TITLE: Method for glueing amorphous plastics. European Patent Application EP0591879 A1 ABSTRACT: The invention relates to a process for gluing (adhesion-bonding) moulded parts made from amorphous plastics, using liquid monomer-polymer mixtures consisting of: A) 20 to 95 % by weight of a monomeric component made up of a1) 60 to 100 parts by weight of a (meth)acrylic compound, a2) 0 to 40 parts by weight of a multifunctional (meth)acrylate and a3) 0 to 10 parts by weight of a graft crosslinking agent, B) 5 to 80 % by weight of a polymer which is soluble in component A), and of C) 0.1 to 15 % by weight of a free-radical generator, characterised in that the casting resin is applied between the joints of the plastic mouldings and is cured with the aid of a microwave source and in that, by this means, a mechanically strong adhesion-bonding of the moulded parts is achieved. INVENTORS: Kerscher, Dr. Volker (DE) Kleine-doepke, Dr. Wolfgang (DE) Oehme, Friedhelm (DE) APPLICATION NUMBER: EP19930115954 PUBLICATION DATE: 04/13/1994 FILING DATE: 10/02/1993 ASSIGNEE: ROEHM GMBH (DE) INTERNATIONAL CLASSES: B29C65/14; C09J4/06; B29C65/48; (IPC1-7): B29C65/14; C09J4/06 EUROPEAN CLASSES: B29C65/14B; C09J4/06+C08F265/00 DOMESTIC PATENT REFERENCES: EP0452540 Adhesive for the assembling of molded articles in man-made polycarbonates. FOREIGN REFERENCES: GB2193967A DE3035233A1 OTHER REFERENCES: DATABASE WPI Week 8548, Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 85-300606 & JP-A-60 209 070 (TORAY IND.) 21. Oktober 1985 MACHINE DESIGN Bd. 42, Nr. 24 , 1. Oktober 1970 Seiten 88 - 93 G. M. W. BADGER 'Microwave heating' CLAIMS: 1. Verfahren zum Verkleben von Formteilen aus amorphen Kunststoffen mit fl·ussigen Monomer-Polymer-Mischungen, bestehend aus: A) 20 bis 95 Gew.-% einer monomeren Komponente, aufgebaut aus: a1) 60 bis 100 Gew.-Teilen einer oder mehrerer Verbindungen der Formel I EMI23.1 worin R1 f·ur Wasserstoff oder Methyl, R2 f·ur einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, f·ur einen gegebenenfalls mit weiteren Alkyl- oder Alkoxyresten, die 1 bis 8 Kohlenstoffatome aufweisen k·onnen, substituierten Cycloalkylrest mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen, f·ur einen gegebenenfalls mit weiteren Alkyl- oder Alkoxyresten, die 1 bis 8 Kohlenstoffatome aufweisen k·onnen, substituierten Arylrest mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder f·ur einen gegebenenfalls mit weiteren Alkylresten, die 1 bis 8 Kohlenstoffatome aufweisen k·onnen, substituierten heterocyclischen Rest mit 3 bis 15 Kohlenstoffatomen, der mindestens ein Stickstoff- und/oder ein Sauerstoffatom im Heterocyclus enth·alt, sowie Y f·ur -O-, -S-, -NH-, -NR2- oder -(O-Z)n-mit Z f·ur einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen und n f·ur eine ganze Zahl zwischen 1 und 20 stehen, a2) 0 bis 40 Gew.-Teilen eines mehrfunktionellen (Meth)acrylats der Formel II: EMI24.1 worin R3 f·ur Wasserstoff oder Methyl, m f·ur eine ganze Zahl zwischen 1 und 3, sowie X f·ur einen aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen oder heteroaliphatischen Rest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und einer Funktion m + 1 stehen und a3) 0 bis 10 Gew.-Teilen eines Pfropfvernetzers, wobei sich die Monomerkomponenten a1), a2) und a3) in Komponente A) zu 100 Gew.-Teilen erg·anzen, und aus B) 5 bis 80 Gew.-% eines Polymerisats, das in Komponente A) l·oslich ist und nach der Polymerisation der Bestandteile der Komponente A) mit dem gebildeten Polymerisat eine vertr·agliche Polymermischung bildet, sowie aus C) 0,1 bis 15 Gew.-% eines die Polymerisation von A) ausl·osenden Radikalbildners, wobei sich die Komponenten A), B) und C) des Giessharzes zu 100 Gew.-% erg·anzen, dadurch gekennzeichnet, dass das Giessharz zwischen die F·ugefl·achen der Kunststoff-Formteile aufgebracht wird und mit Hilfe einer Mikrowellenquelle ausgeh·artet wird, die Mikrowellenstrahlung einer Frequenz zwischen 300 MHz und 300 GHz emittiert. 2. Verfahren zum Verkleben von Formteilen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrowellenstrahlung eine Frequenz zwischen 1 und 10 GHz aufweist. 3. Verfahren zum Verkleben von Formteilen nach den Anspr·uchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Mikowellenstrahlung ausgeh·arteten Kleben·ahte bei einer Temperatur oberhalb von 50 Grad C, jedoch h·ochstens 10 Grad C unterhalb der Glastemperatur der zu verklebenen Kunststoffe thermisch nachgeh·artet werden. 