TITLE: Process for the performance of immunodiagnostic assays. European Patent Application EP0597359 A1 ABSTRACT: Immunodiagnostic assays, in which enzymes or antigens are bound to porous support materials, can be performed such that macroporous polymer membranes are employed as porous support materials and are prepared by (a) dispersing an insoluble filler in a solution which contains at least two incompatible polymers in amounts which lead to a phase separation in the solution, a homogeneous casting solution being formed, and (b) applying this solution to a support and performing a precipitation coagulation. INVENTORS: Brandt, Dr. Heinz-dieter (DE) Dhein, Dr. Rolf (DE) Hildenbrand, Dr. Karlheinz (DE) Stoecker, Dr. Roland (DE) APPLICATION NUMBER: EP19930117747 PUBLICATION DATE: 05/18/1994 FILING DATE: 11/02/1993 ASSIGNEE: BAYER AG (DE) INTERNATIONAL CLASSES: C08J3/14; C08J3/16; C08J9/00; C12N11/08; C12N11/12; C12Q1/00; G01N33/543; G01N33/545; (IPC1-7): G01N33/545; C12N11/08; C12Q1/00 EUROPEAN CLASSES: C12N11/08; C12N11/12; G01N33/543K; G01N33/543K4; G01N33/545 DOMESTIC PATENT REFERENCES: EP0186347 Method for producing high-active biologically efficient compounds immobilized on a carrier. EP0225535 Cross-linked copolymers in pearl form containing epoxy and basic amino groups, process for their preparation and their use. FOREIGN REFERENCES: WO/1986/007345A1 STRUCTURED SILICAS OTHER REFERENCES: CHEMICAL ABSTRACTS, Band 107, Nr. 21, 23. November 1987, Columbus, Ohio, USA P. HERMANN et al. "Immobili- zation of proteins on macro- porous polymeric carriers: use of salts to increase covalent coupling." Seite 389, Nr. 194 164c; & DD-A-242 240 CLAIMS: 1. Verfahren zur Durchf·uhrung immundiagnostischer Nachweise, bei welchen Enzyme oder Antik·orper auf por·osen Tr·agermaterialien gebunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass als por·ose Tr·agermaterialien makropor·ose Polymermembranen eingesetzt werden, die hergestellt werden, indem man a) in eine L·osung, die wenigstens zwei unvertr·agliche Polymere in solchen Mengen, die zu einer Phasentrennung der L·osung f·uhren, enth·alt, unl·osliche F·ullstoffe eindispergiert, wobei eine homogene Giessl·osung entsteht, und b) diese L·osung auf einen Tr·ager aufbringt und eine F·allungskoagulation durchf·uhrt. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere F·ullstoffe aus der Gruppe von Talkum, Titandioxid, Bariumsulfat, Siliciumdioxid, mikrokristalline Zellulose, Zeolithe und Bentonite, hochdisperse Kiesels·auren und Quarz, die organisch modifiziert sein k·onnen, eingesetzt werden. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die F·ullstoffe je nach spezifischer Oberfl·ache in Mengen von 5 bis 500 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der organischen Substanz der Membran, eingesetzt werden, wobei bei hochdispersen F·ullstoffen vorzugsweise 5 bis 50 Gew.-% und bei F·ullstoffen mit geringeren spezifischen Oberfl·achen vorzugsweise 35 bis 500 Gew.-% eingesetzt werden. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei unvertr·aglichen Polymere ausgew·ahlt sind aus den Kombinationen a) Celluloseester/Polyvinylester, b) Polyurethan/Polyacrylate bzw. Acrylcopolymere, c) Polycarbonat-Copolymere/Polyurethan, d) Polyvinylderivate/Polysulfone, e) Polyamide bzw. Polyimide/Polystyrol bzw. Styrolcopolymere und f) Poly-para-dimethyl-phenylenoxid/Polyvinylidenfluorid, g) Polysulfon/Polyacrylnitril h) Polyethersulfon / anionisch modifiziertes Polyacrylnitril wobei weitere Kombinationen innerhalb der Polymerkombinationen m·oglich sind und wobei auch tern·are Polymergemische aus den genannten Polymeren eingesetzt werden k·onnen. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die makropor·ose Polymermembran ein integriertes Chromogen, bevorzugt das 3,3',5,5'-Tetramethylbenzidin, enth·alt. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die makropor·osen Polymermembranen eine durch freie Aminogruppen modifizierte Oberfl·ache aufweisen. