strahlmittel gem·ass den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1, die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 10, durch Anspruch 13 bzw. die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 14 gel·ost. Es wurde nunmehr festgestellt, dass Polymer-Granulate, die mit feinverteiltem Metall gef·ullt sind, die Oberfl·achen, besonders auch geschliffene oder polierte Oberfl·achen von Metallgussteilen beim Entgraten ·uberraschenderweise nicht nachteilig ver·andern. Dazu sind Thermoplaste besonders geeignet, da sie ein gewisses Mass an Schlagz·ahigkeit aufweisen und dadurch beim Aufprallen auf die Metallteile nicht zerbrechen. Als Metalle eignen sich in bevorzugter Weise Eisen, Kupfer, Zinn und in bevorzugter Weise deren Legierungen, die weicher sind, als die Verarbeitungseinrichtungen, z.B. die Bauteile der Extruder. Besonders bevorzugt ist feinverteilte Bronze, die in idealer Weise in sph·arischer Form einsetzbar und ohne Schwierigkeiten und Abrasionseffekte mit Polymeren extrudierbar ist, wobei vorteilhafterweise im Extruder ein Schmiereffekt auftritt. Die feinverteilten Metallpartikel werden bevorzugt mit Haftvermittler vom Typ handels·ublicher Amino- oder Epoxisilane beaufschlagt. Dabei kommen 0,1 bis 0,4 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 0,25 Gew.-% Silan zur Anwendung, das sich auf ·ubliche Weise, z.B. in einem Trommelmischer, gegebenenfalls unter Verwendung geeigneter inerter L·osungsmittel aufbringen l·asst. Als feinverteilte Metalle eignen sich handels·ubliche Typen in sph·arischer oder in Pulverform, deren Durchmesser zwischen 0,01 und 0,5 mm liegt. Besonders geeignet sich Partikelgr·ossen zwischen 0,05 und 0,1 mm. Die Thermoplast-Granulate sind bevorzugt handels·ubliche Polyamid- und Polycarbonat-Typen. Dabei sind Homo- und Copolyamide speziell geeignet. Besonders bevorzugt sind PA 6, PA 6,6, PA 11, PA 12 und ihre Blends. Alle gem·ass dem Stand der Technik ·ublichen Schlagz·ahmodifikatoren k·onnen den zu spr·oden Polymeren beigemischt werden. Der Metall-Anteil der erfindungsgem·assen Strahlmittel betr·agt 20 bis 90 Gew.-%, wobei 60 bis 80 Gew.-% besonders bevorzugt sind. Die vorteilhafte Granulatform ist die kubische Form mit Kantenl·angen zwischen 0,50 und 2,0 mm, wobei Kantenl·angen zwischen 0,75 und 1,5 mm besonders bevorzugt sind. Die erfindungsgem·assen Strahlmittel zum Entgraten von geschliffenen Metallgussteilen aus mit fein verteiltem Metall gef·ulltem Polymer-Granulat werden auf die Weise hergestellt, dass man als geeignetes Polymer-Granulat ein solches aus handels·ublichem Thermoplast aus der Gruppe Polyamid, Polycarbonat ausw·ahlt und als Metall ein derartiges aus der Gruppe Eisen, Kupfer, Zinn oder eine Legierung aus der Gruppe Inox, Mening, Bronze ausw·ahlt, wobei das Metall bzw. die Legierungen in fein verteilter sph·arischer Form oder als Pulver in Partikelgr·ossen von 0,01 bis 0,5 mm Durchmesser vorliegen soll, 0,1 bis 0,4, bevorzugt 0,2 bis 0,25 Gew.-% Epoxisilan im Mischer unter Zutritt von Luftfeuchtigkeit aufbringt, eine innige Mischung aus Polymerschmelze und Metall bzw. Legierung, bevorzugt in einem Extruder, herstellt und auf herk·ommliche Weise, bevorzugt als Band, extrudiert und nach der Austrittsd·use auf die gew·unschte Form und Gr·osse zerkleinert. Das so hergestellte Strahlmittel liegt in Form von kubischen Teilchen mit 0,50 bis 2,0 mm Kantenl·ange vor. Die erfindungsgem·assen Strahlmittel eignen sich f·ur den Einsatz in allen Verfahren zum Entgraten nach dem Stand der Technik, bevorzugt solchen mit Schleuderrad-, Druckstrahl- oder Injektor-Anlagen. Von Vorteil ist dabei, dass die erfindungsgem·assen Strahlmittel gegen·uber solchen nach dem Stand der Technik keine Staubentwicklung durch Bruch und/oder Trennung der Bestandteile zeigen, wodurch ein Nachreinigen der entgrateten Teile eingespart werden kann. Sie k·onnen sogar in unerwarteter Weise kosteng·unstig wiederverwendet werden. Ein weiterer Vorteil ist das h·ohere spezifische Gewicht und die dadurch begr·undete h·ohere kinetische Einergie der metallgef·ullten Strahlmittel, wodurch Schleuderr·ader mit geringerer Drehzahl und Druckstrahl- und Injektoranlagen mit geringerem Arbeitsdruck gefahren werden k·onnen. Die Verwendung von mit feinverteiltem Metall gef·ulltem Polymer-Granulat zur Herstellung von Strahlmittel hat sich somit als besonders vorteilhaft, kosteng·unstig und qualit·atsverbessernd erwiesen, wenn handels·ubliche Thermoplaste, speziell Polyamid- oder Polycarbonat-Typen mit feinverteiltem Eisen, Kupfer, Zinn oder deren Legierungen, die in sph·arischer oder Pulver-Form mit Partikelgr·ossen von 0,01 bis 0,5 mm vorliegen, gef·ullt sind und das Strahlmittel die Form von kubischen Teilchen mit Kantenl·angen von 0,5 bis 2,0 mm hat. Dabei eignet sich als Polyamid ein Polyamid 11 oder Polyamid 12, das mit Bronzeteilchen von sph·arischer Form mit 0,03 bis 0,1 mm Durchmesser gef·ullt ist, ganz besonders gut, wobei die ganz besonders bevorzugte Kantenl·ange des Strahlmittels zwischen 8.0 und 1.2 mm liegt.