4. Verfahren zum Verkleben von Formteilen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeit f·ur die thermische Nachh·artung zwischen 5 und 50 Minuten liegt. 5. Verfahren zum Verkleben von Formteilen nach den Anspr·uchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Giessharz zun·achst auf die F·ugefl·ache eines Formteils aufgebracht und mit Mikrowellen bestrahlt wird und danach mit der F·ugefl·ache eines zweiten Formteils in Kontakt gebracht wird, wobei die F·ugefl·achen solange fixiert werden, wie eine ausreichende mechanische Festigkeit der Klebenaht erreicht ist. 6. Verfahren zum Verkleben von Formteilen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Formteil vor dem Kontakt mit dem Formteil, das Giessharz auf der F·ugefl·ache aufweist, auf eine Temperatur von mindestens 30 Grad C und h·ochstens 10 Grad C unterhalb der Glastemperatur der zu verklebenden Kunststoffe aufgeheizt wird. 7. Verfahren zum Verkleben von Formteilen nach den Anspr·uchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es Bestandteil einer Fliessbandfertigung von Kunststoff-Formteilen ist. 8. Verfahren zum Verkleben von Formteilen nach den Anspr·uchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bestandteil a3) der Komponente A) Allylacrylat und/oder Allylmethacrylat ist. 9. Verfahren zum Verkleben von Formteilen nach den Anspr·uchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Bestandteil a1) der Komponente A) mindestens 50 Gew.-Teile Methylmethacrylat enth·alt. 10. Verfahren zum Verkleben von Formteilen nach den Anspr·uchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die polymere Komponente B) mindestens 50 Gew.-Teile Methylmethacrylat enth·alt. 11. Verfahren zum Verkleben von Formteilen nach den Anspr·uchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine F·ugefl·ache aus Glas, Keramik oder Holz besteht. DESCRIPTION: Gebiet der Erfindung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verkleben von amorphen Kunststoffen mit fl·ussigen Monomer-Polymer-Mischungen (Giessharz), wobei die mit Giessharz beschichteten F·ugefl·achen einer Mikrowellenstrahlung ausgesetzt werden und dadurch innerhalb kurzer Zeit eine ausreichend feste Verklebung erzielt wird. Stand der Technik Verfahren zum Verkleben von amorphen Kunststoffen sind bekannt. Hierbei seien beispielsweise folgende Klassen von Klebern genannt: 1.) l·osungsmittelhaltige Kleber 2.) radikalisch kalth·artende Monomer und gegebenenfalls Polymer enthaltende Kleber 3.) radikalisch strahlenh·artende Monomer und gegebenenfalls Polymer enthaltende Kleber 4.) Reaktivkleber wie beispielsweise Polyurethankleber oder Epoxidharzkleber. Die unter Punkt 3.) genannten strahlenh·artbaren Systeme bestehen im allgemeinen aus radikalisch polymerisierbaren mono- und mehrfunktionellen Monomeren, gegebenenfalls einem weiteren L·osungsmittel, im Monomeren gel·osten Polymerisatanteilen sowie besonderen Photoinitiatoren, die im Wellenl·angenbereich zwischen 200 und 600 nm Lichtenergie aborbieren und in Radikale zerfallen. Beispielhaft f·ur Photoinitiatoren seien genannt: Benzoin, Diisopropylxanthogendisulfid, aromatische Disulfide, Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid, sowie beispielsweise 2,3-Bornandion f·ur einen Wellenl·angenbereich des absorbierten Lichts zwischen 420 und 460 nm. Ein weiterer interessanter Wellenl·angenbereich ist der der Mikrowellenstrahlung, in dem ebenfalls ein hoher Energieeintrag in fl·ussige Medien m·oglich ist. Die Wellenl·angen liegen zwischen 1 mm und 1 m. Jpn. Kokkai Tokkyo Koho JP 01 95 174 beschreibt Klebstoffe, die thermisch vernetzende Polymerisate, wie beispielsweise Epoxyharze, Salze polymerer S·auren, beispielsweise Natrium-Polystyrolsulfonat, sowie elektrisch leitf·ahige oder magnetische Teilchen enthalten und die mit Mikrowellenstrahlung einer Wellenl·ange lambda von 0,122 m ausgeh·artet werden. Die mikrowellenunterst·utzte Vernetzung von Vinylgruppenhaltigen Polymerisaten, die auch Bestandteil von Klebstoffen sein k·onnen, ist Gegenstand von Jpn. Kokai Tokkyo Koho JP 02 242 856. F·ur den H·artungsprozess sind wiederum feinverteilte, magnetische Teilchen mit einer grossen spezifischen Oberfl·ache und mit einer hohen magnetischen Suszeptibilit·at, wie Magnetit oder Barumtitanat, notwendig. In US-Patent 4 253 898 wird die Verklebung von Polyvinylchlorid-Formteilen mit einem Kleber beschrieben, der aus einer Dispersion bestehend aus Polyvinylchlorid (PVC), Plastifizierungsmittel, Vernetzungsmittel, wie beispielsweise mehrfunktionelles Methacrylat, Polymerisationsinitiator sowie einer Verbindung mit einer Dielektrizit·atskonstante epsilon > 35 aufgebaut ist. Nach 3-min·utiger Bestrahlung mit Mikrowellen, die eine Wellenl·ange von lambda = 0,12 m aufweisen, kann ein Verbund aus zwei PVC-Platten mit einer Zwischenschicht aus o.g. Kleber mit der Hand nicht mehr getrennt werden. WO 88/09712 beschreibt Methode und Vorrichtung f·ur eine wenigstens teilweise Aush·artung von Dichtmassen und Klebstoffen mit Mikrowellen. Als Beispiel wird die Befestigung von Windschutzscheiben in Automobilen mit einem Polyurethankleber angef·uhrt, mit dem eine schnelle Aush·artung erzielt wird. V.K. Varadan und V.V. Varadan stellen in Polym. Eng. Sci. 31(7), Seiten 470 bis 486 (1991) eine neuartige Technik f·ur das Verbinden und die Reparatur von Thermoplast-Formteilen, die beispielsweise aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Terpolymerisat, Polycarbonat oder Polymethylmethacrylat bestehen k·onnen sowie von Duroplasten mittels Mikrowellen vor. Eine verbesserte Aufheizung der o.g. Werkstoffe und damit eine zuverl·assige Verbindung der Formteile wird beispielsweise durch Einlagerung von leitf·ahigen Polymerisaten in die Werkstoffe oder in Klebstoffilme sowie durch B·undelung der Mikrowellenstrahlung auf die Reparaturstelle erreicht, wobei die Mikrowellenquelle ein 500 Watt-Sender mit Wellenl·angen lambda zwischen 0,12 und 0,6 m ist. Aufgabe und L·osung Die in der Beschreibung des Standes der Technik unter den Punkten 1.) bis 4.) angef·uhrten Verfahren zum Verkleben von Kunststoffen weisen beim Einsatz als Konstruktionsklebstoff f·ur das Verkleben von Spritzgussteilen bei Fertigungstechnik mit kurzen Taktzeiten, beispielsweise einer Fliessbandfertigung im Anschluss an kontinuierlich arbeitende Spritzgussmaschinen, den Nachteil auf, dass keine ausreichend feste Verbindung der zu f·ugenden Formteile innerhalb der Taktzeit erreicht werden kann. Die meisten kalth·artenden, thermisch- sowie feuchtigkeitsh·artenden Systeme weisen H·artungszeiten zwischen minimal 10 Minuten und etlichen Stunden auf, was f·ur getaktete Fertigung in den meisten F·allen prohibitiv ist. Im Falle der UV-h·artenden Systeme ist oftmals keine ausreichende Aush·artung der Klebestelle wegen der UV-Absorption der zu verklebenden Formteile, beispielsweise bei eingef·arbten Kunststoffen, erzielbar. Aus den vorgenannten Gr·unden wird technisch bis heute noch nicht die F·ugung von Formteilen unter alleiniger Verwendung eines Klebstoffes, d.h. ohne Verwendung von Hilfsmitteln zur Fixierung der F·ugestellen, in Grossserien durchgef·uhrt. Die in Jpn. Kokai Tokkyo JP 01 95 174, JP 02 242 856 und JP 61 171 783 beschriebenen Verfahren zum Verkleben von Formteilen mit mikrowellen-h·artenden Systemen weisen zwar kurze F·ugezeiten im Minutenbereich auf, umfassen jedoch Klebstoff-Formulierungen, die magnetische oder elektrisch leitf·ahige Komponenten enthalten, die einerseits mit dem im Klebstoff enthaltenden Polymerisat unvertr·aglich sind andererseits beim Verkleben von transparenten Formteilen eingetr·ubte Kleben·ahte ergeben. Mikrowellen-h·artende Klebstoffe nach US 4 253 898 umfassen Dispersionen, die Verbindungen mit hohen Dielektrizit·atskonstanten und Polyvinylchlorid enthalten. Auch hier sind Unvertr·aglichkeiten und damit Eintr·ubungen der Kleben·ahte bei der Verklebung von thermoplastischen Kunststoffen zu erwarten. Das in WO 88/09 712 beschriebene Verfahren zur Aush·artung von Dichtungsmassen oder Klebstoffen enthaltend Polyurethan ist speziell auf den Einbau von Windschutzscheiben in feste Rahmen von Automobilen gerichtet. Diese F·ugebedingungen sind nicht mit denjenigen, wie sie beim Verkleben von Kunststoff-Formteilen vorliegen, vergleichbar. Die von V.K. Varadan und V.V. Varadan vorgestellte Methode zum Verbinden von Thermoplast-Formteilen setzt Klebstoffe mit leitf·ahigen Komponenten sowie die B·undelung der Mikrowellenstrahlung auf die Klebestelle voraus. Die daraus resultierende Aufgabe, ein Klebstoffsystem aufzufinden, das die Verklebung von amorphen Kunststoffen mit Mikrowellenstrahlung innerhalb kurzer Zeit ohne Anteile an elektrisch leitf·ahigen oder magnetisch suszeptiblen Komponenten erlaubt, wird ·uberraschenderweise durch Giessharz-Formulierungen auf (Meth)acrylat-Basis gel·ost. