
5 196 Klassen in 44 Modulen, 167 348 OWL-Axiome, 1 172 SHACL-Regeln, 163 Kompetenzfragen mit lauffähigen SPARQL-Tests: keine weitere Werkstoffontologie, sondern eine Architektur, die drei strukturelle Probleme der Materialwissenschafts-Digitalisierung in einem Wurf adressiert. Erprobt am Pilotmaterial BNT-BT, ausgelegt für beliebig viele weitere Werkstoffklassen, begleitet von einem arXiv-Preprint (Pannek & Grond, 2026).

auch der Beiträge kleiner und mittlerer Unternehmen". Nach gut einem Jahr DILEMA-K wird sichtbar, was das in der Praxis bedeutet — und warum KMU eine andere Innovationsdynamik in Förderprojekte tragen als Großforschungseinrichtungen.

Die BMBF-Bekanntmachung MaterialDigital fordert deshalb ein „Kuratierungskonzept". Aber wer kuratiert, wenn das Geld alle ist? Eine Frage, die kein Förderprojekt beantworten kann — und die genau deshalb gestellt werden muss.

Der SIPOC-Extraktor liest Paper, erkennt Stoffe, Prozesse und Eigenschaften und fügt sie zu einem durchsuchbaren Wissensgraphen zusammen. Aus Fragmenten Prozesse synthetisieren — die Kernidee in einem Wort.

Der Grund: der Parameterraum ist riesig, die Zusammenhänge sind nichtlinear, und jede Stellschraube verschiebt alle anderen. Materialentwicklung ist kein Kochen nach Rezept — sie ist Navigation in einem hochdimensionalen Raum.

Ontologien, Extraktions-Pipelines, Wissensplattformen für Funktionskeramik. Warum genau hier ein KMU der richtige Akteur ist — und
nicht das nächste Großforschungsinstitut.

Für eine Keramik heißt das: sieben Schritte: Pulversynthese, Mahlung, Formgebung, Sinterung, Polung, Bauteilintegration und Rückgewinnung. Sie sind heute weitestgehend getrennt dokumentiert — DILEMA-K soll das ändern.

Sie dockt an den europäischen Werkstoff-Datenraum an, den das European Materials Modelling Council (EMMC) und Horizon-Europe-
Partnerschaften wie IAM4EU und P4Planet aufbauen. Eine Verortung zum Europatag.

- fünfzehn Jahre nach Beginn der Bewegung. Über 40 davon sind strukturell inkompatibel zueinander. Das ist kein Fortschritt — das ist
Fragmentierung. Eine ehrliche Bestandsaufnahme.

Luftfeuchtigkeit, Ofenkalibrierung, Partikelgrößenverteilung des Ausgangspulvers — dutzende undokumentierte Parameter entscheiden über das Ergebnis. Eine wegweisende Umfrage zeigt: nur etwa 30 Prozent der publizierten Materialdaten lassen sich reproduzieren.

Aber was ist eine Ontologie eigentlich — und worin unterscheidet sie sich von einer Datenbank, einem Glossar oder einer
Liste mit Definitionen? Eine Einordnung ohne Fachjargon.

die alle MaterialDigital-Projekte miteinander verbinden soll. Was sie kann, was sie nicht kann, und warum sie das Rückgrat der deutschen Werkstoffdigitalisierung ist.

virtuelles Materialdesign als neuer Standard. Deutschland soll „in Europa und weltweit zum führenden Kompetenzträger digitaler
Materialforschung aufsteigen". Was bedeutet das konkret — und wo steht die deutsche Materialforschung heute auf diesem Weg?

plus Sensordaten plus Simulation des Betriebs. Aber ein Material ist keine Maschine — sein „Zwilling" beschreibt Struktur, Eigenschaften und Verhalten über den gesamten Lebenszyklus. Eine zentrale Idee, deren Umsetzung gerade erst beginnt.

ein Paradigmenwechsel für eine Branche, in der Wissen heute noch in PDFs, Excel-Tabellen und Aktenordnern
schlummert. Wer ist beteiligt, was wird gebaut, wo steht das Programm heute?

bündeln im Verbundprojekt DILEMA-K ihre Kräfte, um Funktionskeramiken digital durchgängig zu beschreiben: vom Pulver bis
zum fertigen Bauteil. Der Zuschlag im dritten Förderaufruf der BMBF-Initiative MaterialDigital ist erteilt.

Die BMBF-Bekanntmachung MaterialDigital benennt das Problem direkt: Materialentwicklung basiert auf „Erfahrung oder Trial-and-Error-Ansätzen". Der Übergang zu datengetriebenen Methoden ist kein Luxus — er ist überfällig.

einen Weg, ihre Daten miteinander reden zu lassen. Der wissenschaftliche Vorsprung des Kontinents droht zu einem strukturellen Rückstand zu werden — wenn die Datensilos der Labore und Industrien nicht aufgebrochen werden.