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur kovalenten Bindung der Enzyme oder Antik·orper an eine makropor·ose Membran mit einer durch freie Aminogruppen modifizierten Oberfl·ache Bisulfit-Addukte von Isocyanaten eingesetzt werden. DESCRIPTION: Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Durchf·uhrung immundiagnostischer Nachweise, bei welchen Enzyme oder Antik·orper auf por·ose Tr·agermaterialien gebunden werden. Das erfindungsgem·asse Verfahren ist gekennzeichnet durch den Einsatz makropor·oser Polymermembranen als solche por·osen Tr·agermaterialien. Die makropor·osen Polymermembranen werden hergestellt, indem man aus einer L·osung, die wenigstens zwei unvertr·agliche Polymere in solchen Mengen, die zu einer Phasentrennung in der L·osung f·uhren, enth·alt, durch Eindispergieren eines unl·oslichen F·ullstoffes, eine homogene Giessl·osung bereitet, diese L·osung auf einen Tr·ager aufbringt und dann eine F·allungskoagulation durchf·uhrt. Por·ose Tr·agermaterialien, die biologisch aktive Proteine, wie Enzyme oder Antik·orper, binden, spielen in verschiedenen Bereichen der Technik sowie in der klinischen Diagnostik eine wichtige Rolle. Den Immunoassay-Methoden kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Am meisten werden kompetitive Bindungstests (RIA, EIA) sowie Sandwich-Tests (IRMA, ELISA) benutzt, wobei die ELISA-Tests eine zunehmende Bedeutung erlangen. Beim ELISA-Test (Enzyme Linked Immunosorbent Assay) wird das zu bestimmende Antigen von einem tr·agergebundenen Antik·orper (prim·arer Antik·orper) gebunden und durch einen enzymatischen Zweitantik·orper (sekund·arer Antik·orper) quantitativ bestimmt. Das Grundprinzip dieser Nachweismethoden ist in zahlreichen Publikationen beschrieben (Angew. Chemie 97 (1985), 141-163; Chimia 29, (3) (1975), 109). Die Immobilisierung (Bindung) des prim·aren Antik·orpers an der por·osen Matrix-Oberfl·ache kann prinzipiell auf zwei unterschiedliche Arten erfolgen, n·amlich durch Adsorption oder kovalente Bindung, wobei beide Verfahren Vor- und Nachteile besitzen. W·ahrend bei der Adsorption die Gefahr der Denaturierung der biochemischen Wirkstoffe gering ist, besteht bei der Testdurchf·uhrung die Gefahr des Auswaschens oder Ausblutens; beim kovalenten Verfahren ist es gerade umgekehrt. Deshalb wird es angestrebt, je nach Anwendungsbeispiel und Testverfahren alternativ (sowohl adsorptiv als auch kovalent) verfahren zu k·onnen. Der Nachweis der immunchemischen Testreaktion erfolgt beim ELISA-Verfahren h·aufig durch eine chromogene Reaktion, die durch ein Enzym, das sich am sekund·aren Antik·orper befindet, katalysiert wird. So werden beispielsweise h·aufig sekund·are, mit Peroxydase (POD) markierte Antik·orper eingesetzt, die in Gegenwart von H2O2 eine Oxidationsreaktion ausl·osen, wobei ein Farbumschlag erfolgt. Das Chromogen wird im Laufe der Testprozedur in die Matrix impr·agniert, wobei im Falle von POD-katalysierten Reaktionen h·aufig das bekannte wasserl·osliche Trinder-System 4-Aminoantipyrin/2-Hydroxy-3,5-dichlorbenzol-sulfonat (H.V. Bergmeyer, Methods of Enzymatic Analysis, Vol. I, 3rd. ed., Verlag Chemie) verwendet wird. Andere Enzym-/Chromogen-Systeme sind: Alkalische Phosphatase/p-Nitrophenylphosphat oder beta -Galactosidase/o-Nitrophenylgalactosid. Auf dem Markt werden Membransysteme f·ur die Immundiagnose beispielsweise von den Firmen Millipore (Produkt: Immobilon TM ) oder PALL (Produkt: Immunodyne TM ) in Kombination mit Brosch·uren, die den Testablauf beschreiben, angeboten. Der Gesamttest besteht aus mehreren Inkubations- und Waschschritten, wobei die Fixierung des prim·aren Antik·orpers in der Regel durch kovalente Bindung erfolgt. Zur Testdurchf·uhrung werden Mikrotiterplatten oder Dot-Blot-Apparaturen, beispielsweise von der Fa. Bio Rad angeboten. Kritisch bei der Testdurchf·uhrung sind Auswasch- und Ausblutprobleme, wobei im Rahmen von mehreren Impr·agnier- und Waschschritten die zuvor eingebrachten Substanzen und Wirkstoffe wieder ausgewaschen werden k·onnen. Das ist insbesondere kritisch bei den bisher eingesetzten Chromogenen, die in der Regel nicht kovalent gebunden werden k·onnen und wegen ihrer oft guten Wasserl·oslichkeit bei den anschliessenden Waschprozeduren betr·achtlich extrahiert werden. Dadurch werden die Messergebnisse h·aufig verf·alscht und die Empfindlichkeit reduziert. Es war daher w·unschenswert, Membranmatrizen f·ur immunchemische Nachweisreaktionen zur Verf·ugung zu haben, die sich besonders f·ur das ELISA-Verfahren eignen und die folgende Merkmale aufweisen: a) M·oglichkeit sowohl zu adsorptiven als auch kovalenten Immobilisierung, b) einfache und schonende M·oglichkeit zur kovalenten