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verkleben von Formteilen aus amorphen Kunststoffen mit fl·ussigen Monomer-Polymer-Mischungen (Giessharze), bestehend aus A) 20 bis 95 Gew.-% einer monomeren Komponente, aufgebaut aus: a1) 60 bis 100 Gew.-Teilen einer oder mehrerer Verbindungen der Formel I EMI5.1 worin R1 f·ur Wasserstoff oder Methyl, R2 f·ur einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, f·ur einen gegebenenfalls mit weiteren Alkyl- oder Alkoxyresten, die 1 bis 8 Kohlenstoffatome aufweisen k·onnen, substituierten Cycloalkylrest mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen, f·ur einen gegebenenfalls mit weiteren Alkyl- oder Alkoxyresten, die 1 bis 8 Kohlenstoffatome aufweisen k·onnen, substituierten Arylrest mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder f·ur einen gegebenenfalls mit weiteren Alkylresten, die 1 bis 8 Kohlenstoffatome aufweisen k·onnen, substituierten heterocyclischen Rest mit 3 bis 15 Kohlenstoffatomen, der mindestens ein Stickstoffatom und/oder Sauerstoffatom im Heterocyclus enth·alt, sowie Y f·ur -O-, -S-, -NH-, -NR2- oder -(O-Z)n- mit Z f·ur einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen und n f·ur eine ganze Zahl zwischen 1 und 20 stehen, a2) 0 bis 40 Gew.-Teilen, vorzugsweise 0,1 bis 35 Gew.-Teilen, eines mehrfunktionellen (Meth)acrylats der Formel II: EMI6.1 worin R3 f·ur Wasserstoff oder Methyl, m f·ur 1 bis 3, sowie X f·ur einen aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen oder heteroaliphatischen Rest mit 1 bis 40 Kohlenstoffatomen und einer Funktionalit·at m + 1 steht und a3) 0 bis 10 Gew.-Teilen, vorzugsweise 0,1 bis 8 Gew.-Teilen eines Pfropfvernetzers wobei sich die Monomerkomponenten a1), a2) und a3) in der Komponente A) zu 100 Gew.-Teilen erg·anzen, und aus B) 5 bis 80 Gew.-% eines Polymerisats, das in Komponente A) l·oslich ist und nach Polymerisation der Bestandteile der Komponente A) mit dem gebildeten Polymerisat AA) eine vertr·agliche Polymermischung PM bildet, sowie aus C) 0,1 bis 15 Gew.-% eines die Polymerisation von A) ausl·osenden Radikalbildners, wobei sich die Komponenten A), B) und C) im Giessharz zu 100 Gew.-% erg·anzen und wobei das Giessharz zwischen die F·ugefl·achen der Kunststoff-Formteile aufgebracht wird und einer Mikrowellenstrahlung einer Frequenz zwischen 300 MHz und 300 GHz ausgesetzt wird und eine mechanisch feste Verklebung der Kunststoff-Formteile erreicht wird. Gegebenenfalls kann die Verklebung bei einer Temperatur von oberhalb 50 Grad C, jedoch h·ochstens 10 Grad C unterhalb der Glastemperatur der zu verklebenden Kunststoffe, innerhalb eines Zeitraums zwischen 5 und 50 Minuten nachgeh·artet werden. Gem·ass einer speziellen Ausf·uhrungsform des Verfahrens wird das Giessharz auf die F·ugefl·ache eines Formteils aufgebracht, mit Mikrowellen bestrahlt und erst danach mit der F·ugefl·ache eines anderen Formteils in Kontakt gebracht, wobei die F·ugefl·achen solange fixiert werden, bis eine ausreichende mechanische Festigkeit der Klebenaht erreicht ist. Die F·ugefl·ache des Formteils ohne Giessharz-Beschichtung kann hierbei vor dem Zusammenf·ugen auf mindestens 30 Grad C bis maximal 10 Grad C unterhalb der Glastemperatur des Formteils erw·armt werden. Durchf·uhrung der Erfindung Die Bestandteile der monomeren Komponente A) Bestandteile a1) der Komponente A) k·onnen gem·ass Formel I in Anspruch 1 beispielsweise sein: Methacrylate wie z.B. Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, Propyl(meth)acrylat, Butyl(meth)acrylat, Isobutyl(meth)acrylat, Hexyl(meth)acrylat, Octyl(meth)acrylat, 2-Ethylhexyl(meth)acrylat, Decyl(meth)acrylat, Isodecyl(meth)acrylat, Dodecyl(meth)acrylat, Tetradecyl(meth)acrylat, Hexadecyl(meth)acrylat, Octadecyl(meth)acrylat, Cyclopentyl(meth)acrylat, Cyclohexyl(meth)acrylat, 3,3,5-Trimethylcyclohexyl(meth)acrylat, 3-Cyclohexylpropyl(meth)acrylat, Cyclooctyl(meth)acrylat, Phenyl(meth)acrylat, 2-Phenylethyl(meth)acrylat, 3-Phenylpropyl(meth)acrylat, 4-Methylphenyl(meth)acrylat, 2-Naphthyl(meth)acrylat oder (Meth)acrylate mit heterocyclischen Substituenten wie beispielsweise 2,2-Dimethyl-1,3-dioxolan-4-yl(meth)acrylat, Tetrahydrofurfuryl(meth)acrylat, Furfuryl(meth)acrylat oder 2,2,6,6-Tetramethylpiperidyl(meth)acrylat; Methacrylamide wie beispielsweise N-Methyl(meth)acrylamid, N-Butyl(meth)acrylamid, N-tert-Butyl(meth)acrylamid, N-Cyclohexyl(meth)acrylamid, N-Phenyl(meth)acrylamid, N-Benzyl(meth)acrylamid, N-(4-Morpholinomethyl)(meth)acrylamid, N-(1-Piperidinylmethyl)(meth)acrylamid oder 3-(2-Benzotriazolyl)-2-hydroxy-5-tert-octylbenzyl(meth)acrylamid; (Meth)acrylthioester wie beispielsweise Thiomethyl(meth)acrylat, Thiocyclohexyl(meth)acrylat, Thiophenyl(meth)acrylat oder Thiofurfuryl(meth)acrylat sowie Alkoxy- oder alkoxylierte (Meth)acrylate wie beispielsweise 2-Methoxyethyl(meth)acrylat, 2-Phenoxyethyl(meth)acrylat, 2-(2-Ethoxyethoxy)ethyl(meth)acrylat, oder 2-[2-(2-Ethoxyethoxy)ethoxyl]ethyl(meth)acrylat. Vorzugsweise wird als Bestandteil von a1) Methylmethacrylat in Anteilen von mehr als 50 Gew.