Unser Ziel ist es, die Art und Weise, wie SIE Dokumente benutzen, um zu verstehen, wer SIE sind, und wer ANDERE sind, völlig zu verändern.

  • WER WIR SIND
    Wir sind ein Ingenieurbüro mit dem Arbeitsgebiet TextAnalytics. Für unsere Arbeit benutzen wir technische Dokumente, um komplexe Zusammenhänge sichtbar zu machen
    WARUM
    Ergebnisse werden nachvollziehbar
    ERGÄNZUNG
    Als Ergänzung oder Ersatz eines Brainstormings
  • Was wir tun
    Wir betreiben Explorative Dokumentanalyse (Mustererkennung und maschinelles Lernen), um das zu finden, was Sie sich durch klassisches Lesen sonst mühsam erarbeiten müssten.
    90 Millionen
    Werkstoffnamen finden wir ebenso wie Reaktionsgleichungen, Formeln, Herstellungsverfahren oder Normen
    90 Mess
    größen in ca. 3000 Schreibweisen können wir erkennen und ineinander umwandeln.
  • WIR LIEFERN ANTWORTEN
    Anstatt Experten zu befragen, die Sie zuerst suchen müssten, liefern wir Antworten aus Dokumenten, die von Experten weltweit verfasst worden sind.
    80 %
    geringerer Zeitaufwand
    200 %
    und mehr Steigerung der Ergebnissqualität
  • MASCHINELLES LESEN
    Wir haben Zugriff auf Millionen von Dokumenten mir regelmässigem Update des Datenbestands.
    450
    Millionen Dokumente
    UPDATES
    jede Woche

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Die BMBF-Bekanntmachung MaterialDigital fordert deshalb ein „Kuratierungskonzept". Aber wer kuratiert, wenn das Geld alle ist? Eine Frage, die kein Förderprojekt beantworten kann — und die genau deshalb gestellt werden muss.

Kulmbach, im April 2026. Die Norouzi-Studie von 2024 zählte 94 Werkstoff-Ontologien in Europa — vermutlich werden zum Erscheinungszeitpunkt nicht mehr als zwanzig aktiv gepflegt. Förderprojekte haben typisch drei Jahre Laufzeit. Wenn das Geld ausläuft, wandern die Doktoranden ab, das Institut hat neue Projekte, die Software wird nicht mehr gebaut, der Server, auf dem die Ontologie läuft, wird abgeschaltet. Was bleibt, ist eine ZIP-Datei in einem Zenodo-Archiv — und ein paar Zitate in der Fachliteratur.

Das ist nicht polemisch gemeint. Es ist die strukturelle Realität öffentlich geförderter Forschung: Förderung erzeugt Artefakte, aber keine
Pflegeverpflichtung über das Projektende hinaus. Wer dauerhaft brauchbare Werkzeuge will, muss die Pflege strukturell anders organisieren als die Erstellung. Genau diese Erkenntnis hat die BMBF-Bekanntmachung MaterialDigital3 zum expliziten Förderkriterium gemacht: jedes Projekt muss ein „Kuratierungskonzept" vorlegen, das die Weiterpflege nach Projektende sicherstellt.

Drei Modelle haben sich in vergleichbaren Bereichen bewährt. Erstens: Konsortien mit gemeinsamer Finanzierung — wie die OBO Foundry in der Biomedizin, in der mehr als dreihundert Ontologien dauerhaft gepflegt werden, finanziert durch ein Netz internationaler Beitrags-Institute. Zweitens: kommerzielle Trägerschaft mit Open-Core-Modell — die Ontologie bleibt offen, kommerzielle Anwendungen finanzieren die Pflege. So funktioniert schema.org seit 2011, getragen von Google, Microsoft, Yahoo und Yandex. Drittens: Community-Modelle wie Wikipedia — viele Beiträge, verteilte Verantwortung.

In der Werkstoff-Community zeichnet sich keines dieser Modelle bereits ab. PMDco wird heute von einem kleinen Kern aus FIZ Karlsruhe, BAM, TU Berlin gepflegt — eine Lösung, solange diese Institute MaterialDigital-finanziert sind. Numberland setzt für die OCO bewusst auf das Open-Core-Modell: der Kern bleibt unter CC BY-SA offen, kommerzielle Lizenzen für SaaS-Plattform und kuratierte Instanzdaten finanzieren die Pflege. Eine Wette darauf, dass sich ein nachhaltiger Markt für Werkstoff-Datenwerkzeuge entwickelt.

„Eine Ontologie ohne Pflegeverpflichtung ist eine Zeitkapsel — sie bewahrt den Stand vom Schlussbericht, aber sie wächst nicht mit. Wer Werkzeuge baut, die in zehn Jahren noch relevant sein sollen, muss die Pflege strukturell anders organisieren als die Erstellung. Open Core ist eine der wenigen Antworten, die sich in der Praxis bewährt haben." — Dr. Wolfgang Grond, Inhaber Numberland

Zahlen, Daten, Fakten

  • 94 Werkstoff-Ontologien in Europa identifiziert (Norouzi 2024), Schätzung aktiv gepflegt: < 20
  • Drei bewährte Pflegemodelle: gemeinsame Konsortien (OBO Foundry), kommerzielle Trägerschaft (schema.org), Community (Wikipedia)
  • MaterialDigital3-Förderkriterium: explizites Kuratierungskonzept als Antragsbestandteil
  • Numberland-Modell für OCO: Open Core — Schema CC BY-SA, kommerzielle Lizenzen für SaaS und kuratierte Daten
  • DILEMA-K (gefördert seit März 2025): Kuratierungskonzept als Teil der Verwertungsplanung verankert
EXPLORE
Forschungseinrichtung: finden von Werkstoffnamen
(Werkstoffe für die thermische Energiespeicherung).
NAVIGATE
Forschungseinrichtung: finden von Märkten,
auf denen Werkstoffe aus Metallschaum gebraucht werden.
IDEATE
Unternehmen: finden von Möglichkeiten, um den
Abfüllvorgang einer hochviskosen Flüssigkeit zu beschleunigen.
EXPLORE
Kommune mit > 500.000 Einwohnern: finden von regionalen
IT-Unternehmen und clustern der Interessen
REMEMBER
Unternehmen: automatisches Verschlagworten
von Dokumenten im Intranet
COMPARE
Unternehmen: Vergleich des internen Wissens
mit dem Wissen von Wettbewerbern.
LOCATE
EU-Projekt einer Landesentwicklungsgesellschaft:
Verfahren, um Regionen mit gleichen Kenntnissen und
Interessen sichtbar zu machen.
EXPLORE
IHK: finden von regionalen Automobilzulieferern
und clustern der Interessen
BLEND
Hochschule: finden von passenden Partnern
für ein EU-Entwicklungsvorhaben.
CHANGE
Unternehmen: Innovationsaudit zur Ausrichtung
der Unternehmensstrategie auf Megatrends.
REMEMBER
Ablagesystem für studentische Abschlussarbeiten
Combine
Expansion und / oder Marktanpassung im Verlauf einer Unternehmensnachfolge