Immobilisierung und c) verbesserte Fixierung des Chromogens zur weitgehenden Verhinderung des Ausblutens der Reaktionsfarben. Es wurde nun ·uberraschenderweise gefunden, dass makropor·ose Membranen aus Polymer-Blends, die in DE-OS 38 09 523 beschrieben sind, hervorragend f·ur Immundiagnostische Nachweisverfahren geeignet sind. Es wurde ein Verfahren zur Durchf·uhrung immundiagnostischer Nachweise, bei welchen Enzyme oder Antik·orper auf por·osen Tr·agermaterialien gebunden werden, gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, dass als por·ose Tr·agermaterialien makropor·ose Polymermembranen eingesetzt werden, die hergestellt werden, indem man a) in eine L·osung, die wenigstens zwei unvertr·agliche Polymere in solchen Mengen, die zu einer Phasentrennung in der L·osung f·uhren, enth·alt, unl·osliche F·ullstoffe eindispergiert, wobei eine homogene Giessl·osung entsteht, und b) diese L·osung auf einen Tr·ager aufbringt und eine F·allungskoagulation durchf·uhrt. Werden beispielsweise eine 20 Gew.-%ige L·osung von Polyurethan in Dimethylformamid (PU/DMF-L·osung) und eine 20 Gew.-%ige L·osung von Polyacrylnitril in Dimethylformamid (PAN/DMF-L·osung) unter R·uhren vermischt, so kommt es nach kurzem Stehen zur Phasenseparation. Derartige Gemische sind instabil und als Giessl·osungen f·ur die Membranherstellung nicht geeignet. Vereinigt man dagegen dieselben Polymer/DMF-L·osungen unter gleichzeitigem oder nachtr·aglichem Eindispergieren von F·ullstoffen, beispielsweise von Talkum, so erh·alt man homogene, stabile Giessl·osungen, die f·ur die Membranherstellung nach der Methode der F·allungskoagulation geeignet sind. Die aus derartigen Giessl·osungen hergestellten Membranen zeigen ·uberraschenderweise im Vergleich zu den bekannten deutlich gr·ossere Poren an der Oberfl·ache, eine sehr viel h·ohere Gesamtporosit·at und eine deutlich erh·ohte Saugf·ahigkeit, die vergleichbar ist mit der der Chromatographiepapiere. Elektronenmikroskopische Aufnahmen vom Querschnitt dieser Polymermembranen zeigen, dass es sich um Strukturen mit einem filzartigen Aufbau handelt, w·ahrend der asymmetrische Strukturaufbau mit der dichten Polymerhaut an der Membranoberfl·ache fast vollst·andig zur·uckgedr·angt ist. An der Membranoberfl·ache sind bei einer Membran des beschriebenen Aufbaus Porendurchmesser von bis zu 30 mu m zu erkennen. Die zur Herstellung derartiger makropor·oser Membranmatrizen erforderlichen Polymergiessl·osungen m·ussen die folgenden Bedingungen erf·ullen: Die L·osungen der einzelnen Polymerkomponenten d·urfen nicht miteinander mischbar sein. Bei miteinander mischbaren Systemen werden in Analogie zu bisher bekannten Giessl·osungen mikropor·ose Membranstrukturen mit ausgepr·agter asymmetrischer Struktur erhalten; die L·osungsmittel der einzelnen Polymerkomponenten m·ussen miteinander mischbar sein; um die nicht mischbaren Polymerkomponenten in homogene Giessl·osungen zu ·uberf·uhren, m·ussen geeignete unl·osliche, beispielsweise anorganische F·ullstoffe eindispergiert werden. Als F·ullstoffe kommen beispielsweise in Frage: Talkum, Titandioxid, Bariumsulfat, Siliciumdioxid, mikrokristalline Zellulose, Zeolithe, Bentonite, Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Zinkoxid, Eisenoxide, bevorzugt Talkum, Titandioxid, Bariumsulfat, hochdisperse Kiesels·aure (beispielsweise Aerosile, Fa. Degussa), Quarz, mikrokristalline Zellulose, Zeolithe und Bentonite. Derartige anorganische und organische F·ullstoffe sind marktg·angig. Nicht alle genannten F·ullstoffe sind f·ur alle Polymerkombinationen gleichermassen geeignet. So sind beispielsweise Giessl·osungen aus Polyurethan/Polyacrylnitril-Gemischen mit Titandioxid oder Bariumsulfat weniger stabil und zeigen eine erkennbare Inhomogenit·at, w·ahrend L·osungen aus derselben Polymerkombination mit Talkum eine gute Homogenit·at und Dispersionsstabilit·at ergeben. Es k·onnen auch Gemische mehrerer der genannten F·ullstoffe eingesetzt werden. Die Oberfl·ache der eingesetzten F·ullstoffe kann ggf. organisch modifiziert sein. Beispielsweise sind hydrophobierte hochdisperse Kiesels·auren (Aerosil R 972 TM , Fa. Degussa) oder aminmodifizierte Typen kommerziell erh·altlich. Die Menge der eingesetzten F·ullstoffe ist abh·angig von deren spezifischen Oberfl·achen, liegt jedoch allgemein im Bereich von 5 bis 500 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der organischen Substanz der Membran. Bei hochdispersen F·ullstoffen, beispielsweise Aerosil 200 TM (200 m<2>/g) sind Mengen im Bereich von 5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der organischen Substanz der Membran, ausreichend. Bei F·ullstoffen mit geringeren spezifischen Oberfl·achen im Bereich von einigen m<2>/g kann die eingesetzte F·ullstoffmenge im Bereich von 35 % bis 500 %, bezogen auf das Gewicht der organischen Substanz der Membran, liegen. Der Vorzugsbereich f·ur hochdisperse F·ullstoffe liegt bei 10 bis 25 Gew.