-%, besonders bevorzugt von mehr als 70 Gew.-% verwendet. Als Bestandteile a2) der Komponente A) k·onnen gem·ass Formel II in Anspruch 1 beispielsweise eingesetzt werden: Di(meth)acrylate wie beispielsweise Diethylenglykoldi(meth)acrylat, Neopentylglykoldi(meth)acrylat, Hexandiol-1,6-di(meth)acrylat, 3,4-Dithiahexandioldi(meth)acrylat, Dodecandiol-1,12-di(meth)acrylat, 7,7,9-Trimethyl-4,13-dioxo-3,14-dioxa-5,12-diazahexadecan-1,16-dioldi(m eth)acrylat, Trimethylolpropandi(meth)acrylat oder Hydrochinondi(meth)acrylat; Tri(meth)acrylate wie beispielsweise Glycerintri(meth)acrylat, Trimethylolpropantri(meth)acrylat oder tetrafunktionelle (Meth)acrylate wie beispielsweise Pentaerythrittetra(meth)acrylat. Dar·uber hinaus kann Bestandteil a2) der Komponente A) teilweise oder vollst·andig aus den bekannten vernetzenden Monomeren mit mindestens zwei radikalisch aktivierbaren C=C-Doppelbindungen im Molek·ul, ausser den schon genannten (Meth)acryl-Verbindungen, ausgew·ahlt werden. Beispielhaft hierf·ur seien Divinylbenzol, Diallylphthalat oder 1,4-Butandioldivinylether genannt. Pfropfvernetzer a3) weisen mindestens zwei polymerisierbare Gruppen unterschiedlicher Reaktivit·at auf, wobei dies bevorzugt radikalisch aktivierbare C=C-Doppelbindungen sind. Damit unterscheiden sich die Komponenten a3) und a2) charakteristisch. Beispielsweise k·onnen als Pfropfvernetzer Triallylcyanurat oder besonders bevorzugt Allyl(meth)acrylat eingesetzt werden. Die Bestandteile der polymeren Komponente B) Die polymere Komponente B) ist in den monomeren Bestandteilen der Komponente A) l·oslich und nach erfolgter Polymerisation der Komponente A) mit dem gebildeten Polymerisat AA) vertr·aglich. Die Charakterisierung der Polymermischungen PM, bestehend aus den Polymerisaten AA) und B), als vertr·agliche Mischungen erfolgt nach den anerkannten Kriterien (vgl. hierzu Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical Technology, 3rd. Ed., Vol. 18, Seiten 457 bis 460, J. Wiley & Sons, 1982; J. Brandrup, E.H. Immergut, Polymer Handbook, 2nd Ed. III, Seite 211, Wiley Interscience, 1975).Bei den Polymermischungen PM beobachtet man einen Brechungsindex und eine einzige Glastemperatur, die zwischen denjenigen der beiden Polymerisat-Komponenten AA) und B) liegt. Als weiterer Hinweis auf die Vertr·aglichkeit von Polymermischungen PM wird f·ur den Fall, dass sich die Polymerisate AA) und B) in ihrem chemischen Aufbau unterscheiden, das Auftreten der LCST (Lower Critical Solution Temperature) herangezogen, deren Existenz auf dem Vorgang beruht, dass sich beim Erw·armen die bisher klare, transparente Mischung in verschiedene Phasen auftrennt und optisch tr·ube wird (vgl. beispielsweise D.R. Paul, Polymer Blends & Mixtures, Seiten 1 bis 3, Martinus Nijhoff, Publishers, Dordrecht, Boston, 1985). Die erfindungsgem·assen Polymermischungen PM, bestehend aus den Polymerisaten AA) und B) besitzen LCST-Temperaturen, die ·uber den Temperaturen liegen, denen die Klebenaht beim Bestrahlen mit Mikrowellen bzw. beim nachfolgenden H·arungsprozess, beispielsweise in einem W·armeschrank, ausgesetzt ist. Vorzugsweise liegen die LCST-Temperaturen mindestens 20 Grad C ·uber den o.g. Verarbeitungstemperaturen. Als Bestandteile der polymeren Komponenten B) k·onnen (Meth)acryl-Verbindungen der Formel II in Anspruch 1, wie oben beispielhaft ausgef·uhrt, dienen. Weiterhin k·onnen f·ur B) mit den Methacryl-Polymerisaten AA) vertr·agliche Polymerisate wie Polystyrole (z.B. US-Patente 4 898 912, 4 849 479, 4 889 894), Polycarbonate (z.B. US-Patente 4 749 749, 4 950 715, 4 906 969), Polyester (EP-A 440 034), Polyalkylenoxide (EP-A 329 028), Polyvinylchlorid oder Polyvinylfluorid (vgl. z.B. EP-Patent 203 487), Polyphenylenether (EP-A 462 505) sowie weitere thermoplastische Polymerisate eingesetzt werden. Die polymeren Komponenten B) besitzen im allgemeinen mittlere Molekulargewichte Mw zwischen 5 x 10<3> und 10<6> Dalton, bevorzugt zwischen 2 x 10<4> und 5 x 10<5> Dalton, wie sie beispielsweise mit Hilfe der Gelpermeationschromatographie oder der Streulichtmethode bestimmbar sind (vgl. hierzu z.B. H.F. Mark et al., Encyclopedia of Polymer Science and Technology, Vol., 10, Seiten 1 bis 19, J. Wiley, 1987). Sie sind in den monomeren Bestandteilen der Komponente A) l·oslich (zur L·oslichkeit von Polymerisaten vgl. beispielsweise J. Brandrup, E.H. Immergut, Polymer Handbook, 3rd. Ed., Kapitel VII, J. Wiley 1989). Bevorzugt verwendet werden Polymerisate B) mit derselben monomeren Zusammensetzung wie Komponente A). Besonders bevorzugt sind Polymerisate B) mit einem Gehalt an Methylmethacrylat von mehr als 50 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt mit einem Gehalt an Methylmethacrylat von mehr als 70 Gew.-%. Die Radikalbildner C) Die zur H·artung der erfindungsgem·assen Giessharze verwendeten Radikalbildner (C) werden vorzugsweise aus der Gruppe bestehend aus Peroxiverbindungen, wie beispielsweise Perester, Percarbonate, Peroxianhydride oder Hydroperoxide, sowie aus der Gruppe der Diazoverbindungen ausgew·ahlt (vgl. hierzu beispielsweise H. Rauch-Puntigam, Th. V·olker, "Acryl und Methacrylverbindungen", Springer-Verlag Heidelberg, 1967 oder Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical Technology, Vol. 1, Seiten 386ff, J. Wiley 1978). Besonders bevorzugt werden Perester und Percarbonate eingesetzt. Beispielhaft f·ur die Radikalbildner seien genannt: tert-Butylperoctoat, tert-Butylperbenzoat, tert-Butylperpivalat, 2,2-Bis(tert-Butylperoxybutan), tert-Amylperneodecanoat, tert-Amylperpivalat, Diisopropylperoxidicarbonat, Dicyclohexylperoxidicarbonat, Bis(4-tert-Butylcyclohexyl)peroxidicarbonat, Cumolhydroperoxid, 1,4-Diisopropylbenzolmonohydroperoxid, Dicyclohexylperoxid, Dilauroylperoxid, Dioctanoylperoxid, Dibenzoylperoxid, sowie Diazoverbindungen wie 2,2'-Azobis-(isobutyronitril), 1,1'-Azobis-(cyclohexan-1-nitril), Azobis-(isobutanol), Azobis-(isobutylacetat), 2,2'-Azobis-(isobutters·aureamid), 2,2'-Azobis-(2-methylbutan) oder 2,2'-Azobis-[2-(2-imidazolin-2-yl)propan]. Die Polymerisation der monomeren Bestandteile der Komponente A) ausl·osenden Radikale werden vorzugsweise durch thermisch induzierten Zerfall der Radikalbildner bereitgestellt. Die Radikalbildner C) kommen in Anteilen von 0,1 bis 15 Gew.-% bezogen auf die Summe von A), B) und C) zum Einsatz, bevorzugt in Mengen von 1 bis 12 Gew.-%. Herstellung und Aufbringen des Giessharzes auf die F·ugestelle Die Polymerisat-Komponente B) wird in den monomeren Bestandteilen der Komponente A), in denen zuvor schon der Radikalbildner C) gel·ost worden ist, in den in Anspruch 1 angegebenen Verh·altnissen gel·ost. Vorzugsweise wird B) in A) bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und 50 Grad C gel·ost, wobei bei Temperaturen ·uber 30 Grad C der Radikalbildner C) abh·angig von dessen Zerfallscharakteristik erst gegen Ende des L·oseprozesses zugegeben wird, um eine nennenswerte Radikalbildung vor dem Klebeprozess zu verhindern. Bevorzugt werden 10 bis 50 Gew.-%, besonders bevorzugt 20 bis 40 Gew.-% der Polymerisat-Komponente B) in A) gel·ost. Der Gehalt an gel·ostem Radikalbildner C) liegt zwischen 0,1 und 10 Gew.-%, bevorzugt zwischen 1 bis 5 Gew.-% bezogen auf das Giessharz. Das Aufl·osen der Komponenten B) und C) in A) erfolgt vorzugsweise mit Hilfe von R·uhraggregaten, die besonders bevorzugt eine hohe R·uhrgeschwindigkeit aufweisen. Die Viskosit·at der resultierenden Giessharze betr·agt zwischen 10 und 5 x 10<4> mPa s, vorzugsweise zwischen 10<2> und 10<4> mPa s. Die Topfzeiten der initiatorhaltigen Giessharze liegt je nach Zerfallscharakteristik des Radikalbildners C) zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen. Gegebenenfalls muss das Giessharz bei l·angerer Lagerung gek·uhlt werden. Verkleben der Kunststoff-Formteile Das Giessharz wird auf die F·ugestelle der zu verklebenden Kunststoff-Formteile aufgebracht, wobei die beiden F·ugestellen der zu verklebenden Kunststoff-Formteile oder nur eine F·ugestelle beschichtet werden k·onnen. Die Beschichtung kann in an sich bekannten Klebstoff-Auftragetechniken erfolgen, vorzugsweise aus einer elastischen Spritzflasche mit einer Kan·ule. Die Aush·artung der gef·ugten Formteile erfolgt unter Einwirkung von Mikrowellenstrahlung im Frequenzbereich zwischen 300 MHz und 300 GHz, entsprechend einem Wellenl·angenbereich zwischen 10<-><3> und 1 m. Bevorzugt sind Strahlenquellen, die im Frequenzbereich zwischen 1 und 10 GHz emittieren und die gegen die Umgebung strahlendicht abgeschlossen sind. Solche geschlossenen Strahlungsquellen werden beispielsweise zum Erw·armen von Lebensmitteln oder zur Metallverarbeitung (Hochfrequenzschweissen) eingesetzt und besitzen beispielsweise Magnetrone oder Klystrone als Strahlenquellen (vgl. z.B. Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical Technology, 3rd. Ed. Vol. 15, Seiten 495ff, J. Wiley 1981). Die Leistung der Strahlenquellen kann zwischen 10 und 10<4> Watt liegen, bevorzugt zwischen 10<2> und 2 x 10<3> Watt. Der Aush·artungsprozess kann unterschiedlich durchgef·uhrt werden. Zum einen werden die F·ugestellen der beiden Kunststoff-Formteile nach Aufbringen des Giessharzes zusammengef·ugt und danach mit Mikrowellen bestrahlt, zum anderen wird eine mit Giessharz beschichtete F·ugestelle eines Formteils zun·achst mit Mikrowellen bestrahlt (Vorinitiierung) und in einem zweiten Schritt mit dem anderen Formteil zusammengef·ugt, wobei hier eine nochmalige Mikrowellen-Bestrahlung des Formteileverbundes nachfolgen kann. Die F·ugestellen werden mechanisch so lange fixiert bis eine ausreichende Festigkeit der Klebenaht erreicht wird. Die Fixierung der F·ugestellen erfolgt beispielsweise mit Klammern oder vorzugsweise unter dem Eigengewicht der Formteile. Im allgemeinen betragen die Einwirkungszeiten der Mikrowellenstrahlung bei einer mittleren Leistung des Mikrowellenstrahlers von 500 bis 1000 Watt zwischen 10 Sekunden und 10 Minuten, vorzugsweise zwischen 1 und 5 Minuten. Gegebenenfalls wird die ausreichende Festigkeit der Klebenaht erst einige Minuten nach Abschalten des Mikrowellenstrahlers erreicht. Zur vollst·andigen Aush·artung der Kleben·ahte werden die zusammengef·ugten Formteile thermisch nachbehandelt, beispielsweise durch eine Nachtemperung in einer W·armezone oder in einem W·armeschrank. Beim Zerbrechen der solchermassen verklebten und ausgeh·arteten Formteile findet man Koh·asionsbruch der Klebenaht. In einer weiteren Ausf·uhrungsform der Erfindung erfolgt die Vorbehandlung und das Zusammenf·ugen der Formteile sowie die Aush·artung der Kleben·ahte innerhalb einer Fiessbandfertigung. F·ur die Aush·artung werden hier Mikrowellenzonen und W·armezonen verwendet, deren Dimensionen sich an der Gr·osse der Formteile sowie an der Fliessbandgeschwindigkeit orientieren. Besonders bevorzugt ist die Ausf·uhrungsform dann, wenn sich das Verkleben der Formteile an eine Fertigung der Formteile durch kontinuierlich arbeitende Spritzgussmaschinen anschliesst, die einen bestimmten Zeittakt vorgeben. Dar·uber hinaus ist es m·oglich, mit dem erfindungsgem·assen Verfahren Kunststoffe mit nicht leitf·ahigen Materialien, wie beispielsweise Holz, Keramik oder Glas zu verkleben. Vorteilhafte Wirkungen der Erfindung Das erfindungsgem·asse Verfahren zum Verkleben von Formteilen aus amorphen Kunststoffen mit Mikrowellenstrahlung erm·oglicht die Ausbildung mechanisch fester Kleben·ahte innerhalb eines Zeitraumes von maximal 10 Minuten. Dies ist f·ur Fertigungsprozesse mit Zeittakt von grossem Vorteil. Nach einer anschliessenden thermischen Nachbehandlung zur vollst·andigen Aush·artung zeigen die Kleben·ahte ausschliesslich Koh·asionsbruch. Als Mikrowellenquellen k·onnen beispielsweise handels·ubliche Mikrowellen-Haushaltsger·ate zum Einsatz kommen. Die Topfzeiten der Giessharze, d.h. die Zeitr·aume, in denen die Giessharze verarbeitet werden k·onnen, betragen bis zu einigen Tagen bei vollst·andigem Erhalt der Aktivierbarkeit der Radikalbildner C) durch die Mikrowellenstrahlung. Die nach dem erfindungsgem·assen Verfahren resultierenden Kleben·ahte sind v·ollig transparent und erlauben somit den Bau von Formk·orpern, an die ein hoher Anspruch bez·uglich der optischen Transmission gestellt wird, wie beispielsweise Lampengeh·ause, Verglasungen, Lichtkuppeln oder optische Komponenten wie beispielsweise Linsen oder Lichtleiter. BEISPIELE Beispiel 1: Herstellung der Giessharze 35 Gew.-% eines Copolymerisats aus 94 Gew.-Teilen Methylmethacrylat und 6 Gew.-Teilen Methylacrylat mit einer spezifischen Viskosit·at J = 51 bis 56 cm<3>g<-><1> (nach ISO 1628-6, Komponente B)), entsprechend einem mittleren Molekulargewicht Mw von ca. 1,1 bis 1,2 x 10<5> Dalton, wurde bei 45 bis 50 Grad C in einer Mischung von 60 Gew.-% Methylmethacrylat und 5 Gew.