-%, der f·ur F·ullstoffe mit geringeren spezifischen Oberfl·achen bei 50 bis 200 Gew.-%. Als Polymerkombinationen kommen beispielsweise die folgenden in Frage: Celluloseester/Polyvinylester Polyurethan/Polyacrylderivate bzw. Acrylcopolymere Polycarbonat-Copolymere/Polyurethan Polyvinylderivate/Polysulfone Polyamide bzw. Polyimide/Polystyrol bzw. Styrolcopolymere Poly-para-dimethyl-phenylenoxid/Polyvinylidenfluorid Polysulfon/Polyacrylnitril Polyethersulfon / anionisch modifiziertes Polyacrylnitril. Es sind auch weitere Kombinationen aus den genannten Polymersystemen m·oglich, die weiterhin zu tern·aren Polymergemischen erweitert werden k·onnen. Konkrete Beispiele solcher Polymerkombinationen sind: Celluloseacetat/Polyvinylacetat (z.B. Mowilith TM ), Polyurethan (Desmoderm KBH TM )/Polyacrylnitril (Dralon T TM ), Desmoderm KBH TM /Aminmodifiziertes Dralon (Dralon A TM ), Desmoderm KBH TM /Anionisch modifiziertes Dralon (Dralon U TM ), Polysulfon (Udel P 1700 TM )/Polyvinylidenfluorid, Polyethercarbonat/Desmoderm KBH TM , Dralon U TM /Mowilith TM , Celluloseacetat/Dralon U TM , Celluloseacetat/Dralon U TM /Polystyrol, Mowilith TM /Desmoderm KBH TM / Polyvinylchlorid und Polyethersulfon (Ultrason E TM ) / Polyacrylnitril (Dralon X TM ). Das f·ur eine Phasenseparation ohne den eindispergierten F·ullstoff erforderliche Mengenverh·altnis der Copolymere in den jeweiligen Kombinationen ist durch einfache Vorversuche zu ermitteln. Ein weiteres sehr wichtiges tern·ares Polymersystem ist Desmoderm KBH TM /Mowilith TM /Dralon T TM , wobei Dralon T TM auch durch Dralon A TM oder Dralon U TM ersetzt sein kann. Die chemischen Strukturen der bevorzugt eingesetzten Polymeren sind im Anhang an die Ausf·uhrungsbeispiele beschrieben. Zur Herstellung der Polymergiessl·osungen sind beispielsweise Dimethylformamid (DMF), N-Methylpyrrolidon (NMP), Dimethylsulfoxid (DMSO), Dimethylacetamid, Dioxolan, Dioxan, Aceton, Methylethylketon, Cellosolve TM bzw. Gemische dieser L·osungsmittel geeignet. Der Gesamtprozess der Membranherstellung l·asst sich anhand des folgenden Beispiels darstellen: Die jeweils ca. 20 Gew.-%igen DMF-Polymerl·osungen aus Desmoderm KBH TM , Mowilith TM und Dralon TM werden unter Eindispergieren von Talkum mit Hilfe eines schnelldrehenden R·uhrers (Dissolver) zu einer homogenen Polymergiessl·osung gemischt. Nach Entgasen im Vakuum wird die Giessl·osung mit Hilfe eines Rakels in einer Schichtdicke von beispielsweise 150 mu m auf ein Tr·agersubstrat aufgebracht und in das Koagulationsbad, vorzugsweise reines Wasser, getaucht. Nach einer Verweilzeit von etwa 2 Minuten wird die dabei entstandene Polymermembran aus dem Koagulationsbad genommen und mit warmer Luft getrocknet. Weitere Komponenten f·ur die Herstellung der makropor·osen Membranen k·onnen Tenside, beispielsweise Dioctyl-natriumsulfosuccinat oder Dodecylbenzolsulfonate sein, die in der Giessl·osung benutzt werden. Ebenso k·onnen wasserl·osliche Polymere, wie Celluloseether, Polyethylenglykole, Polyvinylalkohol oder Polyvinylpyrrolidon Bestandteile der Polymergiessl·osung sein. Ferner kommen Zus·atze von sogenannten Koagulationshilfsmitteln, wie beispielsweise kationische Polyurethandispersionen, in Frage. Die Giessl·osung wird auf einen Tr·ager aufgebracht, um die F·allungskoagulation durchf·uhren zu k·onnen und die Giessl·osung und das makropor·ose Polymer handhaben zu k·onnen. Solche Tr·ager k·onnen beispielsweise Glas oder silikonisierte Tr·agermaterialien der verschiedensten Herkunft sein. Weitere Tr·agermaterialien sind fl·ussigkeitsdurchl·assige Polymergewebe oder Polymervliese, auf denen die makropor·ose Polymermembran eine gute Haftung zeigt. Makropor·ose Polymermembranen, die erfindungsgem·ass eingesetzt