-% Allylmethacrylat (Komponente A)) gel·ost. Die Viskosit·at nach Brookfield des resultierenden Giessharzes betr·agt 6 000 +/- 500 mPa s bei 20 Grad C. Beispiel 2: Zugabe der Radikalbildner C) und Verklebung von Kunststoff-Formteilen Die nachstehend in Tabelle 1 aufgef·uhrten Radikalbildner C1 (t-Butylperoctoat: 95 %ig) und/oder C2 (20 % Diisopropylperoxidicarbonat in Phthalat) werden unter R·uhren bei 20 bis 25 Grad C jeweils in 50 g Giessharz gem·ass Beispiel 1 gel·ost. Verarbeitungsbereite Giessharz-Formulierungen Nr. 1 bis 10 (siehe Tabelle 1) werden in Polyethylen-Spritzfl·aschchen mit aufgesetzter Polyethylen-Kan·ule gef·ullt. Verklebt werden Pl·attchen aus einem extrudierten und/oder spritzgegossenem Copolymerisat bestehend aus 94 Gew.-% Methylmethacrylat und 6 Gew.-% Methylacrylat (Molekulargewicht Mw ca. 1,1 bis 1,2 x 10<5> Dalton). Die Masse der Pl·attchen betragen 100 x 50 x 3 mm (Extrudat) bzw. 60 x 40 x 30 mm (Spritzling). Dabei ist es f·ur die Eigenschaft der Verklebung unerheblich, ob die Pl·attchen spritzgegossen oder extrudiert sind, d.h. die Wirksamkeit des Klebeverfahrens ist von dem Grad der Orientierung der Polymermolek·ule in den Kunststoff-Formteilen weitestgehend unabh·angig. Die zur Aush·artung der Kleben·ahte ben·otigte Mikrowellenstrahlung wird mit einem handels·ublichen Mikrowellenger·at der Fa. Panasonic, Typ NE-972/973 erzeugt. Die Frequenz der Mikrowellenstrahlung betr·agt 2,45 GHz bei einer Senderleistung von 70 bis 600 Watt. Die Herstellung der Verklebung und das anschliessende Aush·arteverfahren wird nach einer der im folgenden angef·uhrten Methoden VA, VB und VC (Tabelle 1) durchgef·uhrt. Methode VA: Ein Giessharzstreifen wird auf die Fl·ache eines der oben beschriebenen Copolymerisat-Pl·attchen aufgegeben. Anschliessend wird dieses zusammen mit einem zweiten, unbeschichteten Pl·attchen in das Mikrowellenger·at gelegt und f·ur die angegebene Zeitdauer mit der Maximalleistung von 600 Watt bestrahlt (Spalte "Vorinitiierung" in Tabelle 1). Nach der Bestrahlung und der Entnahme aus dem Mikrowellenger·at wird das zweite Pl·attchen mit der Kante auf das auf dem ersten Pl·attchen befindliche Giessharz aufgelegt und solange manuell fixiert, bis die Klebenaht qualitativ als fest bezeichnet werden kann (Spalte "Zustand der Klebenaht nach bestimmter Zeit" in Tabelle 1). In Beispiel 2/10 betr·agt die Bestrahlungszeit 1 Minute sowie die zur Fixierung notwendige Zeit nach der Entnahme aus dem Mikrowellenger·at 30 Sekunden. Methode VB: Ein Giessharzstreifen wird auf die Fl·ache eines der oben beschriebenen Copolymerisat-Pl·attchen aufgegeben und anschliessend ein zweites unbeschichtetes Pl·attchen mit der Kante auf den Giessharzstreifen aufgelegt. Dieser Teilverbund wird im Mikrowellenofen f·ur eine angegebene Dauer (Spalte "Bestrahlungszeit" in Tabelle 1) mit der Maximalleistung von 600 Watt bestrahlt. Nach der Entnahme aus dem Mikrowellenger·at vergeht gegebenenfalls noch eine bestimmte Zeit bis eine ausreichende Festigkeit der Klebenaht erreicht wird (Spalte "Zustand der Klebenaht nach bestimmter Zeit" in Tabelle 1). In den Beispielen 2/1 bis 2/3 und 2/5 bis 2/8 betr·agt die Bestrahlungszeit zwischen 2 und 4 Minuten sowie die zur Aush·artung notwendige Zeit nach der Entnahme aus dem Mikrowellenger·at zwischen 0 und 2 Minuten. Die in Beispiel 2/4 verwendete Bestrahlungszeit von 1 Minute war zu kurz, um die notwendige Aush·artung der Klebenaht zu bewirken. Methode VC: Es wird eine aus Verfahrensmethoden VA und VB gemischte Verfahrensweise angewendet, wobei nach einer Vorinitiierung und dem Zusammenf·ugen der Pl·attchen eine nochmalige Bestrahlung des gef·ugten Verbundes im Mikrowellenger·at erfolgt. Gem·ass Beispiel 2/9 betragen Vorinitiierungsphase und Bestrahlungszeit des Teileverbundes jeweils 1 Minute. Nach Entnahme des Teileverbundes aus dem Mikrowellenger·at ist direkt eine ausreichende Festigkeit der Klebenaht festzustellen. In allen F·allen (Methode VA bis VC) kann durch eine Nachtemperung der gef·ugten Teile im W·armeschrank bei 80 Grad C innerhalb von 15 Minuten eine vollst·andig ausgeh·artete Klebenaht erhalten werden. Die Topfzeiten, d.h. die Zeitr·aume in denen das Giessharz verarbeitet werden kann, liegen f·ur die Beispiele 2/1 bis 2/6 bei mehr als 16 Stunden bei 23 Grad C, f·ur die Beispiele 2/7 bis 2/10, die den Radikalbildner Diisopropylperoxodicarbonat enthalten, bei 3 Stunden bei 23 Grad C und bei mehr als 48 Stunden bei 6 bis 9 Grad C. EMI22.1