werden, haben mittlere Porendurchmesser von 10 bis 50 mu m, bevorzugt 10 bis 30 mu m. Besonders vorteilhaft bei der Durchf·uhrung immundiagnostischer Nachweise sind Membranen, in die das Chromogen bereits im Rahmen der Membranherstellung integriert wurde. Ein wichtiges Beispiel hierf·ur ist das Chromogen 3,3',5,5'-Tetramethyl-benzidin (TMB), das ein bekannter Oxidationsindikator ist. Gegen·uber den bekannten konventionellen Systemen ergeben sich zwei wichtige Vorteile: 1. Die gesamte Testprozedur wird um den Schritt der Indikator-Impr·agnierung verk·urzt und damit vereinfacht. Dieser Aspekt ist insofern wichtig, da als L·osemittel f·ur viele Indikatoren, beispielsweise auch f·ur TMB, organische L·osungsmittel eingesetzt werden, die entweder die Polymermembran oder das biochemische Reagenzsystem sch·adigen k·onnen. 2. Ein noch gewichtigerer Vorteil des in die Membran integrierten Indikators ist der, dass das Ausbluten der bei der Reaktion erzeugten Indikatorfarbe im Gegensatz zu konventionellen Systemen praktisch vollkommen unterbunden wird. Das erfindungsgem·asse Verfahren unter Einsatz der beschriebenen makropor·osen Polymermembranen ergibt ·uberraschenderweise M·oglichkeiten zur verbesserten adsorptiven und kovalenten Bindung von biochemischen Wirkstoffen (Enzymen, Antik·orpern): a) Adsorptive Immobilisierung Es zeigt sich ·uberraschenderweise, dass die adsorptive Bindungseigenschaft der beschriebenen makropor·osen Polymermembranen durch eine Modifizierung der Membranoberfl·ache mit freien Aminogruppen erheblich gesteigert werden kann. Die Herstellung der aminmodifizierten Membranen kann entweder durch nachtr·agliche Behandlung der fertigen Membran oder vorzugsweise durch Zus·atze in die Polymergiessl·osung, die zur Membranherstellung nach dem Verfahren der F·allungskoagulation in Wasser eingesetzt wird, erfolgen. Als geeignete Zus·atze haben sich Polymere mit freien Aminogruppen, wie beispielsweise Polyethylenimin, erwiesen. Als weitere Zus·atze kommen beispielsweise Polyamidamine oder andere wasserl·osliche aminhaltige Polymere in Frage, wie sie beispielsweise auch als Retentionsmittel bei der Papierherstellung (Das Papier 33, Heft 10A) eingesetzt werden. Solche Retentionsmittel sind beispielsweise unter dem Namen Retaminol TM (Bayer AG) oder Praestol TM (Stockhausen) handels·ublich. Obwohl solche Zus·atze wasserl·osliche Verbindungen darstellen, werden sie ·uberraschenderweise im Verlauf der Membranherstellung durch Koagulation in Wasser nicht extrahiert. Diese Tatsache kann durch die Ninhydrin-Reaktion nachgewiesen werden. Desweiteren wurde gefunden, dass aminomodifizierte Membranen in einfacher Weise auch dadurch hergestellt werden k·onnen, dass man zur Polymergiessl·osung aminmodifizierte F·ullstoffe zusetzt. Als solche kommen beispielsweise in Frage: Silikat-F·ullstoffe, deren Oberfl·ache mit Aminosilan behandelt ist. Solche Produkte werden beispielsweise als Silbond 600 AST (Fa. Quartz-Werke) angeboten. Es hat sich dabei gezeigt, dass besonders gute Resultate im Hinblick auf die adsorptive Immobilisierung durch eine Kombination der Zus·atze Polyethylenimin und mit Aminosilanen behandelten Silikaten erzielt werden. b) Kovalente Immobilisierung Es wurde weiterhin gefunden, dass die beschriebenen aminmodifizierten makropor·osen Polymermembranen auch f·ur eine kovalente Fixierung der biochemischen Reagenzien hervorragend geeignet sind. Hierbei wurde ·uberraschenderweise gefunden, dass neben den bekannten Kupplungsreagenzien, wie Glutardialdehyd, Carbodiimiden oder Bishydroxysuccinimiden, sich ganz besonders wasserl·osliche Bisulfit-Addukte von mehrfunktionellen Isocyanaten als kovalente Ankergruppen eignen. Solche Bisulfit-Addukte und ihre Herstellung sind bekannt (Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Bd. 14/2, S. 63-64). Sie sind durch Umsetzung von Isocyanaten mit Natriumhydrogensulfit zug·anglich. Geeignete Isocyanate sind vorzugsweise mehrfunktionell und k·onnen aliphatisch, cycloaliphatisch oder aromatisch sein. Beispiele geeigneter Polyisocyanate sind: Hexamethylendiisocyanat, Cyclohexan-1,4-diisocyanat, 2,4-und 2,6-Toluylendiisocyanat und deren Gemische, 1-Isocyanatomethyl-5-isocyanato-1,3,3-trimethylcyclohexan, 2,2,4- bzw. 2,4,4-Trimethylhexamethylendiisocyanat-1,6, 1,5-Naphthalin-diisocyanat, 1,3-Cyclopentylendiisocyanat, m- und p-Phenylendiisocyanat, 2,4,6-Toluylentriisocyanat, 4,4',4''-Triphenylmethantriisocyanat, 1,3- und 1,4-Xylylendiisocyanat, 3,3'-Dimethyl-4,4'-diphenylen-diisocyanat, Duren-diisocyanat, 1-Phenoxy-2,4'-phenylendiisocyanat, 1-tert.-Butyl-2,4-phenylendiisocyanat, Methylen-bis-4,4'-cyclohexyldiisocyanat, 1-Chlor-2,4-phenylendiisocyanat und 4,4'- Diphenylenetherdiisocyanat; weitere, hier nicht genannte Polyisocyanate sind dem Fachmann grunds·atzlich bekannt. Weiterhin ist es m·oglich, h·ohermolekulare und gegebenenfalls auch h·oherfunktionelle Polyisocyanate, die aus niedermolekularen Grundk·orpern durch Polymerisationsreaktion zu Uretdionen oder Isocyanuratderivaten hergestellt werden, einzusetzen. Beispielsweise seien das Uretdion aus 2 Mol 2,4-Toluylendiisocyanat und diisocyanuratringhaltigen Polymerisationsprodukte aus 2,4- und 2,6-Toluylendiisocyanat oder Hexamethylendiisocyanat, ein durchschnittlich zwei Isocyanuratringe im Molek·ul enthaltendes und aus 5 Mol Toluylendiisocyanat gebildetes System oder ein entsprechendes Derivat aus durchschnittlich 2 Mol Toluylendiisocyanat und 3 Mol Hexamethylendiisocyanat, erw·ahnt. Nach einer weiteren Aufbaumethode ist es m·oglich, aus Di- oder Polyisocyanaten durch partielle Hydrolyse ·uber die Stufe der Carbamids·aure und des Amins h·ohere biuretverkn·upfte Systeme herzustellen, z.B. eine biuretverkn·upfte Verbindung, die formal aus 3 Mol Hexamethylendiisocyanat unter Zusatz von 1 Mol Wasser und Abspaltung von 1 Mol Kohlendioxid entstanden ist. Ebenfalls geeignete Polyisocyanate erh·alt man bei der Umsetzung von Di- und Polyolen mit di- oder polyfunktionellen Isocyanaten, wenn das Molverh·altnis von Hydroxyverbindungen zum Isocyanat so gew·ahlt wird, dass bei den statistisch gebildeten Reaktionsprodukten stets freie NCO-Funktionen vorhanden bleiben und ein Molgewicht von 2000 bis 3000 nicht ·uberschritten wird. ·Ahnliche geeignete Polyisocyanate erh·alt man aus hydroxylgruppenhaltigen Polyestern durch Umsetzen mit ·ubersch·ussigen di- oder polyfunktionellen Isocyanaten. Alle oben beschriebenen Di- und Polyisocyanate k·onnen in dieser Weise mit Di-und Polyolen, wie Mono- und Polyethylenglykol, Propandiolen, Butandiolen, Neopentylglykol und anderen Pentandiolen, Adipol, Hexandiolen, Cyclohexandiolen, 1,4-Dihydroxymethylcyclohexan, Perhydro-bisphenol A, Glycerin, Trimethylolethan, Trimethylolpropan, anderen Hexantriolen und Pentaerythrit, unter den beschriebenen Voraussetzungen umgesetzt werden. Bevorzugt werden Diisocyanate, insbesondere Hexamethylendiisocyanat, Isophorondiisocyanat, Toluylendiisocyanat und Diphenylmethan-diisocyanat eingesetzt. Diese Methode der kovalenten Bindung von immunologisch aktiven Substanzen (Enzyme, Antik·orper) auf der Membranoberfl·ache ist nicht nur ·uberaus einfach, sondern sie bietet bez·uglich der chemischen Struktur und der Kettenl·ange der Bindungsglieder zwischen der por·osen Polymermembran und den aktiven Substanzen eine bei den bisher bekannten Kupplungsreagenzien nicht bekannte Variationsbreite. Zur Durchf·uhrung der Bindung der aktiven Substanzen stehen mehrere Verfahren zur Verf·ugung. So kann in einem ersten Verfahren die beschriebene Aminmodifizierte Membran zun·achst mit einer etwa 0,1 bis 1%igen w·assrigen L·osung des Isocyanat-Bisulfit-Addukts getr·ankt werden. Dieses Tr·anken erfolgt beispielsweise sehr einfach durch Eintauchen der Membran in eine solche L·osung. Danach wird die Membran unter geeigneten Bedingungen getrocknet, beispielsweise in einem Trockenschrank bei 30 bis 80 DEG C w·ahrend einer Zeit von 5 bis 120 Minuten. Die Fixierung immunologisch aktiver Substanzen kann nun einfach durch Kontaktieren einer L·osung dieser Aktivsubstanzen mit der Membranoberfl·ache erfolgen. Das Kontaktieren geschieht beispielsweise einfach durch Impr·agnierung oder beim Arbeiten mit Mikrotiterplatten oder Bio Bot-Apparaturen durch ein Durchsaugen der Wirkstoffl·osung. In einem zweiten Verfahren wird eine gemeinsame w·assrige L·osung des Isocyanat-Bisulfit-Addukts und der zu immobilisierenden biochemisch aktiven Substanz hergestellt und diese mit der aminmodifizierten Membran in Kontakt gebracht. Hierbei hat sich ein ·Uberschuss des Bisulfit-Addukts ·uber die molar erforderliche Menge, bezogen auf die Aktivsubstanz, als vorteilhaft erwiesen. Das erfindungsgem·asse Verfahren erlaubt die gesamte Bandbreite immunchemischer Nachweismethoden, beispielsweise den immunologischen Nachweis von Pathogenen f·ur Pflanze, Mensch und Tier, den Nachweis von Wirkstoffen in Pflanze, Mensch und Tier, den Nachweis von Verunreinigungen (beispielsweise von Pflanzenschutzmitteln) im Boden und Grundwasser und weitere Nachweismethoden. Die Eignung des erfindungsgem·assen Verfahrens zur Durchf·uhrung solcher immunchemischer (immundiagnostischer) Nachweise ist in den folgenden Beispielen n·aher erl·autert. Die Beispiele beschreiben folgende Schritte: 1. Herstellung aminmodifizierter makropor·oser Polymermembranen 2. Immundiagnostische Nachweisverfahren an den Beispielen Maus IgG 3. Vergleich zwischen adsorptiver und kovalenter Fixierung. Beispiel 1 Herstellen einer aminmodifizierten Polymerblend-Membran Mit Hilfe eines schnelldrehenden R·uhrers (Dissolvers) wurde aus den folgenden Komponenten eine Polymer-Giessl·osung hergestellt: Columns=2 Dralon T TM (Polyacrylnitril)9,6 g Desmoderm KBH TM (Polyurethan, 20 % in NMP)170,0 g Mowilith 50 TM (Polyvinylacetat, 25 % in NMP)225,8 g N-Methylpyrrolidon (NMP)220,0 g Silbond 600 AST (aminmodifiziertes Silikat)293,4 g Natriumdodecylsulfat (SDS)3,9 g 3,3',5,5'-Tetramethylbenzidin31,3 g Polymin P TM (Polyethylenimin, 50 % in Wasser)2,1 g Die chemischen Strukturen der verwendeten Polymeren sind in DE-OS 3 809 523 beschrieben. Die Giessl·osung wurde filtriert (Metallgewebe, 25 mu m Maschenweite) und entgast. Membranherstellung Die Herstellung einer tr·agergest·utzten Membran erfolgte nach dem bekannten Verfahren der F·allungskoagulation in Wasser. Es wurden die folgenden Bedingungen eingehalten: Columns=2 Tr·agermaterial:Polyestervlies FO 2403, Fa. Freudenberg Nassauftrag mit Rakel:300 mu m Koagulationsbad:Wasser, 40 DEG C Trocknungsbedingungen:60 DEG C, 20 min Dabei wurde eine auf dem Polyestervlies haftende, den Indikator 3,3',5,5'-Tetramethylbenzidin enthaltende makropor·ose Polymerblend-Membran erhalten, die als Tr·agermatrix f·ur die folgenden immunchemischen Nachweisreaktionen eingesetzt wurde. Beispiel 2 Durchf·uhrung eines Sandwich-ELISA zum Nachweis von Maus IgG Unter Verwendung kommerziell erh·altlicher Immunglobuline wurde ein Immuntest nach dem Sandwich-ELISA-Prinzip auf der Polymerblend-Membran als Festphase durchgef·uhrt. Die f·ur den Immuntest verwendeten Komponenten, prim. (F·anger-) Antik·orper, sek. (Marker-) Antik·orper, Antigen (Maus IgG) wurden von der Firma SIGMA Chemie GmbH, Deisenhofen, bezogen. Im einzelnen wurden folgende Antik·orper verwendet: 1. als prim. Antik·orper (F·angerantik·orper): Columns=3 Head Col 1: Sigma Nr. Head Col 2: Typ Head Col 3: Ursprung M 3014a-Maus IgG ganzes Molek·ulZiege M 9637a-Maus IgG ganzes Molek·ulKaninchen 2. als sek. Antik·orper (Markerantik·orper): Columns=4 Head Col 1: Sigma Nr. Head Col 2: Typ Head Col 3: Ursprung Head Col 4: Markierung A 2028a-Maus IgG ganzes Molek·ulKaninchenPeroxidase A 4416a-Maus IgG ganzes Molek·ulZiegePeroxidase 3. als Antigen (Maus IgG) Columns=2 Head Col 1: Sigma Nr. Head Col 2: Typ I 5381Maus IgG F·ur Anwendungen wurden mehrere Kombinationen von prim. und sek. Antik·orpern verwendet. Columns=3 Head Col 1: Prim. Antik·orper Head Col 2: Antigen Head Col 3: Sek. Antik·orper M 3014I 5381A 2028 M 3014I 5381A 4416 M 9637I 5381A 4416 Durchf·uhrung der Immuntestverfahren: Als Rahmen f·ur die Testmembran wurde eine Dot-Blot Apparatur von BioRad verwendet. F·ur die Filtrationsschritte wurde ein mildes Wasserstrahlvakuum angelegt. Die Polymerblend-Membran wurde mit 100 mu l H2O je Dot gew·assert. Danach wurde der prim. Antik·orper mit einer Konzentration von 1 mg/ml Wasser in einem Volumen von 400 mu l durch die Membran filtriert. Anschliessend wurde eine Verd·unnungsreihe des Antigens (Maus IgG) in einem Volumen von 200 mu l je Verd·unnung und unterschiedlicher Konzentration durch die Membran gesaugt. Nach einem Waschschritt wurde der sek. Antik·orper (POD-markiert) durch die Membran filtriert. Abschliessend wurde einmal mit 500 mu l PBS/Tween und einmal mit 500 mu l Wasser gewaschen und die Membran in die Substrat-L·osung f·ur das Markerenzym zur Farbentwicklung getaucht. Die Ergebnisse des Bindungsassay wurden in einem Taschen-Reflektometer bestimmt. Die Ergebnisse der Bindungsexperimente sind wie folgt dargestellt (anh·angende Fig. 1-3): Fig. 1: System M 3014/I 5381/A 2028 Fig. 2: System M 3014/I 5381/A 4416 Fig. 3: System M 9637/I 5381/A 4416 Das Beispiel zeigt die hervorragende Eignung der erfindungsgem·assen Membranmatrizes f·ur Immuntests. Der Analyt Maus IgG kann bis in den Nanogrammbereich sicher nachgewiesen werden. Im Beispiel 2 wurden neben Wasser noch folgende Puffersysteme verwendet: PBS (phosphatgepufferte physiologische Kochsalzl·osung) 0,01 M Phosphat (= 0,008 M K2HPO4 und 0,002 M NaH2PO4) mit 0,15 M NaCl bei pH 7,4. Acetat-Puffer Substratgemisch (f·ur POD-Reaktion) 0,1 M Na-acetat in H2O, pH 6,0 (eingestellt mit 1 M Citronens·aure); als Redoxpartner wurde H2O2 (3,0 %) mit 1 ml je l zugegeben. Tween 20 (Polyoxyethylensorbitan-monolaurat, Sigma Nr.: P 1379) 0,01 % in H2O dest. Beispiel 3 (zum Vergleich) Durchf·uhrung eines Sandwich-ELISA zum Nachweis von Maus IgG Beispiel 2 wurde wiederholt nur mit der ·Anderung, dass als Festphase keine erfindungsgem·asse Polymerblend-Membran verwendet wurde, sondern eine Polyvinylidendifluoridmembran der Fa. Millipore (Immobilon P). Die Membran wurde vor der in Beispiel 1 beschriebenen Testprozedur durch Durchsaugen von 100 mu l Ethanol lyophilisiert. Da die Membran im Gegensatz zu den erfindungsgem·assen Polymerblend-Membranen kein Chromogen enth·alt, wurde sie nach der Immunreaktion in eine Substratl·osung getaucht, die folgendermassen hergestellt wurde: Tetramethylbenzidin wurde in einer Konzentration von 2 mg/ml in Methanol gel·ost (Stock-L·osung). Die Substratl·osung wurde frisch aus 5 Teilen Stockl·osung, 3,75 Teilen 0,4 M Citrat-Puffer (pH 5,5), 11,3 Teilen H2O und 0,025 Teilen 30 % H2O2 hergestellt. Die sich schnell zeigenden blauen Farbspots wurden immer gr·osser, indifferenter und liefen teilweise ineinander ·uber. Durch Ausbluten des Farbstoffs in die Substratl·osung f·arbte sich diese stark blau und f·arbte so wiederum die gesamte Membran blau ein. Nach der Trocknung der Membran war die F·arbung ausserdem nur wenige Minuten stabil, so dass keine reflektometrische Auswertung m·oglich war. Im Gegensatz dazu bleiben Farbspots auf den erfindungsgem·assen Polymer-Blendmembranen mehrere Tage, h·aufig bis zu einigen Wochen stabil und auswertbar. Beispiel 4 Immunologisch aktive Substanzen werden auf der Oberfl·ache der erfindungsgem·assen Polymer-Blendmembranen ausreichend fest immobilisiert. Die Immobilisierung kann durch Vorbehandlung mit Isocyanat-Bisulfitaddukten noch verbessert werden. Diesen Effekt demonstriert das Beispiel 4. Ein Markerantik·orper (Sigma A 9169, Typ: a-rabbit IgG, Ursprung: Ziege, Markierung: Peroxidase) wurde, wie in Beispiel 2 beschrieben, auf der Oberfl·ache einer Polymer-Blendmembran gem·ass Beispiel 1 immobilisiert. In einem Fall war die Membran unbehandelt und im anderen mit einer 0,2%igen w·assrigen L·osung des Bisulfitaddukts vom Hexamethylendiisocyanat vorbehandelt. Die Vorbehandlung wurde so durchgef·uhrt, dass die Membran mit der Bisulfitaddukt-L·osung durch Tauchen getr·ankt und die Membran anschliessend bei 60 DEG C 1 h in einem Umlufttrockenschrank getrocknet wurde. Nach Adsorption auf der Membranoberfl·ache wurde zur ·Uberpr·ufung der Dauerhaftigkeit der Immobilisierung bis zu achtmal mit verschiedenen Puffern und Reagenzien gewaschen und nach den jeweiligen Waschvorg·angen mittels Enzymreaktion der eingesetzten Peroxidase (POD) und TMB/H2O2 als Redox-Partner detektiert. In folgender Tabelle ist die Zahl der Waschvorg·ange angegeben, nach denen man eine deutliche Abschw·achung der Blauf·arbung erkennen kann. Columns=7 Medium123456 Membran unbehandelt46n.a.n.a.43 Membran vorbehandeltn.a.n.a.n.a.n.a.64 n.a. = nicht ausgewaschen Verwendete Puffer und Reagenzien als Waschmedien: 1 = H2O 2 = H2O mit 0,1 % Tween 20 3 = PBS 4 = PBS mit 0,1 % Tween 20 5 = Acetatpuffer 6 = Carbonatpuffer (0,1 M NaHCO3 in H2O, pH 9,6, eingestellt mit Natronlauge) Anhang: Chemische Strukturen der bevorzugt eingesetzten Polymeren Polyurethan (Desmoderm KBH TM , Bayer AG) Thermoplastisches Polyaddukt, welches durch Umsetzung von 75 Teilen eines Polyesters aus Adipins·aure, 70 Mol-% Ethylenglykol und 30 Mol-% 1,4-Butandiol (MG = 2000), 25 Teilen eines Polyesters aus Adipins·aure und 1,4-Butandiol (MG = 2250), 25 Teilen 1,4-Butandiol und 85 Teilen Diphenylmethandiisocyanat erhalten wurde. EMI26.1 EMI27.1